15.10.2024
New York zahlt viel für diesen Deal
Die New York Jets stehen aufgrund ihrer Bilanz von 2-4 schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand. Nur wenige Stunden nach der Niederlage gegen die Buffalo Bills hat das Team deswegen nachgelegt - und Aaron Rodgers ein Geschenk gemacht.

Erst Anfang Oktober war durchgesickert, dass Davante Adams quasi keine Lust mehr auf Football im Dress der Las Vegas Raiders hatte und deswegen nach einem Trade fragte.
An diesem Dienstag nun - der Top-Receiver spielte seither auch wirklich nicht mehr für sein Team - fand sich ein Abnehmer: die New York Jets. Das Franchise aus der AFC East, das nach dem knappen 20:23 gegen Divisionsrivale Buffalo auf 2-4 abgerutscht war, sicherte sich ab sofort die Dienste des 31-jährigen Routiniers.
Der Deal (Trades sind in der NFL noch bis zum 5. November erlaubt), den zunächst ESPN-Mitarbeiter Adam Schefter verkündet hat, ist dabei nicht ohne: Die Jets nämlich senden wie von den Raiders gefordert einen Drittrunden-Pick, der noch zu einem Zweitrunden-Pick werden kann, nach Las Vegas und übernehmen darüber hinaus den teuren Adams-Vertrag komplett. Dieser beinhaltet neben 13,5 Millionen US-Dollar noch für diese Saison auch die beiden Vertragsjahre 2025 und 2026. Hier werden jeweils stolze 36,25 Millionen US-Dollar verlangt. Ein happiger Preis für einen alternden Passempfänger, der allerdings qualitativ noch zum besten Eisen gehört.
Die Hoffnung dahinter ist nicht schwer zu verstehen. Die mit einer starken Defense und mit einer vielversprechenden Offense aufgestellten New Yorker um den ebenfalls alternden sowie erst vor der vergangenen Saison für teuer Geld geholten Top-Quarterback Aaron Rodgers (40), die erst kürzlich in einem Verzweiflungsschritt Head Coach Robert Saleh entlassen haben, wollen die Playoffs unbedingt noch erreichen. Es wäre die erste Endrundenteilnahme seit 2010 - die längste Serie ohne Playoff-Ticket im gesamten US-Sport.
Nun soll eben Adams bei diesem Unterfangen eifrig mithelfen - also jener Adams, der schon zwischen 2014 und 2021 bei den Green Bay Packers mit Spielmacher Rodgers zusammengespielt hat. Sogar mehr als das: In den letzten der damaligen Jahre sind "Tae Adams" und "A-Rod" das gefürchteste Offensivduo der NFL gewesen. Bei den Packers waren dem Wide Receiver in 108 gemeinsamen Spielen stolze 622 Catches für 7590 Yards und 69 Touchdowns gelungen. In ihrem gemeinsamen Zeitraum haben damals nur Atalants Granden Matt Ryan und Julio Jones mithalten können.
Eine Vereinigung zwischen Rodgers und Adams ist schon seit geraumer Zeit im Gespräch. Auch erst dieses Jahr, als "A-Rod" nach seinem Achillessehnenriss am Comeback gearbeitet und im Zuge eines Golfturniers am Lake Tahoe gesagt hatte: "Ich liebe Davante. Und ich kann es kaum abwarten, wieder mit ihm zu spielen." Das ist nun eingetroffen. In einer Phase, in der für die Jets kaum mehr Ausrutscher drin sind - gerade nicht in den kommenden Spielen bei den Steelers (4-2), bei den Patriots (1-5) und gegen gegen die Houston Texans (5-1).
Ganz frisch: die neue NFL-Kolumne von kicker-Experte Adrian Franke - Mayes Patriots-Debüt und die strauchelnden Cowboys
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