11.10.2026
Defense überzeugt erneut
Die Pittsburgh Steelers haben ein hartnäckiges Indianapolis abgeschüttelt und sich vor heimischem Publikum mit 34:22 durchgesetzt. Die Colts hielten die Partie bis tief ins vierte Viertel offen, fanden offensiv jedoch zu selten den Weg in die Endzone.

Während Indianapolis immer wieder auf Kicker Spencer Shrader angewiesen war, produzierten die Steelers die entscheidenden Big Plays. Allen voran Jaylen Warren wurde zum Unterschiedsspieler: Der Running Back knackte sowohl am Boden als auch durch die Luft die Colts-Defense und legte damit den Grundstein für Pittsburghs Erfolg.
Indianapolis erwischte zunächst den besseren Start. Ein Field Goal aus 57 Yards von Spencer Shrader brachte die Colts mit 3:0 in Führung. Doch gerade einmal zwölf Sekunden Spielzeit später schlug Pittsburgh zurück.
Aaron Rodgers fand Jaylen Warren für einen 80-Yard-Touchdown. Mit nur einem einzigen Play drehten die Steelers die Partie und machten früh deutlich, wie gefährlich ihre Offense mit dem Ball in der Hand werden konnte.
Die Colts ließen sich davon zunächst nicht beeindrucken. Shrader verwandelte auch aus 56 Yards und verkürzte auf 6:7. Doch während Indianapolis Punkte mühsam zusammensammelte, fand Pittsburgh anschließend erneut die Endzone. Ein langer Drive über 80 Yards endete mit einem 1-Yard-Touchdown-Pass von Rodgers auf Pat Freiermuth.
Indianapolis fand im zweiten Viertel schließlich ebenfalls erstmals den Weg in die Endzone. Nach einem Drive über 71 Yards vollendete Tight End Tyler Warren mit einem 1-Yard-Lauf zum 13:14.
Die Colts waren wieder vollständig im Spiel. Pittsburgh reagierte vor der Pause zumindest noch mit Punkten. Chris Boswell verwandelte 21 Sekunden vor der Halbzeit ein Field Goal aus 48 Yards und sorgte für die 17:13-Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Indianapolis hartnäckig. Shrader brachte die Colts mit seinem dritten Field Goal auf 16:17 heran. Wieder fehlte nur ein Punkt zur Führung. Doch erneut benötigten die Steelers nur wenige Minuten für die passende Antwort.
Dieses Mal brauchte Jaylen Warren keinen Pass von Rodgers. Der Running Back fand eine Lücke und trug den Ball über 50 Yards bis in die Endzone. Statt einer möglichen Colts-Führung stand es plötzlich 24:16 für Pittsburgh.
nkr
Es war das zweite explosive Play Warrens und sinnbildlich für den Unterschied zwischen beiden Offenses. Warren beendete die Partie mit 101 Rushing Yards bei 15 Läufen und weiteren 87 Yards bei sechs Receptions. Damit kam er auf insgesamt 188 Yards from Scrimmage und zwei Touchdowns.
Indianapolis arbeitete sich dagegen weiter mühsam heran. Shrader traf zunächst aus 40 Yards und zu Beginn des vierten Viertels aus 28 Yards. Nach fünf erfolgreichen Field Goals des Colts-Kickers stand es plötzlich nur noch 24:22.
Indianapolis war wieder bis auf zwei Punkte herangekommen - ohne seit dem zweiten Viertel einen Touchdown erzielt zu haben.
Genau in dieser Phase benötigten die Steelers eine Antwort. Und Pittsburgh lieferte sie. Rodgers führte seine Offense über zehn Plays und 64 Yards über das Feld. Nach mehr als fünf Minuten nahm Pittsburgh nicht nur wertvolle Zeit von der Uhr, sondern beendete den Drive auch mit dem entscheidenden Touchdown.
Aus 17 Yards fand Rodgers erneut Freiermuth in der Endzone. Statt einer möglichen Colts-Wende führte Pittsburgh 6:35 Minuten vor Schluss wieder mit 31:22.
Boswell erhöhte wenig später mit einem 54-Yard-Field-Goal auf 34:22 und beseitigte die letzten Zweifel am Heimsieg.
Rodgers beendete den Abend mit 22 erfolgreichen Pässen bei 31 Versuchen für 235 Yards, drei Touchdowns und ohne Interception. Freiermuth fing fünf Pässe für 44 Yards und zwei Scores.
Die Colts bewegten den Ball durchaus über das Feld. Daniel Jones warf für 267 Yards und blieb ohne Interception, brachte allerdings nur 24 seiner 44 Passversuche an und warf keinen Touchdown.
Tyler Warren war mit sieben Receptions für 83 Yards der produktivste Passempfänger der Gäste. Doch insbesondere das Laufspiel konnte Indianapolis kaum entlasten.
Jonathan Taylor wurde bei 15 Läufen auf lediglich 45 Yards gehalten. Insgesamt kamen die Colts bei 24 Versuchen auf nur 66 Rushing Yards und durchschnittlich 2,8 Yards pro Lauf.
Damit fehlte Indianapolis genau jene Explosivität, die Warren auf der anderen Seite mehrfach demonstrierte.