18.07.2026
Vikings dominieren weiter
Im Spitzenspiel der AFLE trafen in Week 9 Rhein Fire und die Vienna Vikings aufeinander. Das erste Duell der beiden Topteams hatte Wien in Week 3 vor heimischem Publikum mit 24:10 für sich entschieden. Für Rhein Fire bot sich nun vor den eigenen Fans in Duisburg die Chance, Revanche zu nehmen und im Kampf um die Tabellenspitze ein Ausrufezeichen zu setzen.

Der neunte Spieltag der AFLE hielt das mit Spannung erwartete Rückspiel zwischen den beiden Topteams Rhein Fire und den Vienna Vikings bereit. Während die Vikings mit einer makellosen Bilanz von 7-0 ungeschlagen an der Tabellenspitze standen, ging Rhein Fire mit einem Record von 5-1 in die Partie. Die bislang einzige Niederlage der Saison hatten die Duisburger ausgerechnet im Hinspiel gegen Wien kassiert - vor heimischem Publikum bot sich nun die Chance auf Revanche.
Rhein Fire eröffnete die Partie mit dem ersten Drive, musste jedoch direkt einen Rückschlag hinnehmen. Running Back Jonathan Scott verlor den Ball und produzierte einen Fumble. Die Vienna Vikings konnten aus dem Ballgewinn allerdings kein Kapital schlagen, da Kicker Dennis Tasic den anschließenden Field-Goal-Versuch vergab. Auch Rhein Fire ließ wenig später die Chance auf die ersten Punkte liegen, als Sebastian van Santen ein Field Goal verfehlte. So blieb die Partie bis zum Ende des ersten Viertels punktlos.
Im zweiten Quarter wurde es dann kurios. Vikings-Quarterback Ben Holmes wollte Yannick Mayr bedienen, doch Defensive Lineman Diego Paz fing den Pass ab und trug ihn zum Pick Six in die Endzone zurück. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Holmes fand wenig später Mayr mit einem Pass kurz vor der Endzone zum Touchdown. Der Extrapunkt misslang, sodass Fire mit 7:6 in Führung blieb. Kurz vor der Two Minute Warning brachte Holmes die Vikings mit einem Lauf aus kurzer Distanz erstmals in Front und stellte auf 12:7.
Rhein-Fire-Quarterback Kenji Bahar führte sein Team vor der Halbzeit noch einmal bis tief in die gegnerische Hälfte, doch sein Pass in die Endzone wurde von Defensive Back Benjamin Straight abgefangen. Was folgte, war einer der kuriosesten Spielzüge des Tages: Nach der Interception in der Endzone lief Straight zunächst mit dem Ball aus der Endzone heraus, drehte dann jedoch wieder um und wurde schließlich in seiner eigenen Endzone zu Boden gebracht. Da der Ball nach Verlassen wieder freiwillig in die Endzone zurückgetragen wurde, entschieden die Schiedsrichter folgerichtig auf Safety. So verkürzte Rhein Fire noch vor der Pause auf 9:12 - gleichzeitig der Halbzeitstand.
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Die zweite Halbzeit begann ganz nach dem Geschmack der Vienna Vikings. Die Gäste marschierten mit ihrem ersten Drive über 75 Yards in nur sieben Spielzügen über das Feld, ehe Tight End Bernhard Seikovits den Drive mit einem Touchdown Catch krönte. Rhein Fire fand offensiv zunächst keine Antwort. Stattdessen legten die Vikings nach: Kicker Tasic verwandelte wenig später ein Field Goal und baute die Führung der Österreicher auf 22:9 aus.
Dann meldete sich Rhein Fire eindrucksvoll zurück - allen voran Wide Receiver Harlan Kwofie. Zunächst fing er einen tiefen Pass von Bahar und brachte die Gastgeber damit bis kurz vor die Endzone. Wenige Spielzüge später vollendete Kwofie den Drive selbst, indem er einen kurzen Pass fing und sich zum Touchdown in die Endzone kämpfte. Die Antwort der Vienna Vikings ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Die Gäste marschierten erneut souverän über das Feld, ehe Running Back Karri Pajarinen den Drive mit einem Touchdown-Lauf über vier Yards abschloss und die Führung der Österreicher auf 28:16 ausbaute.
Rhein Fire suchte anschließend die schnelle Antwort - und setzte direkt zum Big Play an. Bahar schickte Kaylon Geiger mit einem tiefen Pass auf die Reise, den der Receiver völlig frei in der Endzone fing. Doch der Jubel verstummte schnell: Eine Offense-Strafe nahm den vermeintlichen Touchdown wieder vom Scoreboard. Nur wenig später schien Geiger erneut für die Wende zu sorgen. Wieder trug er den Ball in die Endzone und erneut explodierte das Stadion. Doch auch dieses Mal hielt die Freude nicht lange an. Nach einem Video Review nahmen die Schiedsrichter den Touchdown zurück und entschieden stattdessen auf Fumble. Beim Versuch, den Ball über die Goalline zu strecken, hatte Geiger die Kontrolle kurz vor der Endzone verloren. Aus dem vermeintlichen Touchdown wurde damit ein Turnover - und Rhein Fire stand trotz zweier jubelnder Momente weiterhin ohne Punkte da.
Mit knapp vier Minuten Restspielzeit erhielt Rhein Fire nach einem Punt noch einmal den Ball, doch die Gastgeber konnten daraus kein Kapital mehr schlagen. So brachten die Vienna Vikings ihren Vorsprung souverän über die Zeit, gewannen auch das Rückspiel gegen Rhein Fire mit 28:16 und blieben damit weiterhin ungeschlagen.