27.07.2024
Nach Favre und Rodgers: Green Bay will große Historie fortschreiben
Die Green Bay Packers haben Nägel mit Köpfen gemacht und wie erwartet Quarterback Jordan Love langfristig gebunden - und teuer bezahlt. Der 25-Jährige reiht sich damit finanziell ins oberste Regal der NFL ein.

Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge erhält Love, der im Training Camp zuletzt noch ausgesetzt hatte, mit seinem neuen, bis 2028 laufenden Vertrag im Durchschnitt 55 Millionen US-Dollar pro Jahr. Damit ist er gemeinsam mit Trevor Lawrence (Jacksonville Jaguars) und Joe Burrow der bestbezahlte Quarterback der NFL. Der neue Deal soll einen Signing Bonus von 75 Millionen US-Dollar enthalten. Von den insgesamt 220 Millionen US-Dollar über vier Jahre sind 155 Millionen garantiert.
Mit gewissen Fragezeichen behaftet war Jordan Love vergangene Saison in seine erste Saison als Packers-Starter ins Rennen gegangen. Zu wenig Einsatzzeiten hatte der Erstrunden-Pick des Jahres 2020 (26. Stelle) bis dato gehabt und hatte im Grunde jahrelang nur als lernender "Padawan" auf der Bank hinter "Jedimeister" Aaron Rodgers (inzwischen New York Jets) gesessen.
Genau deshalb hatten sich die Bosse vor der Spielzeit 2023/24 mit Love auch auf einen neuen Vertrag geeinigt, der für beide Seiten Absicherung bedeutet hatte. Im Falle eines schlechten Abschneidens zum Beispiel hätte Green Bay den Spielmacher, dessen hohe Draft-Position damals auch für mächtig Diskussionsstoff gesorgt hatte, in diesem Jahr theoretisch einfacher loswerden können.
Doch es kam anders ...
Nach ordentlichem Saisonstart und Einbrüchen im Anschluss nämlich präsentierte sich Love mit den auf Playoff-Kurs befindlichen Packers in herausragender Verfassung. Von Week 11 an bis zur Demontage der Dallas Cowboys in der Wild Card Round (48:32 nach 27:0-Führung) verbuchte Love bei 7:2-Siegen 21 Touchdowns bei nur einer Interception.
In diesem Zeitraum glänzte Love unter anderem bei den Duellen mit den starken Teams aus Detroit und Kansas City mit zwei Siegen, insgesamt 535 Passing Yards bei sechs Touchdowns und keiner Interception. Nach einer starken Regular Season, in der Love für 4159 Yards bei 32 Touchdowns und 11 Interceptions warf, schrammte er mit den Packers in den Playoffs gegen die San Francisco 49ers knapp an einer Überraschung vorbei (21:24).
Was sich mit dem neuen Vertrag in Green Bay natürlich erhofft wird, ist klar. Seit 1992 ein gewisser Brett Favre übernommen und später ebenfalls nach Lernjahren den Staffelstab an Rodgers weitergegeben hat, haben die Packers seit über drei Jahrezehnten schon kontinuierlich Legenden dieses Sports (jeweils ein Super-Bowl-Sieg) aufs Feld gestellt. Nun soll sich Love einreihen - und hat im Übrigen das beste Debütjahr dieser drei Spielmacher absolviert. Mit 9:8-Siegen, seinen 4159 Passing Yards, 32 Touchdowns und nur elf Interceptions hat der aktuelle Anführer von "The Pack" das jeweilige Starting-Debütjahr von Favre (1992) und Rodgers (2008) in all diesen Kategorien getoppt.
mag