30.09.2024
Kansas City bleibt ungeschlagen, Buffalo verliert erstmals
Die Kansas City Chiefs bleiben weiter in der Erfolgsspur und freuen sich mit Travis Kelce. Der Sieg bei den Los Angeles Chargers hat dennoch einen hohen Preis. Buffalo geht erstmals als Verlierer vom Platz, Washington setzt seinen Lauf fort. Die Spiele aus der Nacht.

Es war wieder nicht alles Gold, was da glänzte bei den Chiefs, aber immerhin: Das 17:10 über die Chargers bringt dem Titelverteidiger den vierten Sieg im vierten Spiel. Und er bringt Travis Kelce zurück auf die große Bühne. Der Star-Tight-End, bislang in dieser Saison oft zu eng markiert und daher nur selten Ziel von Patrick Mahomes, bekam dieses Mal deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt.
Sieben Catches für 89 Yards trugen mit bei zum nächsten Sieg, zu dem Quarterback Mahomes (19/29) mit 245 Passing Yards und einem TD-Pass auf Xavier Worthy (über 54 Yards zum 7:10) ebenfalls wie gewohnt ordentlich beisteuerte. Aber auch die fünfte Interception in dieser Saison fabrizierte. Der frühe Ballverlust passte zum verpatzten Start ins Spiel und einem 0:10-Rückstand.
Da passte die schwere Knieverletzung, die sich Receiver Rashee Rice bei einem Zusammenprall ausgerechnet mit Mahomes nach jener Interception in Inglewood zuzog und nun vor dem Saisonaus steht, wie die Faust aufs Auge hinzu. "Ich leide mit Rashee, denn er hat ein fantastisches Jahr hinter sich. Wir hoffen das Beste", sagte Head Coach Andy Reid, der stolz auf die Reaktion war, die sein Team angesichts der frühen Rückschläge zeigte: "Es hätte auch ganz anders laufen können, aber die Jungs haben sich gegenseitig unterstützt."
Diese Unterstützung führte auch dazu, dass Kelce nun die meisten Receptions in der Geschichte der Chiefs gesammelt und Tight End Tony Gonzalez überholt hat. Kommentieren wollte er das alles nicht, vielleicht eine Reaktion auf die Kritiken, die am Freund von Taylor Swift zuletzt geäußert worden waren.
Die Chargers fielen auf 2-2 ab, ihr Spielmacher Justin Herbert (16/27, 179 Yards, 1/0) hatte nach gutem Start mit sieben erfolgreichen Pässen in Serie mit Knöchelproblemen und seiner umformierten Offensive Line zu kämpfen, stand häufig unter Druck und brachte nichts Produktives mehr zustande.
Während Kansas City wie die Minnesota Vikings also ungeschlagen bleibt und die Seattle Seahawks (3-0) dies in der Nacht zum Dienstag (2.15 Uhr MESZ) in Detroit ebenso vorhaben, sind die bislang weißen Westen der Pittsburgh Steelers und seit der Nacht auch der Buffalo Bills (jeweils 3-1) nicht mehr unbefleckt.
Die Bills kassierten bei den aufkommenden Baltimore Ravens (2-2 nach 0-2) eine herbe 10:35-Klatsche. Derrick Henry stellte die Weichen für die Hausherren - und wie! Der Running Back trug das Ei früh im Spiel über 87 Yards bis in die gegnerische Endzone. Einen derart langen Run hat es in der Geschichte der Ravens noch nicht gegeben, seit das Team vor 29 Jahren nach Baltimore umgezogen war. Am Ende standen 199 Running-Yards für Henry im Box Score. MVP Lamar Jackson (13/18, 156 Passing Yards, 2/0) fügte zwei TD-Pässe und einen TD-Run hinzu und hinterließ bei den Bills um QB Josh Allen (moderate 16/29, 180, 0/0) lange Gesichter.

Die Washington Commanders (3-1) unterstrichen ihre Ambitionen durch ein 42:14 bei den Arizona Cardinals und wurden dabei von ihrem jungen Strippenzieher Jayden Daniels (26/30, 233 Yards, 1/1) getragen, der Heim-QB Kyler Murray (16/22, 142, 1/0) klar ausstach und auch noch 47 Yards im Laufspiel (vierter Rushing-TD im vierten NFL-Spiel) beisteuerte. Rookie Daniels steht bei einer bärenstarke Passquote von 82 Prozent in seiner noch jungen Profi-Karriere. Der dritte Sieg in Serie bringt das Team aus der Hauptstadt in einer hervorragende Ausgangsposition in der wankelmütigen NFC East.
Bei 2-2 stehen die ambitionierten San Francisco 49ers, die von Verletzungen gebeutelt werden. Gegen die New England Patriots (1-3) reichte es aber zu einem klaren 30:13-Heimsieg, gehighlightet durch einen Touchdown-Pass von Brock Purdy (15/27, 288 Yards, 1/1) und einen Pick-6 durch Fred Warner. Jordan Mason steuerte 123 Yards im Laufspiel bei und erreichte dabei einmal die Endzone.
aho