21.10.2025
27:19 in Seattle
Die Seahawks melden sich eindrucksvoll zurück: Mit einem 27:19-Heimsieg über die Houston Texans feiern sie ihren fünften Saisonsieg und bleiben in der NFC West auf Kurs. Trotz vier erzwungener Turnover der Texans-Defense reichte es für Houston nicht, um den Favoriten im Lumen Field ernsthaft zu gefährden.

Die Seattle Seahawks legten im Lumen Field einen Traumstart hin. Gleich im Beginn des ersten Viertels vollendete Zach Charbonnet einen starken Drive mit einem 1-Yard-Touchdown-Lauf. Wenig später erhöhte Sam Darnold nach einem 32-Yard-Catch von Cooper Kupp mit einem 11-Yard-Touchdown-Pass auf Jaxon Smith-Njigba auf 14:0.
Den Seahawks bot sich nach den zwei Touchdowns erneut die Chance, ihre Führung weiter auszubauen. Linebacker Ernest Jones IV sorgte für den Fumble von C.J. Stroud und Linebacker Drake Thomas schnappte sich den freien Ball. Der Verteidiger trug ihn fast bis in die Endzone, verlor ihn jedoch kurz vor der Goal Line selbst wieder - ein bitterer Moment für Seattle. Das Ergebnis: Touchback statt Touchdown.
Im zweiten Viertel meldete sich Houston erstmals auf dem Scoreboard. Nach einem missglückten Trick Play der Seahawks - Cooper Kupps Passversuch endete in einer Interception durch Safety Calen Bullock - verwertete Kicker Ka’imi Fairbairn den Ballbesitz mit einem 36-Yard-Field-Goal zum 3:14.
Kurz vor der Pause wurde ein 53-Yard-Kick von Jason Myers geblockt, was den Texans eine letzte Chance eröffnete. Fairbairn nutzte sie und traf aus 46 Yards - 6:14 zur Halbzeit.
Nach der Pause bestimmten beide Defenses das Spielgeschehen. C.J. Stroud erwischte einen Fehlstart in Halbzeit zwei: Seine Interception auf Ernest Jones IV brachte Seattle tief in die gegnerische Hälfte. Doch die Texans-Defense hielt stark dagegen - Myers musste sich mit einem 26-Yard-Field-Goal zum 17:6 begnügen.
Nur Minuten später schlug Houston zurück. Pass Rusher Will Anderson Jr. forcierte den Fumble gegen Darnold und trug den Ball selbst in die Endzone - ein echtes Highlight-Play. Die anschließende Two-Point-Conversion misslang allerdings, so blieb es beim 12:17.
Seattle reagierte sofort. Darnold fand Jaxon Smith-Njigba für einen spektakulären 26-Yard-Catch - der Star-Receiver stand damit bei 104 Yards und schrieb Franchise-Geschichte: Er ist erst der zweite Spieler der Seahawks, der drei Spiele in Serie über 100 Receiving Yards verzeichnet. Kicker Jason Myers erhöhte anschließend per 47-Yard-Field-Goal auf 20:12.
mgs
Gegen Ende des dritten Viertels folgte der nächste starke Drive: Die Offensive Line dominierte an der Line of Scrimmage, und Charbonnet vollendete mit einem kraftvollen 2-Yard-Touchdown zum 27:12.
Im Schlussviertel kämpfte Houston weiter um ein Comeback und die Defense blieb das Lebenszeichen des Teams. Zuerst eroberte Linebacker Azeez Al-Shaair nach einem Fumble von Tight End Elijah Arroyo den Ball. Kurz darauf fing Derek Stingley Jr. eine Interception von Darnold. Doch trotz dieser Turnover gelang es der Texans-Offense nicht, daraus Punkte zu machen.
Erst ein Sack von Denico Autry, der Darnold tief in der eigenen Hälfte zu Boden brachte, bereitete den letzten Touchdown vor. Nach einem kurzen Feldzug vollendete Rookie Woody Marks den Drive mit einem 4-Yard-Touchdown-Catch zum 19:27. Für ein spätes Comeback reichte die Zeit jedoch nicht mehr - Seattle spielte die Uhr souverän herunter.
Seattle gewinnt trotz vier Turnover verdient mit 27:19 und verbessert sich auf 5-2. Jaxon Smith-Njigba war mit acht Receptions für 123 Yards und einem Touchdown erneut der Offensiv-Motor. Zach Charbonnet ergänzte die Offense mit zwei Scores am Boden.
Auf Seiten der Texans ragte Will Anderson Jr. mit einem Sack, einer Fumble-Recovery und einem defensiven Touchdown heraus - er war eindeutig der Mann des Spiels für Houston. Doch die starke Defensivleistung konnte die offensive Harmlosigkeit nicht kaschieren: Houston fällt auf 2-4 zurück, während Seattle mit viel Selbstvertrauen erstmal in die Bye Week zieht.