14.09.2025
Titans mit guter ersten Hälfte
Die Los Angeles Rams feiern in Tennessee einen überzeugenden Auswärtssieg . Gegen die Titans setzt sich das Team von Sean McVay mit 33:19 durch, zeigt in der Offense die nötige Effizienz und nutzt die Fehler des Gegners eiskalt aus. Tennessee hält phasenweise mit, scheitert aber immer wieder an unnötigen Strafen und Ballverlusten.

Während die L.A. Rams mit einem 14:9 gegen die Texans im Gepäck nach Tennessee zu den Titans reisten, gingen die Gastgeber nach dem 12:20 bei den Broncos mit 0-1 in ihr erstes Heimspiel. Das Spiel machten aber zunächst die Gäste, deren Defense die Titans direkt nach drei Versuchen wieder vom Feld schickte.
Auf der Gegenseite zog Matthew Stafford, der im letzten Spiel die magische Marke von 60.000 Career-Yards durchbrochen hatte, den ersten Drive in die gegnerische Hälfte und ging dann bei einem 4th&1 ins Risiko. Das sollte sich auszahlen: Puka Nacua bekam den Ball und besorgte statt nur einem neuen First Down die ganzen 45 Yards bis in die Endzone, auch dank guter Blocks. Mit dem PAT stand so ein 7:0 auf der Anzeigetafel.
Nach Punts auf beiden Seiten wandelten die Titans dann zu Beginn des zweiten Viertels ebenfalls ein 4th&1 an der Mittellinie in ein neues First Down um, Cameron Ward fand keine Anspielstation und erlief es dann selbst. Nach einem Sack blieb allerdings nur ein Field Goal, das Joey Slye aus 55 Yards verwandelte.
Der nächste Drive der Rams lief erneut rund, Stafford fand unter anderem Davante Adams für 33, Nacua für neun und Tyler Higbee für 20 Yards. Doch mit 1st&Goal reichte es dann nicht zum zweiten Touchdown, die Rams entschieden sich bei noch drei Yards Abstand für sichere drei Punkte und das Field Goal zum 10:3.
Die Offense der Titans musste danach schnell vom Feld, allerdings gab es für die Rams ein 3&Out vor der eigenen Endzone. Und den Punt trug Chimere Dike zurück in die Endzone der Rams, doch eine Flagge aufgrund eines Blindside-Blocks von Cedric Gray erstickte den Jubel - wie in der Vorwoche waren die Strafen erneut ein Problem der Titans, die diesmal zehn Flaggen für 62 Yards Raumverlust kassierten.
Doch Cameron Ward führte die Gastgeber in der Folge über das Feld und fand im dritten Versuch unter Druck Elic Ayomanor mit einem wilden 9-Yard-Pass diagonal über das Feld in der Endzone - Wards erster Touchdown in der NFL. Der Receiver hatte zuvor einen spektakulären One-Hand-Catch mit Hilfe des eigenen Helms gemacht. Ayomanor und Cakvin Ridley sollten am Ende die einzigen beiden Receiver mit über fünfzig Yards sein, die Titans-Offense lebte vor allem von 92 Yards von Pollard, der dafür 20 Versuche benötigte.
Und Tennessee nutzte das Momentum: Linebacker Cody Barton fing an der Seitenlinie einen Pass von Stafford ab und so kamen die Gastgeber kurz hinter der Mittellinie noch einmal in Ballbesitz. Die letzte Minute der ersten Halbzeit lief bereits, doch die Zeit reichte dem First Overall Pick Ward um sein Team in Reichweite für ein Field Goal zu bringen: Slye verwandelte aus 37 Yards zum 13:10-Halbzeitstand.

Den ersten Drive des zweiten Abschnitts nutzten die Rams, um durch ein Field Goal auszugleichen. Doch die Titans antworteten ebenfalls mit drei Punkten. Einmal mehr schienen die Titans Kryptonit für Stafford. Doch der Quarterback und seine Offense schalteten hoch, arbeiteten sich schnell bis in die Redzone. Bei 1st&Goal drückte Allen den Ball im Flug dann gegen den Marker: Touchdown - allerdings erst nach erfolgreicher Challenge.
Zu Beginn des letzten Viertels gelang der Rams-Defense dann der vorentscheidende Schlag: Byron Young beförderte bei seinem zweiten Sack den Ball aus den Händen von Ward, Landman sicherte ihn an der 21-Yard-Linie der Titans. Und nach einem kurzen Lauf und einem kurzen Pass fand Stafford dann Adams in der Endzone. Und während die Titans nach einem Punt wieder vom Feld mussten, punktete L.A. erneut.
Einen weiteren Touchdown verhinderte zunächst noch ein Foul von Sneed, doch Corum lief den Ball zum 33:16 über die Linie. Der Versuch für den Extra-Punkt wurde zwar geblockt und brachte die Titans in gute Position, doch die Zeit lief längst zu Gunsten der Gäste, die nur noch ein Field Goal zum finalen 33:19 zuließen. Stafford kam bei 23/33 Versuchen auf 298 Yards und zwei Touchdowns sowie ein Passer Rating von 105,4, während Adams mit 106 und Nacua mit 91 Yards seine wichtigsten Anspielstationen waren.
Für die Rams ist der Auswärtssieg ein wichtiges Signal: Die Offense um Stafford zeigte sich variabel, die Defense lieferte in den entscheidenden Momenten - besonders mit dem Ballgewinn im letzten Viertel. Damit unterstreicht L.A. seinen Anspruch, in der NFC ein Wort mitreden zu können. Matthew Stafford knackte erneut die 250-Yard-Marke und feierte im fünften Anlauf endlich seinen ersten Erfolg gegen die Titans - ein persönlicher Befreiungsschlag.
Die Titans dagegen stehen nach zwei Niederlagen zum Start bereits unter Zugzwang. Zu viele Strafen und Fehler machten einen möglichen Sieg zunichte - nun muss schnell mehr Konstanz her, damit die Saison nicht früh in Schieflage gerät.