vor 8 Stunden
Neuer Franchiserekord für Atlanta
Die Atlanta Falcons haben ihren beeindruckenden Aufschwung fortgesetzt. Nach dem deutlichen Erfolg in Green Bay dominierte vor allem das Laufspiel auch beim 45:24 gegen die New Orleans Saints - und bescherte Atlanta den zweiten Primetime-Sieg in Folge.

Eigentlich sollte dieser Abend den Saints gehören. 20 Jahre nach der emotionalen Rückkehr in den Superdome nach Hurricane Katrina erinnerte New Orleans gemeinsam mit Steve Gleason und weiteren Franchiselegenden nämlich an einen der bedeutendsten Momente seiner Geschichte.
Doch bevor die Saints-Fans zu sehr in Nostalgie schwelgen konnten, erinnerte Bijan Robinson sie lieber daran, warum er zu den gefürchtetsten Spielern der NFL zählt. Bereits im dritten Spielzug fand der Running Back eine Lücke und sprintete über 59 Yards zum Touchdown. Wenig später legte er aus kurzer Distanz nach - nach nicht einmal zwölf Minuten führten die Falcons mit 14:0.
Das Team von Head Coach Kellen Moore fand auf Atlantas Laufspiel über den gesamten Abend keine Antwort. Während Bijan mit seiner Explosivität immer wieder für Raumgewinn sorgte, erledigte Brian Robinson Jr. die körperliche Arbeit in der Red Zone.
Alvin Kamara verkürzte zwischenzeitlich auf 7:14, doch Atlanta reagierte unbeeindruckt. Brian Robinson stellte den alten Abstand wieder her, Nick Folk erhöhte vor der Pause per Kick noch auf 24:7. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich herzlich wenig: Atlanta lief, New Orleans wusste, dass Atlanta laufen würde - und konnte es trotzdem nicht verhindern.
Bijan Robinson beendete den Abend mit 145 Yards und zwei Touchdowns bei 19 Läufen. Brian Robinson benötigte für 62 Yards und drei weitere Scores lediglich 14 Versuche. Insgesamt produzierte Atlanta 205 Rushing Yards und fünf Touchdowns am Boden - eingestellter Franchise-Rekord. Zuvor war den Falcons dies lediglich 1973 gegen die San Diego Chargers und 2008 gegen die Carolina Panthers gelungen.
Die Saints kämpften sich durch Kamaras zweiten Touchdown zwar noch einmal auf 17:31 heran, wirkliche Spannung ließ Atlanta jedoch nicht aufkommen. Michael Penix Jr. antwortete mit einem 31-Yard-Touchdown-Pass auf Jahan Dotson, bevor Brian Robinson mit seinem dritten Score endgültig den Deckel auf die Partie setzte.

mhh
Penix musste an diesem Abend keine Wunderdinge vollbringen. Der Quarterback spielte ruhig, brachte 15 seiner 20 Pässe für 223 Yards an und blieb ohne Ballverlust. Wide Receiver Drake London hatte dementsprechend ebenfalls einen, für seine Verhältnisse, ruhigen Abend und sammelte dabei 96 Receiving Yards.
Auf der Gegenseite kam Tyler Shough zwar auf 286 Passing Yards, sein einziger Touchdown-Pass auf Devaughn Vele fiel jedoch erst beim Stand von 17:45. Chris Olave war mit acht Receptions für 116 Yards der auffälligste Spieler der Saints, konnte die einseitige Partie aber ebenfalls nicht in die Richtung seines Teams biegen.
Michael Penix Jr.: 15/20 Pässe, 223 Yards, 1 TD
Tyler Shough: 30/48 Pässe, 286 Yards, 1 TD
Bijan Robinson: 19 Läufe, 145 Yards, 2 TD
Brian Robinson Jr.: 14 Läufe, 62 Yards, 3 TD
Drake London: 5 Receptions, 96 Yards
Chris Olave: 8 Receptions, 116 Yards
Rushing Yards: Atlanta 205, New Orleans 50
Total Yards: Atlanta 420, New Orleans 320
Nach dem 0-2-Start und der deutlichen Niederlage gegen Carolina wirkten die Falcons bereits früh wie einer der großen Verlierer der Saison. Zwei Primetime-Auftritte später hat sich das Bild nun komplett verändert.
Atlanta erzielte in den letzten beiden Spielen insgesamt 80 Punkte und verbessert seine Bilanz damit auf 2-2. Als nächstes folgt sogar der dritte Primetime-Auftritt nacheinander: In der Nacht auf Montag empfangen die Falcons nämlich die Baltimore Ravens zum Sunday Night Game. New Orleans dagegen steht bei 1-3 und trifft als Nächstes auf die noch ungeschlagenen Minnesota Vikings.
