06.06.2026
Favoritenrolle untermauert
Das Topspiel der vierten EFA-Spielwoche fand im Stade Bauer zwischen den Paris Musketeers und den Munich Ravens statt. Beide Teams standen vor der Partie bei zwei Siegen aus zwei Spielen, doch nur eines von ihnen konnte diese makellose Bilanz verteidigen.

Die Gäste aus München eröffneten die Partie mit dem Ball, und diesmal konnte US-Amerikaner Bijon Harris den Kickoff Return nicht zum Touchdown zurücktragen, wie es ihm in den ersten beiden Spielen der Ravens gelungen war. Erstmals in dieser Saison musste Quarterback Russell Tabor also mit einer Null auf dem Scoreboard den ersten Drive der Münchener Offense anführen. Dieser verlief jedoch wenig erfolgreich, denn die Ravens mussten sich schnell wieder per Punt vom Ball trennen.
Doch auch die Musketeers rund um Quarterback Zach Edwards konnten ihren ersten Drive nicht in Punkte ummünzen, sodass Tabor und die Gäste erneut die Chance bekamen, die Führung zu übernehmen. Diesmal nutzten die Münchener diese Gelegenheit. Nach einem starken Drive, in dem vor allem Running Back Justin Rodney erneut seine Klasse unter Beweis stellte, fand Tabor seinen Receiver Malik Stanley mit einem Pass über die Mitte in der Endzone zum ersten Touchdown der Partie.
Die Defense der Ravens setzte anschließend das nächste Ausrufezeichen. Defensive Back Bijon Harris las einen Pass von Edwards perfekt, sprang in die Route und sicherte die Interception, wodurch die Offense schnell wieder in Ballbesitz kam. Danach bestimmten jedoch die Defensivreihen das Geschehen. Beide Offenses fanden kaum Raumgewinn, sodass sich die Partie zunehmend zu einem Special-Teams-Duell entwickelte und mehrere Punts die Seiten wechselten. Einer davon misslang den Ravens schließlich entscheidend: Die Musketeers blockten den Punt, und der freie Ball landete in der Endzone, wo ihn die Gastgeber zum umjubelten 7:7-Ausgleich sichern konnten.
Danach dominierten weiterhin die Defensivreihen das Geschehen, ehe sich die Ravens kurz vor der Halbzeit noch einmal in aussichtsreicher Position wiederfanden. Wenige Sekunden vor Ablauf der Uhr standen die Münchener bereits an der 10-Yard-Linie der Musketeers. Kicker Daniel Schweiger behielt die Nerven und verwandelte das kurze Field Goal zur 10:7-Halbzeitführung.
Das bis dato extrem ausgeglichene Spiel begann direkt mit einer Schlüsselszene in der zweiten Hälfte. Ravens-Defensive-Lineman Johannes Zirngibl forcierte mit seinem Pass Rush einen Fumble von Edwards, und die Münchener Defense sicherte den freien Ball zum Turnover. Kapital schlagen konnten die Gäste daraus zunächst jedoch nicht. Bei einem 4th & 12 blieb die Offense auf dem Feld, doch der tiefe Pass von Tabor auf Stanley war zu hoch. Turnover on Downs.
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Nach einem weiteren Punt der Musketeers sorgte Justus Seelig mit einem Big Play für eine deutlich bessere Ausgangsposition und brachte die Ravens bis in die Redzone. Dort hatten die Münchener zunächst Glück, dass ein missglückter Handoff nicht in einem weiteren Ballverlust endete. Wenig später war es jedoch erneut Stanley, der nach einem Rollout von seinem Quarterback nach rechts den Ball in der Endzone sicherte und die Ravens mit 17:7 in Führung brachte.
Die Pariser fanden offensiv weiter keine Antworten. Stattdessen schlug die Defense der Ravens erneut zu. Defensive Back Tony Anderson setzte einen harten Hit gegen den Ballträger der Musketeers und forcierte damit den nächsten Fumble der Gastgeber. Die Münchener ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen. Tabor ging erneut tief und fand abermals Stanley in der Endzone. Das US-amerikanische Quarterback-Receiver-Duo sorgte damit bereits zum dritten Mal an diesem Abend für einen Touchdown. Nach einer erfolgreichen Two Point Conversion stand plötzlich eine komfortable 25:7-Führung der Ravens auf dem Scoreboard.
Die offensiven Probleme der Musketeers setzten sich jedoch weiter fort. Zwar konnte Edwards mit seiner Athletik mehrere Verteidiger abschütteln und den Spielzug lange am Leben halten, doch am Ende blieb ihm nur ein Verzweiflungswurf über die Mitte des Feldes. Dort lauerte Nitzlnader, der den Ball zur nächsten Interception der Ravens abfangen konnte. Die Gäste nutzten den erneuten Turnover eiskalt aus. Seelig sorgte diesmal als Receiver mit einem weiteren Big Play für großen Raumgewinn und brachte die Münchener tief in die Redzone. Wenig später lief sich Tight End Fabian Rolfes frei, und Tabor fand ihn mit einem präzisen Pass zum nächsten Touchdown der Ravens.
Wenig später bot sich den Zuschauern in Paris ein vertrautes Bild: Erneut warf Edwards eine Interception, erneut war es Nitzlnader, der den Pass abfangen konnte, und erneut sorgte die Ravens-Defense damit für einen Turnover. Wie schon zuvor nutzten die Münchener den Ballgewinn ohne zu zögern aus. Running Back Rodney lief den Ball in der Redzone praktisch unberührt in die Endzone und erhöhte auf 38:7. Kurz vor dem Ende der Partie sorgte Schweiger mit einem erfolgreichen Field Goal schließlich für die letzten Punkte des Abends und den 41:7-Endstand.
Damit bleiben die Ravens weiterhin ungeschlagen und untermauerten eindrucksvoll ihren Status als einer der Topfavoriten der ersten EFA-Saison. Die Musketeers mussten hingegen akzeptieren, dass ihnen die Partie in der zweiten Halbzeit komplett entglitten war und sie ihre erste Saisonniederlage hinnehmen mussten.