05.10.2025
Eagles-Offense eine Halbzeit gut
Die Philadelphia Eagles starteten gut in die Partie gegen die Denver Broncos, besonders die Passing Offense lief rund. Doch nach dem 17:3 für die Eagles zu Beginn des dritten Viertels offenbarte der Super-Bowl-Champion wieder alte Probleme. Das wussten die Broncos zu nutzen, um in Führung zu gehen. Eine nicht gegebene Pass-Interference-Strafe am Ende sorgte derweil für Unverständnis.

Mit viel Spannung war das Auftreten der Philadelphia Eagles erwartet worden, denn die Diskussionen um die geringen Targets für A.J. Brown gepaart mit dessen kryptischen Post waren eines der beherrschenden Themen der Woche. Eine Änderung war sofort erkennbar: Im ersten Drive gab es drei Pässe, allerdings kam nur einer an, sodass direkt gepuntet werden musste.
Auf der anderen Seite kamen auch die Broncos erst im zweiten Drive richtig ins Spiel. Allerdings hatten sie etwas Glück, dass, nachdem Cooper DeJean den Ball aus der Hand des werfenden Bo Nix geschlagen hatte, die Schiedsrichter nach dem Videobeweis auf einen Incompleted Pass und nicht auf Fumble entschieden. So war es Will Lutz, der aus 55 Yards Entfernung auf 3:0 stellte.
Auf der anderen Seite ging es bei den Eagles so weiter, wie zu Beginn: Das Passing Game stand im Fokus. Brown fing einen Pass für acht Yards, DeVonta Smith einen für neun und Grant Calcaterra erzielte mit zwei Catches 18 Yards Raumgewinn. Für den Touchdown reichte es trotz aussichtsreicher Feldposition nicht, sodass Kicker Jake Elliott aus 33 Yards Entfernung zum Ausgleich traf.
Nachdem die Broncos wieder punten mussten, gelang den Eagles das längste Pass Play ihrer Saison: Hurts suchte Smith, dem trotz guter Deckung ein 52-Yard-Catch gelang. Nach einer Pass-Interference-Strafe gegen Patrick Surtain II kurz vor der Goalline war es Dallas Goedert, der Mitte des zweiten Viertels den ersten Touchdown des Tages fing.
Doch danach waren es die Defensiven, die das Spiel bis zur Halbzeit kontrollierten. Besonders die Eagles übten viel Druck auf die Gäste auf, sodass die Broncos kaum Raumgewinn erzielen konnten. Lediglich 115 Yards standen nach zwei Vierteln zu Buche, keiner der sechs Drives war länger als 29 Yards. Da aber auch die Denver-Defense ihre Hausaufgaben erledigten, ging es mit 10:3 für Philadelphia, die ihrerseits auf 179 Yards kamen, in die Pause.
Nach der Pause kam es für die Gäste noch dicker: Erst bediente Hurts Smith, der am Ende auf acht Catches für 114 Yards kam, für 21 Yards Raumgewinn, dann war es Saquon Barkley, der nach einem Pass seines Quarterbacks einen 47-Yard-Touchdown erzielte. Diese Big Plays fehlten den Broncos derweil weiter. Zwar gelang Nix der bis dato beste Drive des Tages, doch aufgrund einer Intentional-Grounding-Strafe stand sein Team plötzlich bei 3th&21, woraus ihnen kein neues First Down gelang.
Immerhin war auf die Defense der Broncos Verlass, Nik Bonitto gelang Ende des dritten Viertels ein Sack und forcierte damit den zweiten Eagles-Punt der zweiten Halbzeit. Dann konnte auch die Teamkollegen offensiv endlich mal überzeugen: Fast jedes Play in dem Drive sorgte für Raumgewinn. Der verdiente Lohn war der Touchdown Run von J.K. Dobbins, der die verbleibenden zwei Yards zurücklegte.
Das Momentum kippte nun endgültig: Brett Toth kassierte eine Holding-Strafe und Ja'Quan McMillian sorgte für den fünften Sack der Broncos. Auch die Offense war nicht aufzuhalten. Trotz einer Holding-Strafe gegen Patrick Bryant convertete Nix mit einem Pass auf Courtland Sutton ein 3rd&15 zu einem neuen First Down. Sein nächster Pass fand Evan Engram, der für einen 11-Yard-Touchdown sorgte. Doch die Broncos gingen aufs Ganze: Sie spielten die Two Point Conversion aus, Bo Nix bediente Troy Franklin zum 18:17 für die Broncos.
Bei den Eagles setzte sich das Bild der Vorwochen fort, dass die Offense eine Halbzeit lang komplett abgemeldet war: In den vier Drives nach dem Touchdown gelangen ihnen nur ein First Down und mickrige 27 Yards. So bekamen die Broncos die Chance, die Partie zu entscheiden. Nachdem eine kontroverse Intentional-Grounding-Strafe gegen Nix, der 24 seiner 39 Pässe für 242 Yards und ein Touchdown anbrachte, aufgehoben wurde, erlaubte sich Eagles-Linebacker Zach Baun einen Aussetzer: Er setzte gegen den am Boden liegenden RJ Harvey zum Tackle an und kam derart zu spät, dass er für Unnecessary Roughness bestraft wurde.
Immerhin machte Baun seinen Fehler wieder gut und erhielt mit seinem Sack gegen den Broncos-Quarterback die Sieghoffnung am Leben. Denver musste nämlich das Field Goal nehmen, Lutz traf aus 36 Yards Entfernung zum 21:17. Hurts kassierte dann zwar einen Sack von Bonitto, doch brachte sein Team tief in die gegnerische Hälfte.
Kurz vor Schluss sorgte die Situation zwischen Dallas Goedert und JL Skinner für Furore: Die Eagles wollten unbedingt eine Pass-Interference-Strafe, doch die Flaggen der Schiedsrichter blieben stecken - sehr zum Unverständnis der heimischen Fans und dem Team. So gab es nur noch einen tiefen Pass von Hurts, der auf 23/38 für 280 Yards und zwei Touchdowns kam, in die Endzone, der jedoch keinen Abnehmer fand.