15.10.2024
Week 6, Monday Night Game
Selbst eine weitere erfolgreiche Hail Mary in seiner langen NFL-Karriere hat Aaron Rodgers nicht geholfen. Die New York Jets unterliegen mit neuem Coach an der Seitenlinie gegen den Gruppenrivalen Buffalo knapp.

Zum vierten Mal in seiner Karriere hat er es getan, der Gunslinger. Aaron Rodgers hat mal wieder eine Hail Mary in einen Touchdown verwandelt. Sein 52-Yard-Verzweiflungspass bei auslaufender Uhr zum Ende des zweiten Viertels fand Wide Receiver Alan Lazard (114 Passing Yards insgesamt) im dichten Gedränge in der Endzone der Bills. Mit dem Extrapunkt verkürzten die New York Jets zur Pause auf 17:20 und schöpften Hoffnung, dieses wichtige Duell in der AFC East noch drehen zu können.
Am Ende stand ein 20:23, das die Jets auf 2-4 und vorerst deutlich hinter die Bills (4-2) zurückfallen ließ. Sichtlich frustriert kommentierte der 40-jährige Rodgers die bittere Niederlage. "Es sind immer die Kleinigkeiten. Ich will diese Spiele gewinnen." Das Spiel der Jets sei vor allem in der Red Zone "furchtbar" gewesen, hinzu kamen zwei verschossene Field Goals. "Es ist enttäuschend", konstatierte Rodgers.
Nach der Trennung von Head Coach Robert Saleh waren die New Yorker mit Defensive Coordinator Jeff Ulbrich in der Hauptverantwortung in dieses Monday Night Game gegangen.
Zwar gelang ihnen in Hälfte zwei durch einen Schuss durch die Stangen noch der zwischenzeitliche Ausgleich, doch die Bills konterten ihrerseits mit einem Field Goal zum 23:20. Eine Rodgers-Interception 1:52 Minuten vor dem Ende entschied dieses Spiel schließlich.
"Wir haben einen Weg gefunden zu gewinnen. Wir sind etwas schlampig geworden in der zweiten Halbzeit", bilanzierte Bills-Spielmacher Josh Allen (19/25, 215 Passing Yards), der von einem "Teamsieg" sprach. "Wir haben uns gewehrt, ich bin stolz auf alle."
Für ihn war es das 100. NFL-Spiel, das er mit zwei Touchdown-Pässen krönte - im Gegensatz zu Rodgers fabrizierte Allen keine INT, lief vielmehr selbst im ersten Quarter mit einem kurzen Run zum 7:3 in die gegnerische Endzone.
Das AFC-Duell war geprägt von vielen Strafen, die für insgesamt 200 Yards an Feldverlust sorgten und in Rodgers' Augen "lächerlich" gewesen seien. "Dann können wir auch einen anderen Sport ausüben", klagte der Routinier, dem auch 294 Passing Yards (23/35) in diesem Spiel und zwei TD nicht zum Sieg verhelfen konnten.
aho
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