11.10.2026
Patriots zurück in der Spur
Die New England Patriots haben ihre aufsteigende Form eindrucksvoll bestätigt. Eine Woche nach dem Auswärtssieg gegen die Buffalo Bills setzte sich das Team von Head Coach Mike Vrabel mit 45:17 gegen die Las Vegas Raiders durch. Im Mittelpunkt stand einmal mehr Quarterback Drake Maye, der eine überragende Vorstellung ablieferte.

Was als Duell zweier ambitionierter AFC-Teams begann, entwickelte sich zu einer Machtdemonstration der Gastgeber. Während New England seine offensiven Qualitäten nahezu nach Belieben ausspielte, erlebten die Raiders einen ernüchternden Nachmittag. Immerhin gab es für Las Vegas zum Ende der Partie noch einen besonderen Moment: First Overall Pick Fernando Mendoza feierte sein NFL-Debüt.
Nach einem schwierigen Start in die Saison hatte Drake Maye bereits beim Sieg gegen Buffalo angedeutet, dass er wieder zu seiner Form aus dem Vorjahr finden könnte. Gegen Las Vegas lieferte der 24-Jährige nun seine bislang überzeugendste Vorstellung der laufenden Spielzeit.
Maye brachte 26 seiner 34 Passversuche für 374 Yards und vier Touchdowns an den Mann. Eine Interception unterlief ihm nicht. Zusätzlich steuerte er 25 Rushing Yards und einen weiteren Touchdown am Boden bei.
Besonders bemerkenswert war dabei die Art und Weise, wie New Englands Quarterback die Offense dirigierte. Maye verteilte den Ball auf zahlreiche Anspielstationen, nutzte die Schwachstellen der Raiders-Defense konsequent aus und sorgte mit präzisen Pässen immer wieder für Raumgewinn.
Dabei hatte Las Vegas vor der Partie durchaus als unangenehmer Gegner gegolten. Die Raiders waren mit einer 3-1-Bilanz angereist und hatten sich insbesondere durch ihre aggressive Defense ausgezeichnet. Gegen Maye fanden sie allerdings kaum Antworten.
Dabei begann die Begegnung zunächst ausgeglichen. New England eröffnete die Partie mit einem 35-Yard-Touchdown-Pass von Maye auf DeMario Douglas. Die Raiders antworteten jedoch durch einen Touchdown von Kirk Cousins auf Tight End Brock Bowers.
Beim Stand von 7:7 deutete zunächst wenig darauf hin, dass die Patriots das Spiel derart deutlich kontrollieren würden.
Doch New England übernahm zunehmend das Kommando. Ein 5-Yard-Touchdown-Lauf von Rhamondre Stevenson brachte die Gastgeber erneut in Führung. Anschließend baute Maye den Vorsprung mit einem Touchdown-Pass auf Hunter Henry weiter aus.
Die Patriots gingen mit einer 21:7-Führung in die Halbzeitpause und ließen auch nach dem Seitenwechsel nicht nach. Spätestens als Maye seinen Receiver Kyle Williams mit einem 34-Yard-Touchdown-Pass bediente, wurde deutlich, dass Las Vegas an diesem Nachmittag kaum noch eine realistische Chance auf die Wende besitzen würde.
New England setzte sich immer weiter ab und verwandelte eine zunächst umkämpfte Begegnung in einen deutlichen Heimsieg.
Neben Maye konnten sich zahlreiche weitere Spieler der Patriots-Offense auszeichnen. Kyle Williams avancierte mit drei Receptions für 91 Yards und einem Touchdown zum erfolgreichsten Receiver der Gastgeber. DeMario Douglas steuerte vier Catches für 65 Yards und gleich zwei Touchdowns bei.
Auch Efton Chism III und Eli Raridon waren mit jeweils 57 Receiving Yards wichtige Bestandteile des Passspiels. Hunter Henry fing drei Pässe für 44 Yards und einen Touchdown.
Doch nicht nur durch die Luft präsentierte sich New England gefährlich. Rhamondre Stevenson erlief bei 13 Versuchen insgesamt 64 Yards und einen Touchdown. Corey Kiner ergänzte 52 Rushing Yards bei sechs Läufen.
Insgesamt verbuchten die Patriots 374 Passing Yards und 165 Rushing Yards. Die Vielseitigkeit der Offense stellte Las Vegas immer wieder vor Probleme.
Besonders auffällig war, dass New England nicht von einem einzelnen Passempfänger abhängig war. Maye fand regelmäßig unterschiedliche Anspielstationen und ließ die Raiders-Defense dadurch kaum zur Ruhe kommen.
Auf der Gegenseite gelang es Las Vegas nur phasenweise, mit der Offense der Patriots mitzuhalten. Quarterback Kirk Cousins brachte 19 seiner 28 Pässe für 243 Yards und einen Touchdown an. Eine Interception warf der erfahrene Spielmacher zwar nicht, dennoch fehlte den Raiders über weite Strecken die offensive Durchschlagskraft.
Brock Bowers war mit acht Receptions für 110 Yards und einem Touchdown der mit Abstand gefährlichste Passempfänger seines Teams.
Besonders enttäuschend verlief dagegen der Nachmittag für Running Back Ashton Jeanty. Der junge Hoffnungsträger kam bei zehn Läufen lediglich auf 27 Yards. Insgesamt erzielten die Raiders am Boden nur 38 Yards.
Damit fehlte Las Vegas eine wichtige offensive Komponente. Während New England sein Angriffsspiel vielseitig gestalten konnte, waren die Raiders zunehmend auf das Passspiel angewiesen. Hinzu kam ein verlorener Fumble von Bowers, der die Probleme der Gäste zusätzlich verdeutlichte.
Trotz der deutlichen Niederlage gab es für die Raiders noch einen besonderen Moment. Beim Stand von 45:17 durfte Fernando Mendoza erstmals in einem Regular-Season-Spiel der NFL aufs Feld. Der Quarterback war im vergangenen April mit dem ersten Pick des NFL Drafts von Las Vegas ausgewählt worden.
Bislang hatte Head Coach Klint Kubiak auf die Erfahrung von Kirk Cousins gesetzt. Angesichts des deutlichen Rückstands erhielt Mendoza nun seine ersten Einsatzminuten.
Der Rookie brachte sechs seiner acht Passversuche für 48 Yards an und blieb ohne Touchdown und Interception. Zusätzlich verbuchte er drei Rushing Yards.
Auch wenn sein Debüt keinen Einfluss mehr auf den Ausgang der Begegnung hatte, könnte dieser Nachmittag rückblickend als Beginn eines neuen Kapitels für die Raiders in Erinnerung bleiben.
nkr