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    National Football League

    National Football League 2026, Woche 3
    Pittsburgh Steelers
    PITPittsburghPittsburgh Steelers
    30
    :
    27
    14:7 / 3:10 / 7:3 / 6:7
    Cincinnati Bengals
    CINCincinnatiCincinnati Bengals

    vor 16 Stunden

    Drei Touchdowns von Oldie Rodgers

    Fataler Fumble: Bengals scheitern bei offensivstarken Steelers

    Die Pittsburgh Steelers stehen nach Week 3 wie die Cincinnati Bengals bei 2-1. Wer hätte das gedacht? Nicht allzu viele womöglich. Doch eine stark verbesserte Offense um Aaron Rodgers deutete ein erstes Mal das eigene Potenzial an, während die Defense den Rest besorgte.

    Joe Burrow
    Rannte mit den Bengals stets Rückständen hinterher - und verlor das Spiel selbst in der Crunchtime: Star-Quarterback Joe Burrow Sam Greene/The Enquirer / USA TODAY NETWORK via Im

    Was war nicht alles über die Steelers-Offense zuletzt geredet worden? Auch mit Recht: Denn obwohl mit dem neuen Head Coach Mike McCarthy ein für offensiven Football stehender Nachfolger von Mike Tomlin installiert worden war, haperte es in den ersten beiden Wochen (ein Sieg, eine Niederlage) gerade an der Touchdown-Produktion. Der größte Beweis dafür: Die weiterhin starke Defense um T. J. Watt hatte genau wie die andere Seite des Balles exakt einen Score verbucht.

    Zu wenig für alle Beteiligten, was Pittsburgh beim wichtigen Heimspiel und internen AFC-North-Duell mit den Cincinnati Bengals (2-0) direkt ins Gegenteil umkehrte. Angeführt von einem sichtlich motivierten Oldie Aaron Rodgers legten die Steelers mehr als ordentlich los - und führten nach einem 38-Yard-TD-Pass auf Roman Wilson gleich mal 7:0. Der folgende Ausgleichs-Drive von Cincy über Spielmacher Joe Burrow und Star-Receiver Ja'Marr Chase wurde zudem gekontert von "A-Rod" und Co. mit einem 23-Yard-Score mit Ben Skowronek.

    Kurzum: Die Fans in der "Steel City" konnten mehr als angetan sein - auch weil ihr Team zuvor 69-mal in Folge (!) ein erstes Quarter ohne einen einzigen Touchdown beendet hatte. Dieses Mal waren es direkt mal zwei. Verbunden mit dem Fakt, dass der 42-jährige Rodgers in seiner höchstwahrscheinlich letzten NFL-Saison selbst nach zwei Partien keine tiefen Zuspiele angebracht hatte - nun aber diese Kunststücke lieferte.

    Zwei große Patzer sorgen für den Ausgleich

    Der Steelers-Quarterback musste sich allerdings auch zweimal noch mächtig ärgern vor dem Gang in die Katakomben. Einerseits, weil ihm ein einfacher Pass kurz vor die Endzone auf den in dieser jungen Regular Season noch nicht groß in Erscheinung getretenen Top-Receiver DK Metcalf nicht gelang. Und andererseits, weil Mitspieler Wilson einen einfachen Wurf nicht zu fassen bekam.

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    Die Folge: eine bittere Interception kurz vor Ende des zweiten Quarters, die die Gäste aus Cincy zudem nach zwischenzeitlich zwei verwandelten Field Goals (eins für jedes Team) eiskalt zum 14:14 ausnutzten. Nach einem zackigen Drive (fünf Plays, 53 Yards) fand Star-Spielmacher Burrow 34 Sekunden vor der Pause Wide Receiver Tee Higgins für 28 Yards. Alles war somit offen bei diesem spannenden Spiel mit viel Offense-Football.

    Warren stolpert plötzlich

    Und genau in diesem Duktus sollte es weitergehen. Zwar "handelten" niemals aufsteckende Bengals zwischenzeitlich erste eigene Führungen durch ein 38-Yard-Field-Goal von Kicker Evan McPherson zum 20:17 sowie durch einen einfachen Touchdown-Pass von Burrow auf den durchgebrochenen Tight End Mike Gesicki (25 Yards zum 27:24) heraus.

    Gefühlt gaben aber weiterhin die Hausherren im bestens besuchten Acrisure Stadium den Ton an - und rissen die Terrible Towels wedelnden Fans so immer wieder von den Sitzen. Nach der Pause angefangen auch damit, dass Rodgers den Drive zur eigenen 24:20-Führung (elf Plays für 74 Yards) damit beendete, endlich einen Touchdown für Metcalf aufzulegen. Nach viel Kritik in den ersten Wochen für den bulligen Receiver, der reihenweise Bälle hatte fallen lassen ("Butterfingers"), eine Art Erlösung. Dementsprechend fiel sein Jubel aus.

    Aaron Rodgers unter Bedrängnis.
    Lieferte mit fast 300 Yards und drei Touchdowns ab - wurde aber auch stark in die Mangel genommen: Aaron Rodgers Sam Greene/The Enquirer / USA TODAY NETWORK via Im

    Warum es nach dem 24:27-Rückstand durch den einfachen Wurf von Burrow (am Ende bei 28/37 Pässen für 282 Yards und drei Touchdowns) dennoch extrem spannend blieb? Weil Oldie "A-Rod" (19/34 für 292 Yards und drei Scores bei einer Interception) seine beiden finalen Drives nicht mit dem vierten Touchdown des Tages krönen konnte. Vielmehr stolperte Running Back Jaylen Warren (17 Carries für 127 Yards), der in dieser Week 3 auch das Laufspiel in der "Steel City" wieder ordentlich ankurbelte, zwischenzeitlich auf dem Weg in die Endzone plötzlich.

    Burrow will am Ende zu viel

    So sprangen nur noch zwei Field Goals (36 und 33 Yards) durch den zuverlässigen Kicker Chris Boswell heraus - auch weil Bengels-Defense-Monster Dexter Lawrence (ehemals New York Giants) Rodgers einen Sack verpasste. Das reichte zwar zur 30:27-Führung, brachte aber eben mit wenigen Minuten auf der Uhr Cincy nochmals auf den Plan. Und Burrow mit Chase (98 Yards plus TD am Ende) machten sich nochmals mit der eigenen Offense auf den Weg.

    Als aber ein Field Goal in Richtung Overtime schon zum Greifen nah war, wollte Burrow nach kurzem Entkommen aus dem Pass Rush unbedingt noch mehr Raum gewinnen - und verlor den Ball mit leichtsinnig ausgefahrenem Arm fatalerweise nach einem Sack vom herbeifliegenden Defensive End Derrick Harmon. Kollege Sebastian Joseph-Day schnappte sich das "Ei" und besiegelte mit dem eroberten Fumble den Sieg der Steelers. Pittsburgh stellte damit auf 2-1 und tätigte mit diesem wichtigen Sieg gegen die Bengals (ebenfalls 2-1) eine Ansage in Richtung der Kritiker.

    Auch geschichtlich hatte die Partie noch eines in petto: Rodgers zog mit seinem 165. Regular-Season-Sieg in seinen 22 NFL-Jahren mit Steelers-Legende "Big Ben" Roethlisberger gleich - auf Platz 5 der ewigen Liste.

    mag