28.09.2025
In der Hitze von Tampa
Trotz einer deutlichen Führung zur Halbzeit mussten die Eagles zum Ende des Spiels nochmal zittern, doch dank einer starken Defensive gewannen sie am Ende mit 31:25 in Tampa Bay.

Die Eagles legten einen Traumstart hin: Nach einem schnellen Stopp der Buccaneers-Offensive blockten sie den folgenden Punt. Brown schnappte sich den freien Ball und trug ihn direkt in die Endzone, Touchdown und die frühe Führung für Philadelphia.
Tampa Bay bekam hingegen auch im zweiten Drive keinen Rhythmus. Stattdessen marschierten die Eagles erneut das Feld hinunter. Quarterback Jalen Hurts fand Tight End Dallas Goedert in der Endzone zum nächsten Touchdown und zur 14:0-Führung.
Die Buccaneers kamen anschließend immerhin zu ihren ersten Punkten. Nach einem verlorenen Fumble reagierte Baker Mayfield am schnellsten, warf sich auf den Ball und sicherte so den Drive. Das folgende Field Goal brachte Tampa Bay auf 14:3 heran.
Das Spiel blieb hitzig, zahlreiche Flaggen wegen Unsportlichkeiten unterbrachen den Spielfluss. Doch Tampas Defensive fand weiterhin kein Rezept gegen die Eagles. Hurts verteilte die Bälle variabel an seine Receiver und lief in wichtigen Momenten selbst. Schließlich bediente er erneut Goedert, der seinen zweiten Touchdown fing, 21:3 für Philadelphia.
Kurz vor der Pause schafften es die Buccaneers, die Eagles-Offensive zumindest etwas zu bremsen. Philadelphia musste sich mit einem Field Goal begnügen, baute die Führung aber dennoch auf 24:3 aus.
Mit auslaufender Uhr setzten die Bucs dann aber doch noch ein erstes Ausrufezeichen: Kicker Chase McLaughlin versenkte ein Field Goal aus unglaublichen 65 Yards, das längste seiner Karriere, das längste der laufenden Saison und zugleich das längste Field Goal unter freiem Himmel in der Geschichte der NFL.

nkr
Und Tampa Bay legte direkt nach der Halbzeit nach: Defensive Tackle Vita Vea setzte Jalen Hurts unter Druck, erzwang den Sack und sorgte so für ein schnelles Ende des ersten Eagles-Drives. Doch die Offense konnte daraus kein Kapital schlagen: Beim vierten Versuch und drei Yards scheiterten die Buccaneers und gaben den Ball per Turnover on Downs zurück.
Nachdem auch Philadelphia punten musste, schlugen die Buccaneers dann aber endlich zu: Baker Mayfield fand Rookie-Receiver Emeka Egbuka, der die Eagles-Secondary überlief und für einen 77-Yard-Touchdown sorgte. Tampa verkürzte auf 13:24 und brachte das Stadion zurück ins Spiel.
Angetrieben von einer aggressiven Defense legte Vita Vea gleich den nächsten Sack nach und zwang die Eagles zum Three-and-Out. Das Momentum lag klar bei Tampa - bis ein Fumble das Bild wieder veränderte. Running Back Irving verlor den Ball an der eigenen 25-Yard-Linie, und die Eagles nutzten den kurzen Weg gnadenlos: Saquon Barkley lief in die Endzone zum nächsten Touchdown.
Doch die Buccaneers ließen sich nicht abschütteln. Mayfield improvisierte, wich Tackles aus und fand Irving, der für den verlorenen Ball zuvor Wiedergutmachung betrieb - mit einem 72-Yard-Touchdown. Kurz darauf setzte Kicker Chase McLaughlin das nächste Ausrufezeichen mit einem 58-Yard-Field-Goal.
Plötzlich war Tampa Bay endgültig zurück in der Partie. Die Defensive stoppte Jalen Hurts drei Pässe in Serie, ohne einen einzigen Catch zuzulassen. Die Eagles standen unter Druck.
Doch auch diesmal sorgte ein Turnover für Ruhe im Stadion. Mayfield improvisierte erneut und traf die falsche Entscheidung. Sein Pass wurde in der Endzone von Campbell abgefangen. Doch auch aus diesem Ballbesitz konnten die Eagles keinen Ertrag landen.
Die letzten Minuten entwickelten sich zu einem Krimi: Mit noch zwei Minuten auf der Uhr bekam Tampa den Ball und hatte die Chance auf den Ausgleich. Doch zum ersten Mal in dieser Saison konnte das Team nicht in letzter Minute ausgleichen.
Die aggressive Defensive von Philly verhinderte den Pass beim vierten Versuch und konnte das Spiel so für sich entscheiden. Im letzten Spielzug verweigerten die Eagles den Punt, nahmen einen Safety auf sich und ließen die Uhr auslaufen. Damit erlebten die Bucs ihre erste Niederlage, die Eagles bleiben weiter ungeschlagen.
Jalen Hurts erlebte als Quarterback der Eagles ein ruhiges Spiel, sorgte für 130 Yards durch die Luft und zwei Touchdowns. Baker Mayfield hingegen warf für 289 Yards, ebenfalls zwei Touchdowns und eine Interception.