18.10.2026
Trotz Führung
Die Pittsburgh Steelers haben ein bereits verloren geglaubtes Spiel bei den Tampa Bay Buccaneers noch gedreht. Nach einem 3:16-Rückstand kämpfte sich Pittsburgh im Schlussviertel zurück und setzte sich schließlich mit 26:19 nach Overtime durch.

Aaron Rodgers erlebte dabei einen schwierigen Abend, war aber zur Stelle, als es darauf ankam. Der Quarterback führte die Steelers im vierten Viertel zurück ins Spiel und beendete die Partie in der Overtime mit seinem Touchdown-Pass auf Germie Bernard.
Lange deutete wenig auf ein Comeback der Steelers hin. Pittsburgh fand offensiv kaum einen Rhythmus, während Tampa Bay zwar ebenfalls nicht spektakulär spielte, seine Möglichkeiten aber konsequenter nutzte.
Chase McLaughlin eröffnete die Partie mit einem Field Goal aus 43 Yards, ehe Jalon Daniels zu Beginn des zweiten Viertels Emeka Egbuka aus zwei Yards zum ersten Touchdown des Spiels fand. Ein weiteres Field Goal von McLaughlin erhöhte auf 13:0.
Erst mit auslaufender Uhr vor der Halbzeit brachte Chris Boswell die Steelers mit einem 52-Yard-Field-Goal auf das Scoreboard.
Nach der Pause schien Tampa Bay das Spiel endgültig unter Kontrolle zu bringen. Die Buccaneers nahmen mit einem 17 Plays langen Drive mehr als neun Minuten von der Uhr. Zwar hielt Pittsburgh die Gastgeber aus der Endzone, doch McLaughlin erhöhte auf 16:3.
Was bis dahin nach einem kontrollierten Buccaneers-Sieg aussah, entwickelte sich im Schlussviertel jedoch zu einer völlig anderen Partie.
Rodgers führte Pittsburgh zunächst über 68 Yards das Feld hinunter und fand Darnell Washington aus fünf Yards zum Touchdown. Wenig später verkürzte Boswell mit einem Field Goal auf 13:16.
Tampa Bay bekam die Partie offensiv nicht mehr unter Kontrolle. Pittsburgh blieb dagegen geduldig - und Boswell wurde zum entscheidenden Faktor. Aus 58 Yards traf der Kicker knapp zwei Minuten vor dem Ende zum 16:16.
Doch damit nicht genug. Nur 34 Sekunden später stand Pittsburgh erneut in Field-Goal-Reichweite. Boswell verwandelte aus 20 Yards und brachte die Steelers beim 19:16 erstmals an diesem Abend in Führung.
Tampa Bay hatte noch eine letzte Antwort. Daniels bekam bei 1:21 Minuten Restzeit noch einmal den Ball und brachte die Buccaneers weit genug nach vorne, um McLaughlin eine Chance zu ermöglichen. Acht Sekunden vor Schluss traf dieser aus 53 Yards zum 19:19.
Nach einem Spiel, das Tampa Bay über drei Viertel kontrolliert hatte und Pittsburgh anschließend innerhalb weniger Minuten gedreht hatte, musste die Overtime entscheiden.
Dort bekamen die Steelers noch einmal die Gelegenheit, das Comeback zu vollenden. Pittsburgh marschierte in zwölf Plays über 70 Yards und nahm dabei 6:45 Minuten von der Uhr. An der Sechs-Yard-Linie setzte Rodgers schließlich den Schlusspunkt. Sein Pass fand Germie Bernard in der Endzone - Touchdown, 26:19.
Rodgers beendete die Partie mit 253 Passing Yards, zwei Touchdowns und einer Interception. DK Metcalf fing elf Pässe für 93 Yards, Bernard kam ebenfalls auf elf Receptions und verbuchte 87 Yards sowie den entscheidenden Touchdown.
Auf der anderen Seite blieb Daniels bei 164 Passing Yards, einem Touchdown und zwei Interceptions. Vor allem nach der 16:3-Führung gelang es Tampa Bay nicht mehr, offensiv nachzulegen.
Damit drehen die Steelers einen 13-Punkte-Rückstand und verbessern sich auf 4-2. Für die Buccaneers ist die Niederlage dagegen besonders bitter: Nach drei Vierteln schien der zweite Saisonsieg greifbar, am Ende steht Tampa Bay nach dem Overtime-Kollaps bei 1-5.
Autor: Niklas Kreuzer