11.10.2025
Zum dritten Mal in Folge
In einem spektakulären Spiel gewinnen die Potsdam Royals den dritten Titel in Serie und schlagen die Dresden Monarchs mit 33:23.

Vor rund 22.000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion von Dynamo Dresden erlebte der German Football Bowl ein würdiges Finale: Die Potsdam Royals setzten sich in einem hochklassigen, dramatischen Spiel mit 33:23 gegen die Dresden Monarchs durch
Das Endspiel begann zunächst ruhig. Potsdam musste nach einem schnellen "Three and Out" punten, doch nur wenige Momente später nahm das Spiel Fahrt auf: Dresdens Receiver Tyler Hudson verlor nach einem harten Hit von Patrick Donahue den Ball, Fumble! Potsdam eroberte das Leder zurück und schlug sofort zu.
Quarterback Xeavier Bullock warf einen kurzen Screen auf Nathanael Stewart, der sich mit beeindruckender Geschwindigkeit über 73 Yards in die Endzone kämpfte. Nach einer erfolgreichen Two-Point-Conversion führten die Royals früh mit 8:0.
Potsdam übernahm zunehmend die Kontrolle, dominierte mit aggressivem Passspiel und viel Selbstvertrauen. Doch ein unglücklich abgefälschter Ball brachte die Monarchs zurück ins Spiel: Eine Interception an der eigenen 3-Yard-Linie stoppte den Royals-Lauf - und Dresden nutzte die Gelegenheit eiskalt.
Quarterback Justin Miller fand Aaron Perez in der Endzone zum Touchdown. Wieder war Perez zur Stelle und fing auch die anschließende Two-Point-Conversion - 8:8.
Doch die Royals blieben mutig. Bei einem Fake Punt im vierten Versuch überraschten sie die Monarchs und hielten den Drive am Leben. Kurz darauf vollendete Heiko Bals den Angriff mit einem Touchdown, erneut folgte eine erfolgreiche Conversion - 16:8. Dresden antwortete sofort. Rudi Frey fing den nächsten Touchdown, und auch die Two-Point-Conversion saß: 16:16 - ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe.
Kurz vor der Pause folgte ein Highlight-Moment: Mit nur wenigen Sekunden auf der Uhr täuschte Justin Miller einen Spike an - Potsdam rechnete mit einem Stopp der Uhr -, doch stattdessen warf er tief auf Tyler Hudson, der sich für den Touchdown bedankte. Der Extrapunkt saß, Dresden ging mit einer 23:16-Führung in die Kabine.
Nach der Pause geriet das Spiel zunächst ins Stocken. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, Potsdam stoppte Dresdens ersten Drive und brachte selbst kaum Rhythmus in den Angriff.
nkr
Dresden hatte kurz darauf die Chance zu erhöhen, doch ein vierter Versuch an der Royals-Endzone blieb ungenutzt - der Pass war unvollständig, Turnover on Downs.
Dann wurde es turbulent: Ein Pass von Bullock wurde von seinem Receiver abgefälscht, prallte in die Luft - und Emanuel Bakare fing den Ball schließlich spektakulär zum Touchdown- 23:23.
In der Schlussphase bewiesen die Royals Nerven aus Stahl. Beim vierten Versuch und zwölf Yards setzte Bullock alles auf eine Karte - und fand Milan Spiller über 33 Yards in der Endzone. Potsdam führte wieder.
Für die Monarchs wurde es nun bitter: Quarterback Justin Miller verletzte sich an der Seitenlinie und konnte nicht weiterspielen. Backup Clifton McDowell übernahm, verlor jedoch im nächsten Drive den Ball - Fumble! Potsdam eroberte erneut den Ball und verwandelte anschließend ein Field Goal aus 37 Yards zum 33:23.
Die Defensive der Royals brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und machte damit den Titelgewinn perfekt.