29.11.2025
Buh-Rufe hallen durch Philly
Die Chicago Bears haben das Black-Friday-Spiel bei den Philadelphia Eagles mit 24:15 gewonnen. In einem extrem umkämpften Spiel kontrollierte Chicago mit seinem Laufspiel die Uhr, nutzte zwei Turnover und zog im Schlussviertel entscheidend davon, während die Eagles-Offense lange kaum ihren Rhythmus fand.

Chicago startete vielversprechend und brachte den Ball direkt in die Hälfte der Eagles, ließ aber früh eine große Chance liegen: Bei Fourth-and-1 an der Philadelphia-25 wurde Running Back Kyle Monangai zunächst ein First Down gegeben, doch nach Challenge von Eagles-Coach Nick Sirianni wurde der Spot korrigiert - Turnover on Downs. Die Eagles übernahmen an der eigenen 25, mussten jedoch fast umgehend punten und konnten den Swing nicht nutzen.
Nach dem erfolglosen Eagles-Drive arbeitete sich Chicago dann über einen 11-Play-Drive in die Endzone: D’Andre Swift, der zuvor schon mit einem 23-Yard-Lauf in Erscheinung getreten war, vollendete per 3-Yard-Rushing-Touchdown zum 7:0 für die Bears.
Im zweiten Viertel kam Philadelphia immerhin auf das Scoreboard, als Jake Elliott ein Field Goal aus 44 Yards zum 3:7 aus Eagles-Sicht verwandelte. Chicago antwortete jedoch sofort: Cairo Santos stellte mit einem Field Goal aus 30 Yards wieder auf zwei Scores Abstand - 10:3 bei noch ca. 7 Minuten im zweiten Viertel.
Danach blieb es bis zur Pause punktlos, weil beide Teams punten mussten, wobei die Eagles-Defense zumindest einmal ein Zeichen setzte: Jalen Carter sackte Williams bei Third-and-10 und half so, den Bears-Drive zu stoppen. Chicago führte zur Pause auch bei den erzielten First Downs deutlich mit 16:2, wodurch das Ergebnis aus Eagles-Sicht trotz des nur knappen Rückstands sehr schmeichelhaft wirkte.
Nach der Halbzeit punteten beide Teams zunächst, ehe Hurts mit einem anspruchsvollen, tiefen Wurf nur Bears-Safety Kevin Byard fand, der zur Interception abfing. Chicagos Offense startete dadurch auf Höhe der Mittellinie, konnte den Ballbesitz aber nicht nutzen und ging diesmal ohne Punkte vom Feld. Philadelphia profitierte im Gegenzug von einer Roughing-the-Passer-Strafe, Hurts lief danach selbst für 23 Yards und fand im nächsten Spielzug A.J. Brown für einen 33-Yard-Touchdown.
Weil der Extrapunkt misslang, verkürzten die Eagles jedoch nur auf 9:10. Der kurze Momentum-Swing hielt nicht lange an, denn Williams wurde drei Spielzüge später von Jalyx Hunt abgefangen. Doch als die Eagles nach dem Turnover an der 13 Yard-Linie der Bears per Tush Push einen kurzen Versuch in ein neues First Down umwandeln wollten, forcierte Cornerback Nahshon Wright einen Fumble gegen Hurts und sicherte den Ball für Chicago - ein Wendepunkt in diesem Spiel.
mhh

Denn die Bears schlugen aus dem Fehler sofort Kapital. Ein 87-Yard-Drive, in dem Chicago 79 Rushing Yards sammelte, endete mit einem 4-Yard-Rushing-Touchdown von Kyle Monangai zum 17:9. Philadelphia musste anschließend sofort punten, und Chicago legte nach: Williams fand Tight End Cole Kmet sehenswert für einen 28-Yard-Touchdown und baute die Führung auf 24:9 aus. Spätestens jetzt begleiteten laute Buhrufe von den Rängen die Partie.
Philadelphia verkürzte zwar noch in einem langen Drive, als Hurts erneut Brown für einen 4-Yard-Touchdown bediente, doch die Two-Point-Conversion misslang - 15:24 bei nur 3:10 Minuten Restzeit. Ein Onside-Kick scheiterte, zwar kassierte Chicago noch ein Turnover on Downs und die Eagles-Offense kam nochmal aufs Feld, doch auch ihr letzter Versuch endete ohne Punkte mit einem verfehlten 52-Yard-Field-Goal, bevor Williams den Sieg abknien konnte.
Caleb Williams kam auf 17 von 36 erfolgreiche Pässe für 154 Yards, einen Touchdown und eine Interception. Jalen Hurts verbuchte 19 von 34 angekommene Pässe für 230 Yards und zwei Touchdowns, leistete sich aber auch eine Interception sowie einen verlorenen Fumble.