13.10.2025
Jones unter Dauerstress
Die Tampa Bay Buccaneers feiern einen wichtigen Sieg in der NFC. Im Duell gegen die San Francisco 49ers gibt es zunächst einen offenen Schlagabtausch. Nach der Pause übernehmen die Bucs die Kontrolle - und das, obwohl ein weiterer Wide Receiver verletzt ausfällt.

Die Partie hielt genau das, was sie versprochen hatte. Für das erste Highlight des Tages sorgte Cornerback Kindle Vildor, der einen Pass von 49ers-Quarterback Mac Jones tief in deren Hälfte abfing. Die Offense der Tampa Bay Buccaneers sagte Danke, Running Back Rachaad White legte die fehlenden zwölf Yards zum Touchdown zurück.
Doch Jones zeigte sich von seinem Fehler unbeeindruckt, sein nächste Passversuch auf Kendrick Bourne sorgte für einen Raumgewinn von 41 Yards. Zwar gab es danach kein neues First Down, doch Kicker Eddy Pineiro versenkte ein 52-Yard-Field-Goal. Danach gab es jedoch den Schock für die Gäste, denn Linebacker Fred Warner verletzte sich schwer.
Während die nächsten drei Angriffsversuche schnell beendet waren, drehten die 49ers die Partie. Grundlage war erneut ein tiefer Pass von Jones auf Bourne, die Connection war diesmal gut für 56 Yards Raumgewinn - am Ende kam er auf fünf Catches für 142 Yards. Letztlich war es Christian McCaffrey, der den letzten Yard zum Touchdown zurücklegte.
Nun ging es Schlag auf Schlag: Sean Tucker brachte die Hausherren mit einem 9-Yard-Touchdown-Run wieder in Front, Pineiro verkürzte im Gegenzug per 54-Yard-Field-Goal auf 13:14. Danach zeigte auch Baker Mayfield seine Armstärke, Kameron Johnson fing 50 Sekunden vor der Pause einen 34-Yard-Touchdown.
Den Schlusspunkt setzte aber San Francisco: Nach zwei Pässen auf DeMarcus Robinson, die 44 Yards Raumgewinn zur Folge hatten, traf Pineiro aus 42 Yards Entfernung zum 16:20-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel drückten die 49ers weiter auf das Gaspedal, allerdings wollte der zweite Touchdown des Tages nicht gelingen. Immerhin war auf Pineiro Verlass, der auch Field Goal Nummer vier, diesmal aus 29 Yards Entfernung, versenkte.
Doch Baker Mayfield antwortete mit seinen Teamkollegen. Zwar musste er auf Super-Rookie Emeka Egbuka, der wegen einer Oberschenkelverletzung ausfiel, auf den nächsten Wide Receiver verzichten, doch das ließ er sich nicht anmerken. Stattdessen ran er selbst für 15 Yards und bediente dann Tez Johnson für einen 45-Yard-Touchdown zur 27:19-Führung.
Zu Beginn des Schlussviertels war es die Bucs-Defense, die von sich reden machte. Lavonte David sackte Mac Jones und schlug den Ball aus den Händen des Quarterbacks. Er hechtete sofort hinterher und sicherte sich seinem Team die Pille. Allerdings hatten die 49ers nochmal Glück, denn nach Ansicht der TV-Bilder entschieden die Referees, dass Jones mit seinem Bein bereits auf dem Boden war, bevor der Ball frei geschlagen wurde. So konnte Punter Thomas Morstead die Feldposition für die 49ers-Defense deutlich verbessern.
Einen überraschenden Fehlschuss leistete sich dann Chase McLaughlin, aus 49 Yards Entfernung verfehlte der Bucs-Kicker sein Ziel und schoss rechts neben die Goal Posts. Doch auch die 49ers waren nicht fehlerlos: Bei 4th&5 gingen sie volles Risiko, allerdings landete der Pass von Jones in den Händen von Jamel Dean.
Die Buccaneers schickten sich an, die Entscheidung zu erzielen. McLaughlin besserte seinen Fehler aus und traf zwei Minuten vor Schluss aus 45 Yards Entfernung zum 30:19.
Den 49ers lief derweil die Zeit davon: Nach einem Sack von YaYa Diaby - dem sechsten der Hausherren - und einer Intentional-Grounding-Strafe gegen Jones, der auf 27/39 für 347 Yards und zwei Interceptions kam, standen sie bei 3rd&29. Zwar konnte McCaffrey nochmals 23 Yards gut machen, doch der Pass bei 4th Down auf Marquez Valdes-Scantling kam nicht an. Die zweite Saisonniederlage der Kalifornier war damit besiegelt.
Auf der anderen Seite jubelte Tampa Bay über den deutlichsten Sieg der Saison. Baker Mayfield erwischte mit 17/23 für 256 Yards und zwei Touchdowns erneut einen Sahnetag und untermauerte damit seinen Anspruch auf den MVP-Titel.