01.10.2024
Die Frustration ist offenbar groß
Davante Adams ist zweifelsfrei einer der besten Wide Receiver der NFL - und das seit vielen Jahren. Seit geraumer Zeit kann er sein Potenzial bei den Raiders aber nicht mehr ausschöpfen. Nun scheint es dem Star zu reichen.

Davante Adams und Star-Quarterback Aaron Rodgers hatten sich einst zu einem gefürchteten Duo aufgeschwungen. Im Dress der Green Bay Packers waren dem Wide Receiver in 108 gemeinsamen Spielen stolze 622 Catches für 7590 Yards und 69 Touchdowns gelungen.
Im März 2022 folgte Adams dann seinem Herzen und auch dem geöffneten Geldbeutel der Raiders. Der heute 31-Jährige unterschrieb damals einen Fünfjahresvertrag für über 140 Millionen US-Dollar - auch weil er unbedingt zu Derek Carr wollte. Dies sei es ein "Lebenstraum" von ihm gewesen, hatte er doch mit seinem Freund zusammen am College bei Fresno State gespielt.
Eine sportliche Erfolgsstory sollte das aber nicht werden: Nach einem eher unglücklichen Jahr ohne Playoffs mit immerhin über 1500 Yards und 14 Scores von Adams wurde Spielmacher Carr letzten Endes abgesägt. Er zog weiter zu den New Orleans Saints.
Und der Top-Receiver? Adams erreichte zwar letzte Saison immer noch ordentliche 1144 Yards samt acht Touchdowns. Er fiel aber auch damit auf, dass er sich 2023 in einem Raiders-Umfeld mit unsicheren Quarterbacks wie Jimmy Garoppolo und Aidan O'Connell häufig aufregte. Auch zu sehen in der Netflix-Dokumentation mit dem Titel "Receiver". Frustration über vieles stand "Tae Adams" regelrecht ins Gesicht geschrieben, weswegen auch immer wieder Gerüchte bezüglich einer Wiedervereinigung mit Rodgers aufkamen. Dieser war in der Zwischenzeit schließlich selbst gewechselt - zu den New York Jets.
Auch erst in diesem Jahr, als "A-Rod" nach seinem Achillessehnenriss am Comeback gearbeitet hatte, passierte Folgendes: Rodgers sagte im Zuge eines Golfturniers am Lake Tahoe: "Ich liebe Davante. Und ich kann es kaum abwarten, wieder mit ihm zu spielen."
Es passierte aber nichts - und Adams ging wieder mit den Raiders in die Saison. Zusammen mit Übergangsspielmacher Gardner Minshew erreichte der Top-Passempfänger immerhin mit 18 Cathes 209 Yards in drei Spielen, allerdings nur einen Touchdown.

Insgesamt aber blieb der Frust. Adams sorgte für Ärger, legte sich mit Head Coach Antonio Pierce an - und dieser soll nun auf einen Social-Media-Beitrag, ob der Receiver nie mehr für die Raiders spielen werde, mit einem Like reagiert haben. Das alles brachte wohl das Fass zum Überlaufen, obwohl Adams zwischenzeitlich dementiert hatte: "Wenn es darum geht, dass ich verärgert oder unglücklich in dieser Organisation bin, dann ist das ein Haufen Bullshit, der nur dem Clickbait dient."
NFL-Insider wie Ian Rapoport vom NFL Network berichten seit Dienstag aber, dass Adams offiziell seinen Trade-Wunsch hinterlegt habe. Und für ein Paket in Form eines Zweitrunden-Picks und mehr soll auch Las Vegas für einen Deal bereit sein. Die einzige Frage, die sich stellt: Wer bietet? Die wie die Raiders bei 2-2 stehenden New York Jets um Quarterback Rodgers? Oder die 4-0-Chiefs als amtierender Super-Bowl-Champion mit Patrick Mahomes, der in seiner Offense mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat. Kansas City ist jedoch direkter Raiders-Konkurrent in der AFC West.
Gehaltstechnisch bezieht Adams auf jeden Fall 17,5 Millionen US-Dollar, in den Vertragsjahren 2025 und 2026 sogar je 36,25 Millionen.
mag