12.07.2026
Weiterhin ungeschlagen
Im Sportpark Unterhaching empfingen die in der Premierensaison der EFA noch ungeschlagenen Munich Ravens die Frankfurt Galaxy. Die Hessen reisten mit zwei Siegen in Folge nach München und wollten den Ravens die erste Saisonniederlage zufügen. Statt eines Duells auf Augenhöhe entwickelte sich jedoch eine dominante Vorstellung der Gastgeber, die mit ihrer Leistung ihren Status als eines der Topteams der EFA eindrucksvoll untermauerten.

Im letzten Spiel der Week 9 reiste die Frankfurt Galaxy nach München, um ihre Siegesserie auszubauen und gleichzeitig den ungeschlagenen Munich Ravens die erste Saisonniederlage zuzufügen. Die Voraussetzungen versprachen ein spannendes Duell: Defensiv ließen beide Teams im Schnitt rund 22 Punkte pro Spiel zu. Offensiv hatten die Ravens jedoch klare Vorteile. Während München seine Gegner bislang mit durchschnittlich 43 Punkten pro Partie überrollte, kam die Galaxy vor dem Spiel auf einen Punkteschnitt von 23,5.
Die Münchener eröffneten die Partie mit ihrer Offense und marschierten direkt über das Feld. Quarterback Russell Tabor führte den ersten Drive mit mehreren präzisen Kurzpässen souverän bis tief in die Redzone der Frankfurter. An der 1-Yard-Linie übernahm schließlich Running Back Justus Seelig, der den Ball zur frühen 7:0-Führung der Ravens in die Endzone trug.
Die Frankfurter versuchten, mit hohem Tempo zu antworten, und setzten dabei früh auf eine No-Huddle-Offensive. Wirklich ins Rollen kam der Drive jedoch nicht. Nach nur wenigen Spielzügen musste sich die Galaxy wieder per Punt vom Ballbesitz trennen.
Die Offense der Münchener machte anschließend genau dort weiter, wo sie aufgehört hatte. Mit einer Reihe präziser Kurzpässe führte Tabor sein Team erneut über das Feld, ehe er tief auf Wide Receiver Malik Stanley ging. Dieser sicherte den Ball spektakulär in der Redzone und brachte die Ravens in eine hervorragende Ausgangsposition.
Anschließend unterlief Tabor jedoch ein seltener Fehler. Nachdem er sich lange Zeit in der Pocket verschafft hatte, wurde er schließlich mit einem Sack gestoppt und verlor dabei entscheidende Yards. Der Raumverlust zwang die Ravens zu einem langen Field-Goal-Versuch, den Wide Receiver und Kicker Michael Stadler dennoch souverän verwandelte.
Die Hessen fanden weiterhin keinen offensiven Rhythmus und mussten sich nach einem weiteren erfolglosen Drive erneut per Punt vom Ballbesitz trennen. Die Ravens nutzten das sofort aus. Seelig fand eine Lücke in der Frankfurter Defense und sprintete über das halbe Feld, ehe er erst an der gegnerischen 10-Yard-Linie zu Fall gebracht wurde. Wenig später vollendeten die Münchener den Drive. Tabor fand Wide Receiver Louis Geyer mit einem kurzen Pass in der Endzone, der den Ball sicher zum Touchdown fing und die Führung der Ravens auf 17:0 ausbaute.
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Und dabei sollte es nicht bleiben. Nur wenige Sekunden später sorgten die Ravens erneut für ein Big Play - diesmal mit ihrer Defense. Linebacker Maleka Mbala kam bei seinem Pass Rush völlig ungehindert bis zu Galaxy-Quarterback Ethan Garbers durch, forcierte mit einem harten Hit den Fumble und leitete damit den nächsten Turnover ein. Defensive Lineman Marius Bindl reagierte am schnellsten, sicherte den freien Ball und trug ihn bis kurz vor die Endzone. Die hervorragende Ausgangsposition ließ sich die Offense der Ravens nicht entgehen. Seelig vollendete den kurzen Drive mit einem Touchdown-Lauf aus kurzer Distanz und baute die Führung der Münchener auf 23 Punkte aus.
Eine Antwort fand die Galaxy-Offense auch im nächsten Drive nicht. Stattdessen bekamen die Ravens mit noch knapp acht Minuten im zweiten Viertel erneut den Ball und die Chance, ihre Führung weiter auszubauen. Die Gastgeber orchestrierten einen langen, methodischen Drive und ließen dabei fast die gesamte verbleibende Zeit von der Uhr laufen. Am Ende standen die Münchener bei einem 4th & Goal unmittelbar vor der Endzone. Russell Tabor warf den Ball hoch in Richtung Louis Geyer, der den Pass zwar sichern konnte, beim Catch jedoch nicht beide Füße im Feld platzierte. Statt des nächsten Touchdowns stand somit ein Turnover on Downs. Die Galaxy konnte die verbleibenden Sekunden der ersten Halbzeit offensiv nicht mehr nutzen, sodass es mit einer deutlichen 23:0-Führung der Ravens in die Kabinen ging.
Nach der Halbzeit eröffnete die Galaxy-Offense das dritte Viertel und zeigte sich erstmals deutlich verbessert. Garbers führte die Frankfurter bis tief in die Redzone der Ravens. Bei einem 3rd Down fand der Quarterback seinen US-amerikanischen Receiver Brevin Easton mit einem hohen Pass in der Endzone. Ähnlich wie zuvor Geyer auf der Gegenseite sicherte Easton zwar den Ball, setzte beim Catch jedoch den zweiten Fuß hauchdünn außerhalb des Feldes auf. Der vermeintliche Touchdown zählte somit nicht. Wenig später stand Frankfurt vor einem 4th Down und entschied sich, den Versuch auszuspielen. Garbers suchte Normen Schumm in der Endzone, doch der Pass fand sein Ziel nicht. Die Folge war ein Turnover on Downs, wodurch die Ravens den Ballbesitz erneut übernahmen.
Anschließend rückte erneut Geyer in den Mittelpunkt. Der deutsche Receiver fing mehrere Pässe für wichtigen Raumgewinn und führte die Ravens-Offense damit über das Feld. Am Ende krönte er den Drive mit seinem zweiten Touchdown des Spiels und baute die Führung der Münchener weiter aus. Die anschließende Two Point Conversion war ebenfalls erfolgreich, sodass der Spielstand auf 31:0 anwuchs.
Die ersten Punkte der Frankfurter ließen lange auf sich warten - und sie kamen nicht durch die Offense zustande. Bei einem Punt der Ravens flog der Snap deutlich über den Kopf des Punters hinweg und landete schließlich hinter der eigenen Endzone. Der daraus resultierende Safety brachte der Galaxy die ersten Zähler des Spiels und verkürzte den Rückstand auf 31:2.
Wenig später hatte Galaxy-Kicker Ryan Rimmler die Gelegenheit, weitere Punkte nachzulegen, und verwandelte ein Field Goal aus 45 Yards souverän. Trotz noch mehr als acht Minuten Restspielzeit im vierten Viertel war die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Beide Teams nutzten die Schlussphase daher, um Backups wertvolle Spielpraxis zu geben und gleichzeitig ihre Leistungsträger zu schonen. Einer, der seine Chance eindrucksvoll nutzte, war Benedikt Pohler. Mit einem Touchdown-Lauf setzte der Running Back den Schlusspunkt der Partie und stellte den 38:5-Endstand her. Damit blieben die Munich Ravens auch nach Week 9 der EFA ungeschlagen und untermauerten einmal mehr ihre Titelambitionen.