10.11.2025
Defense dominiert, mehrere Spieler schreiben Franchise-Geschichte
Die Seattle Seahawks haben im Heimspiel gegen die Arizona Cardinals ein echtes Ausrufezeichen im Kampf um die NFC West gesetzt. Beim 44:22-Erfolg im Lumen Field war das Team von Head Coach Mike Macdonald vor allem in der ersten Halbzeit eine Klasse für sich - mit dominanter Defense, spektakulären Big Plays und historischen Marken von Jaxon Smith-Njigba, DeMarcus Lawrence und Jason Myers.

Die Seahawks legten wie entfesselt los. Gleich im ersten Drive fand Quarterback Sam Darnold seinen Star-Receiver Smith-Njigba für 43 Yards zum Touchdown. Kurz darauf schlug die Defense zu: DeMarcus Lawrence eroberte einen Fumble und trug ihn über 34 Yards in die Endzone. Nur wenig später war der Defensive End erneut zur Stelle und erzielte seinen zweiten Fumble Recovery Touchdown - ein Kunststück, das zuvor nur Jeremy Chinn (2020) und Fred Evans (1948) gelungen war.
Auch die Offense ließ nicht nach: George Holani erhöhte mit einem 9-Yard-Lauf auf 21:0, bevor Zach Charbonnet kurz darauf für sechs Yards in die Endzone sprintete. Als Darnold Cooper Kupp über 67 Yards fand, stand es bereits 35:0. Dabei befand sich die Partie noch im zweiten Viertel.
Arizona nutzte schließlich einen Fumble von Darnold, um durch Greg Dortch auf 7:35 zu verkürzen. Jason Myers stellte kurz vor der Pause mit einem 46-Yard-Field-Goal auf 38:7, es war der zweithöchste Halbzeitstand der Seahawks in ihrer Franchise-Geschichte.
Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte Seattle das Geschehen. Rookie Safety Nick Emmanwori und Linebacker Tyrice Knight verhinderten zwei sicher geglaubte Touchdowns. Knight war mit zwei Sacks, fünf Tackles, zwei Forced Fumbles, drei Tackles for Loss und einem Pass Breakup ein starker Ersatz für den verletzten Ernest Jones IV.
Darnold leistete sich zwar eine Interception, die Denzel Burke abfing, doch auch dieser Turnover brachte Arizona nur kurzzeitig zurück: Jacoby Brissett fand Trey McBride bei 4th&6 für einen 15-Yard-Touchdown, Marvin Harrison Jr. fing die Two Point Conversion zum 15:38.
In der Schlussphase kontrollierte Seattle die Uhr über das Laufspiel. Myers traf aus 32 und 41 Yards und wurde mit seinem 176. verwandelten Field Goal zum alleinigen Franchise-Leader.
Die Cardinals kamen durch einen späten Score von Harrison Jr. noch auf 22 Punkte, ehe die Seahawks-Defense endgültig den Deckel draufmachte. Fünf Sacks, zehn Tackles for Loss, zehn Quarterback Hits, zehn Pass Breakups, zwei Forced Fumbles und zwei Touchdowns unterstrichen die Dominanz.
mgs
Jaxon Smith-Njigba wurde einmal mehr zum Gesicht der Offense: Mit 93 Receiving Yards und seinem neunten Spiel in Folge mit 75+ Receiving Yards ist er nach Antonio Brown (2014) und Michael Irvin (1995) erst der dritte Spieler der Super-Bowl-Ära, dem dieses Kunststück gelingt. Zudem erreichte er als 26. Spieler der NFL-Geschichte die Marke von 1000 Yards nach neun Spielen und schaffte seine zweite 1000-Yard-Saison in Serie.
