27.09.2025
GFL Halbfinale
Es war ein historischer Moment: Zum ersten Mal seit fast 25 Jahren standen die Munich Cowboys wieder in einem Halbfinale der ERIMA GFL. Doch beim zweifachen Champion Potsdam Royals wurden die Grenzen schonungslos aufgezeigt. Mit einer haushohen Niederlage endete der Traum vom Finale krachend.

Die Gäste aus München eröffneten das Spiel in der Offense, mussten jedoch sofort punten, nachdem Quarterback Zachary Whitehead gleich beim ersten Drive gesackt wurde. Potsdam antwortete mit Quarterback Xeavier Bullock, der die Woche über krankheitsbedingt nicht trainieren konnte. Nach einem starken Drive trug Running Back Heiko Bals den Ball aus kurzer Distanz in die Endzone. Die Two Point Conversion misslang jedoch - 6:0-Führung Potsdam.
Im zweiten Drive wurde Whitehead erneut von Ethan Hurst gesackt. Beim folgenden Punt missglückte der Snap, der Kick wurde geblockt und die Royals konnten den freien Ball in der Endzone zum Touchdown sichern. Diesmal saß auch die Two Point Conversion. Doch der rabenschwarze Tag der Cowboys setzte sich direkt fort: Whitehead warf im nächsten Drive eine Interception auf Fabrizio Umetelli, der Potsdam sofort wieder in gute Feldposition brachte. Erneut war es Heiko Bals, der den Ball aus kurzer Distanz in die Endzone trug. Mit noch vier Minuten auf der Uhr im ersten Viertel führten die Royals bereits mit 20:0.
Doch das Sack-Festival ging weiter: Diesmal war es Joshua Shodipo, der Whitehead zu Boden brachte. Wieder musste München punten - und wieder antwortete Potsdam prompt mit einem Touchdown. Emanuel Bakare brach dabei einen Tackle und lief unaufhaltsam in die Endzone. Mit einer erfolgreichen Two Point Conversion erhöhten die Royals auf 28:0 - und das noch immer im ersten Viertel.
Die Münchener Offensive tat sich weiter schwer und musste erneut punten - ein First Down ist ihnen bisher noch nicht gelungen. Auch die Defense fand nach wie vor keinen Zugriff: Den dritten Touchdown von Heiko Bals konnten sie nicht verhindern. Danach folgte ein weiterer Punt der Münchener, der erneut nicht kontrolliert werden konnte und von den Royals wieder in der Endzone recovert wurde.
Kurz vor der Two Minute Warning fand auch Malik Flowers für die Royals die Endzone. Direkt danach gelang Whitehead mit einem Pass auf Gabriel Boccella immerhin das erste First Down für München. Dann ging es in die Halbzeitpause - Spielstand: 52:0 für Potsdam.
Direkt nach der Halbzeit machten die Royals dort weiter, wo sie aufgehört hatten: Ein tiefer Pass auf Bakare brachte den nächsten Touchdown, ehe Defensive Back Shodipo mit einem Pick Six die Führung weiter ausbaute. Mit 66:0 ging es ins vierte Quarter. Dort konnte Moritz Kulenovic seinen ersten Touchdown der Saison nach einem tiefen Pass erzielen.
val
Kurz vor Ende des Spiels kamen auch die Cowboys zu ihren ersten Punkten: Rund zwei Minuten vor Schluss lief Mustafa Othman-Khaldun den Ball in die Endzone - der Extrapunkt wurde allerdings geblockt. Danach fielen keine weiteren Punkte, das Spiel endete 74:6. Damit ziehen die Royals auf dominante Weise zum vierten Mal in Folge ins Finale ein.