vor 12 Stunden
Cousins rechtfertigt weiter Vertrauen
Nach Jahren voller Niederlagen, lautstarker Kritiken und Umstrukturierungen scheinen die Las Vegas Raiders endgültig wieder auf die Erfolgsstraße abgebogen zu sein. Das 35:27 bei den ebenfalls aufstrebenden New Orleans Saints ist nur der neueste Beweis dafür.

Ganze drei Siege hatte Las Vegas in der vergangenen Regular Season auf die Beine gestellt (3-14) - und damit den unter Pete Carroll ausgerufenen Umschwung direkt wieder begraben. Nach Trainerwechsel hin zu Head Coach Klint Kubiak drehte sich das Blatt aber schon in Week 1 mit dem soliden 27:13 gegen Miami und vergangene Woche mit dem 26:14 bei den Los Angeles Chargers noch mehr.
Nun gelang bei den mit 1-1 gestarteten und zuletzt die Baltimore Ravens überraschenden Saints ein 35:27 und damit schon jetzt die Einstellung der Siegmarke aus 2025/26.
Und was für ein 35:27 inklusive der Bilanzverbesserung auf 3-0 das war!
Angefangen schon mal damit, dass Kirk Cousins mit seinen 38 Jahren wieder weitaus jünger wirkt als zuletzt bei den Atlanta Falcons. Der extra wegen seiner Erfahrung dem weiterhin auf der Bank ausharrenden First Overall Pick Fernando Mendoza zur Seite gestellte Oldie hatte schon an den ersten drei Spieltagen je drei Touchdowns aufgelegt - und sich bei 413 Passing Yards auch drei Interceptions geleistet.
Nun steigerte sich Cousins nur noch weiter, erlaubte sich in New Orleans keinen Pick und strich bei 22 von 33 angebrachten Pässen für 248 Yards wieder drei Scores ein. Damit avancierte der Routinier zum einzigen aktuellen Spielmacher mit jeweils drei TDs in den ersten drei Wochen der neuen Saison. Was für ein "Turn of events" allein für den Quarterback.
Doch damit nicht genug: Running Back Ashton Jeanty half dem Team in seinem zweiten NFL-Jahr mit 19 Carries für 56 Yards zusätzlich - ebenso wie Mike Washington mit fünf Läufen für 54 Yards plus Score. Die Receiving-Show lieferte derweil Tight End Brock Bowers, der bei zehn Catches famose 116 Yards und einen Touchdown einstrich.
Damit federte die Unit am Ende des Tages auch einen Fumble beim Kickoff von Returner Dylan Laube ab.
Für den Sieg hätte das alles aber vermutlich nicht ausgereicht, schließlich erwiesen die heimischen Saints im lautstarken Caesars Superdome wie erwartet als harter Brocken. Was einmal mehr auch in Spielmacher Tyler Shough begründet lag. Der Zweitjahres-QB brachte 29 von 42 Würfen für 255 Yards an - bei vier Touchdowns; jeweils zwei für die Tight Ends Juwan Johnson und Noah Fant (mit Bowers also sechs TDs von Tight Ends in diesem Spiel - NFL-Rekord). Obendrein erlief Shough zusammen mit Veteran Alvin Kamara und Neuzugang Travis Etienne über 100 Yards auf dem Boden, während Top-Receiver Chris Olave neun Receptions für 107 Yards eintütete.
Was also machte den Unterschied hin zum 35:27-Sieg für Las Vegas aus? Die Defense, die sich wie zuletzt schon weitaus sattelfester als in den letzten Jahren erwies und neben einem Pick gleich drei (!) von vier erzwungenen Fumbles eroberte. Einmal davon durch den aufmerksamen Routinier Maxx Crosby. Der bullige Pass Rusher, der in der Offseason fast zu den Baltimore Ravens gewechselt war, passte nach einem aus Shoughs Hand geschlagenem Ball (von Malcolm Koonce) stark auf und sicherte sich das "Ei" stark vor der Seitenauslinie.

Vier der fünf Turnovers provozierte die Abwehr aus der Glücksspielstadt dabei allein im vierten Quarter - und damit in der absoluten Crunchtime dieser lange Zeit engen Partie mit Führungswechseln, einem verspielten 16:13-Pausenvorsprung von Las Vegas sowie einer zwischenzeitlichen 27:16-Führung für die Saints. Doch 19 (!) Punkte der Raiders in Folge in Verbindung mit den vielen Shough-Attacken bis rein ins Ziel drehten den Spieß.
Mit 3-0 starteten ansonsten nur Teams wie die Buffalo Bills und die Kansas City Chiefs - wie die Las Vegas Raiders ebenfalls in der AFC West beheimatet - in diese neue Regular Season. Wer hatte das kommen sehen?
mag