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Green Bay vor kurzer Woche
Das Positive vorneweg: Trotz lange schlechter Aussichten bei den New York Jets gewannen die Green Bay Packers ein enges Spiel in der Overtime. Das kostete dem Team um Quarterback Jordan Love jedoch zwei Profis vor dem direkt anstehenden nächsten Spiel.

Brenzlig war sie, die Aufgabe in East Rutherford/New Jersey. Sogar mehr als das. Denn nach holprigem Offense-Start von beiden Parteien samt verspielter 7:0-Führung nach kurzem Touchdown-Pass von Jordan Love auf Running Back MarShawn Lloyd - der Ersatz für den weiterhin fehlenden Laufspielanker Josh Jacobs - sollten die Green Bay Packers zu Beginn des vierten Viertels plötzlich 7:17 zurückliegen.
Das alles übrigens dank guter Defense-Leistung der Jets (ein Fumble von Ex-Packer Kingsley Enagbare erzielt sowie von Harrison Phillips erobert, dazu drei Sacks, drei Pass Deflections) und einer passablen Offense. Diese wurde von Rückkehrer Geno Smith (27/41 für 247 Yards und einen Touchdown bei keiner Interception) und zum Beispiel auch Wide Receiver Garrett Wilson (57 Yards, ein TD) getragen.
In den finalen Minuten und damit mitten in der Crunchtime schlug "The Pack" allerdings nochmals entscheidend zurück - mit selbst erzielten wie sehr wichtigen Stopps über Pass Rusher Luke van Ness und Co.
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Zudem fand Love, der wie schon vergangene Woche mit einer schwächelnden Offensive Line und einem zugleich wenig funktionalen Laufspiel zu hantieren hatte, seine Top-Anspielstation Christian Watson für einen dringend benötigten Touchdown zum 14:17-Anschluss, ehe Rookie-Kicker Trey Smack aus 34 Yards das 17:17 verbuchte. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit ging Matt LaFleur bei einem weiteren Drive derweil kein unnötiges Risiko ein und nahm damit die Verlängerung in Kauf.
In dieser generierte Green Bays Abwehr einen weiteren wichtigen Stopp in Form eines Jets-Punts, ehe die eigene Offense unter anderem mit einer Connection zwischen Love (16/29 am Ende für 145 Yards und zwei TDs) und Chris Brooks für 15 Yards zum Sieg ausholte. Eine Late-Hit-Strafe half dabei ebenfalls wie eine 14-Yard Reception von Zweitjahres-Receiver Matthew Golden, ehe Smack das alles entscheidende Field Goal aus recht simplen 26 Yards gelang.
Damit beendeten die Packers zugleich auch eine düstere Phase mit saisonübergreifend sechs (!) Niederlagen am Stück inklusive der bitteren Wild-Card-Pleite bei den Chicago Bears - eine solch lange Durststrecke hatte das stolze Team aus Wisconsin zuletzt 1990/91 mit gar sieben Niederlagen am Stück ausgehalten. Das nun wieder in eine erfolgreiche Bahn gelenkt zu haben bei diesem schwierigen, oftmals unschönen und erst in der Overtime auf den Weg gebrachten Spiel stimmte Head Coach Matt LaFleur stolz wie zuversichtlich.
"Wenn unsere Jungs so weiterkämpfen, gibt uns das hoffentlich etwas Schwung für die Zukunft", meinte der Trainer im Anschluss auf der Pressekonferenz. "Es war ein hart umkämpftes Spiel."
Und leider auch eines, das Green Bay zwei Starter gekostet haben dürfte - und das auch noch vor einer kurzen Woche mit dem ersten Heimspiel der Saison von Donnerstag auf Freitag (2.15 Uhr MESZ) zum Start von Week 3 gegen die Atlanta Falcons (3:34 gegen die Carolina Panthers an diesem Sonntag). Denn sowohl Receiver Jayden Reed (Nackenverletzung) als auch Right Tackle Zach Bako-Bewele brachen der Mannschaft schon früh im Spiel weg - Reed selbst spürte nach ersten Untersuchungen immerhin seine Extremitäten wieder, blieb aber für weitere Untersuchungen in New York und trat damit nicht mit den Kollegen die Heimreise an.
Beim O-Liner, den es am Knie erwischt hatte, vermutete Head Coach LaFleur direkt eine lange Pause: "Das sieht gar nicht gut aus. Ich denke, er wird uns sehr lange fehlen." Was die ohnehin nicht stabile Line vor Quarterback Love nur noch weiter unter Druck setzen dürfte - hier muss so oder so noch viel eingestellt werden. Auch weil sich weitere Spieler in diesem Bereich mit Problemen herumschlagen (Zehe bei Aaron Banks, Hand bei Donovan Jennings), sodass laut des Trainers intern sogar schon über Tight End Tucker Kraft als Tackle diskutiert wurde.