27.10.2025
Reunion unter Flutlicht
Beim mit Spannung erwarteten Wiedersehen zwischen Aaron Rodgers und seinen ehemaligen Green Bay Packers liefern die Gäste ein Statement ab: Jordan Love führt sein Team im Acrisure Stadium zu einem souveränen 35:25-Sieg über die Pittsburgh Steelers. Vor allem Tucker Kraft glänzt an "National Tight Ends Day" mit einer überragenden Performance.

Die Steelers gewannen den Münzwurf und entschieden sich, den Ball zunächst den Packers zu überlassen. Doch Green Bay kam nur schwer ins Spiel und musste nach wenigen Versuchen punten. Aaron Rodgers übernahm anschließend für Pittsburgh und fand früh seinen Rhythmus - ein langer Pass auf Roman Wilson brachte die Offense in Field-Goal-Position, Chris Boswell verwandelte den 56-Yard-Versuch sicher zur 3:0-Führung.
Im Gegenzug reagierte Jordan Love mit einem strukturierten Drive: Mehrere Pässe auf Romeo Doubs und Malik Heath brachten die Packers tief in die gegnerische Hälfte. Schließlich bediente Love Tucker Kraft, der mit einem 19-Yard-Catch-and-Run die ersten Punkte für Green Bay erzielte - 7:3 für die Packers.
Rodgers reagierte mit einem Big Play auf Wilson über 45 Yards, doch Green Bays Defense antwortete sofort: Rashan Gary sackte seinen ehemaligen Quarterback und stoppte den Angriff eindrucksvoll.
Im zweiten Viertel verlagerte sich das Momentum dann nach Pittsburgh. Boswell verkürzte zunächst mit einem 51-Yard-Kick auf 6:7, ehe die Packers-Offense ins Stocken geriet. Nach einem weiteren Field Goal aus 48 Yards gingen die Steelers mit 9:7 in Führung.
Kurz vor der Pause lief die Offense um Jaylen Warren heiß: Der Running Back erzielte mehrere First Downs, bevor Rodgers seinen neuen Star-Receiver DK Metcalf aus zwei Yards für den Touchdown fand - 16:7. Green Bay versuchte in den letzten Sekunden noch per Field Goal zu verkürzen, doch Brandon McManus vergab aus 44 Yards - der Rückstand zur Halbzeit betrug damit neun Punkte.
Nach der Pause meldeten sich die Packers eindrucksvoll zurück. Auf einen 59-Yard-Catch von Tucker Kraft folgte ein 9-Yard-Touchdown-Pass auf Savion Williams, der seinen ersten NFL-Score erzielte - nur noch 16:14.
Pittsburgh erhöhte zunächst zwar durch ein weiteres 56-Yard-Field Goal von Boswell auf 19:14, doch Green Bay blieb dran. Wieder war es Kraft, der mit einem langen Catch den Grundstein für den nächsten Angriff legte. Die Offense kam immer besser ins Rollen, während die Packers-Defense Rodgers zunehmend unter Druck setzte - allen voran Micah Parsons, der mehrfach blitzte und Rodgers zu schnellen Entscheidungen zwang.
mhh

Zu Beginn des letzten Viertels lief Josh Jacobs zum 4-Yard-Touchdown für die Packers, woraufhin ein Pass auf Doubs für eine erfolgreiche Two-Point-Conversion und die 22:19-Führung sorgte.
Der Spielverlauf drehte sich damit endgültig: Die Steelers wirkten angezählt, während Green Bay Selbstvertrauen tankte.
Kurz darauf fing Kraft einen Pass über die Mitte, brach mehrere Tackles und trug den Ball für 24 Yards in die Endzone - 29:19. Der Tight End knackte damit erstmals in seiner Karriere die 140-Yard-Marke.
Zwei Field Goals von McManus (28 und 25 Yards) bauten die Führung auf 35:19 aus. Die Steelers kämpften zwar weiter und Rodgers fand erneut Wilson in der Endzone, doch der Versuch zur Two-Point-Conversion misslang - 35:25. Der anschließende Onside-Kick landete sicher bei Green Bay, sodass die Uhr zum verdienten Sieg der Packers herunterlief.
Love zeigte in Rodgers’ Rückkehrspiel eine beeindruckende und reife Vorstellung. Er brachte 29 von 37 Pässen an, erzielte 360 Yards und drei Touchdowns - unter anderem mit einer Serie von 20 kompletten Pässen in Folge, womit er Brett Favres Franchise-Rekord einstellte. Kraft wurde derweil mit sieben Catches für 143 Yards und zwei Touchdowns zum Mann des Abends.
Rodgers erlebte dagegen einen schweren Abend gegen seine alte Mannschaft: Er vollendete 24 von 36 Pässen für 219 Yards und zwei Touchdowns, wurde jedoch dreimal gesackt und stand konstant unter Druck.