12.10.2026
Seahawks geschlagen
Die San Francisco 49ers mussten in Seattle gleich zweimal beweisen, dass sie mit Rückschlägen umgehen können. Erst verspielten sie eine 21:13-Halbzeitführung, dann sahen sie sich nach einem starken dritten Viertel der Seahawks plötzlich mit einem 21:26-Rückstand konfrontiert. Doch im entscheidenden Moment schlug San Francisco zurück.

Brock Purdy führte seine Offense im Schlussviertel über das Feld, Brandin Cooks brachte die 49ers mit seinem Touchdown zurück in Führung und Eddy Pineiro erhöhte knapp zwei Minuten vor dem Ende per Field Goal auf 32:29. Damit stand San Francisco unmittelbar vor dem nächsten Sieg in einem Spiel, das zwischenzeitlich komplett in Richtung Seattle gekippt war.
Dabei erwischte San Francisco zunächst den besseren Start. Purdy fand Mike Evans früh für einen Zwei-Yard-Touchdown, Seattle antwortete allerdings durch Emanuel Wilson. Im zweiten Viertel wechselte die Führung erneut, ehe Christian McCaffrey die 49ers mit einem Elf-Yard-Lauf in die Endzone wieder nach vorne brachte.
Kurz vor der Halbzeit folgte dann ein Play, das später noch enorme Bedeutung bekommen sollte. Seattle verlor unmittelbar vor der eigenen Endzone den Ball und Gracen Halton sicherte den Fumble in der Endzone zum Touchdown. Statt mit einem knappen Vorsprung ging San Francisco dadurch mit einer 21:13-Führung in die Pause.
Turnover spielten ohnehin eine große Rolle. Beide Mannschaften verloren jeweils zwei Fumbles, dazu warf Seattle-Quarterback Sam Darnold zwei Interceptions.
Nach der Pause änderte sich das Bild. Während San Francisco im dritten Viertel ohne Punkte blieb, erzielten die Seahawks 13 Zähler in Folge. Jason Myers verkürzte zunächst per Field Goal, anschließend fand Darnold Jaxon Smith-Njigba für einen 16-Yard-Touchdown.
Ein weiteres Field Goal von Myers brachte Seattle schließlich mit 26:21 in Führung. Innerhalb eines Viertels hatten die Seahawks aus einem Acht-Punkte-Rückstand einen Fünf-Punkte-Vorsprung gemacht.
Smith-Njigba war dabei Seattles gefährlichste Waffe. Der Receiver fing fünf Pässe für 102 Yards und einen Touchdown. Darnold kam insgesamt auf 195 Passing Yards und einen Touchdown, leistete sich allerdings zwei Interceptions und wurde fünfmal gesackt.
Die entscheidende Reaktion der 49ers folgte zu Beginn des Schlussviertels - und sie war alles andere als hektisch. San Francisco nahm sieben Minuten von der Uhr und marschierte über zwölf Plays und 74 Yards über das Feld.
nkr
Am Ende fand Purdy Brandin Cooks für einen Sieben-Yard-Touchdown. Weil Purdy anschließend auch noch Mike Evans bei der Two-Point Conversion bediente, lagen die 49ers wieder mit 29:26 vorne.
Seattle antwortete zwar noch einmal durch das fünfte Field Goal von Myers und stellte auf 29:29, doch San Francisco bekam die nächste Gelegenheit - und nutzte sie.
Über knapp fünf Minuten kontrollierten die 49ers ihren nächsten Drive, bevor Pineiro aus 44 Yards zum 32:29 traf. Vor allem Mike Evans hatte San Franciscos Offense zuvor getragen. Der Receiver fing sieben Pässe für 113 Yards und einen Touchdown und war damit der produktivste Passempfänger der 49ers.
Purdy beendete die Partie mit 189 Passing Yards, zwei Touchdown-Pässen und einer Interception. McCaffrey steuerte bei elf Läufen 68 Yards und einen weiteren Touchdown bei.
San Francisco hatte seine komfortable Führung verloren und Seattle das Momentum vollständig überlassen. Doch genau als das Spiel zu kippen drohte, fanden die 49ers ihre Antwort. Aus einem 21:26 wurde im Schlussviertel ein 32:29 - und aus einem beinahe verspielten Abend ein weiterer Erfolg.
