24.09.2023
Im rein deutschen Finale
Rhein Fire ist erstmals Champion der European League of Football. Das Team aus Düsseldorf setzte sich im deutschen Finale gegen Stuttgart Surge durch.

Mit dem Erfolg am Sonntagnachmittag machte das in Düsseldorf ansässige Team eine perfekte Saison komplett. Alle Spiele in der Regular Season hatte Rhein Fire gewonnen, auch in den Play-offs konnte die Rheinländer kein Gegner bezwingen.
Das Finale gegen Stuttgart gewann die ungeschlagene Football-Truppe in einem von der Offensive geprägten Endspiel mit 53:34. Es ist der erste ELF-Titel für das Franchise, das erst im Vorjahr der ELF beigetreten war. Bei der Premierenausgabe 2021 hatte Frankfurt Galaxy triumphiert, 2022 hatten die Vienna Vikings gewonnen.
Beim Finale am Sonntag konnte Rhein Fire auf den Heimvorteil zählen. Das Spiel fand in der ausverkauften Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg statt - dort trägt Rhein Fire normalerweise die Heimspiele aus. Nach spannenden drei Vierteln vor 31.500 Fans zog Rhein Fire um Quarterback Jadrian Clark, wertvollster Spieler (MVP) der Saison, im Schlussabschnitt davon. Running Back Glen Toonga sorgte mit seinem Touchdown zum 45:28 gut fünf Minuten vor dem Spielende für die Vorentscheidung. Stuttgart konnte nicht mehr für Spannung sorgen.
"Die Rhein-Fire-Fans, die ganze Rhein-Fire-Familie ist toll", sagte Trainer Jim Tomsula nach dem großen Erfolg bei "ProSieben" und lobte seine Schützlinge: "Die Kids haben sehr hart gespielt." Tomsula ist eines der bekanntesten Gesichter der ELF, der 55-Jährige war 2015 Head Coach der San Francisco 49er in der NFL.
Rhein Fire hatte bereits 1998 und 2000 an der Football-Spitze Europas gestanden. Die Düsseldorfer hatten 1998 und 2000 in der später aufgelösten NFL Europe triumphiert. Das damalige Rhein-Fire-Team bestand bis 2007, das jetzige ELF-Team hat rein rechtlich nichts mit der ehemaligen Franchise zu tun, allerdings die Namensrechte bekommen.
mib, SID