24.01.2025
Wechsel innerhalb von Florida
Jetzt also doch: Nachdem Liam Coen (39) den Jacksonville Jaguars eigentlich schon abgesagt hatte, steht er nun offenbar kurz vor einem Engagement bei der Franchise.

Wie mehrere Insider von ESPN und NFL Network übereinstimmend berichten, hat Coen die Tampa Bay Buccaneers, bei denen er bis zuletzt als Offensive Coordinator angestellt war, darüber informiert, dass er das Franchise verlassen und innerhalb von Florida zu den Jaguars wechseln wird. Dort soll er seinen ersten Head-Coach-Posten erhalten. Offiziell soll der Deal erst im Laufe des Freitags werden, alle Anzeichen deuten jedoch darauf hin, dass Coen nach viel Hin und Her in den letzten Tagen in Jacksonville unterschreibt.
Die Entscheidung bedeutet eine Kehrtwende, nachdem Coen Berichten zufolge den Jaguars erst am Mittwoch abgesagt hatte, um in Tampa zu bleiben. Dort hätte er dafür eine Gehaltserhöhung bekommen. Nur wenige Stunden später hatte sich die Gemengelage allerdings geändert, als die Jaguars die Entlassung ihres General Managers Trent Baalke verkündeten. Daraufhin kam es zu einem weiteren Treffen in Jacksonville, an dessen Ende Coen doch den Jaguars zusagte. Der General-Manager-Posten ist bislang noch nicht besetzt.
Coen hatte als Offensive Coordinator der Bucs in der vergangenen Saison auf sich aufmerksam gemacht: Seine Angriffsreihe rund um Quarterback Baker Mayfield zählte zu den besten der gesamten NFL, erzielte ligaweit die viertmeisten Punkte (502) und die drittmeisten Yards (6792). Auch der schon 29-jährige Mayfield spielte unter Coen seine statistisch wohl beste Saison, kam auf 4500 Passing Yards und stolze 41 Touchdowns.
Vor seinem Engagement bei den Bucs arbeitete Coen in der NFL bereits von 2018 bis 2020 sowie 2022 in verschiedenen Positionen bei den Los Angeles Rams. 2021 sowie 2023 war er am College von Kentucky tätig. Als Head Coach hat er allerdings sowohl im College als auch in der NFL noch nie gearbeitet.
Bei den Jaguars soll Coen nun - wie in Tampa mit Mayfield - erneut die Karriere eines einstigen First Overall Picks wieder ankurbeln: Das einstige Riesentalent Trevor Lawrence hat sich - auch aufgrund von Verletzungen - bislang nicht so entwickelt, wie es sich die Jaguars erhofft hatten, als sie ihn 2021 im Draft an erster Stelle ausgewählt hatten. Zuletzt scheiterte auch Doug Peterson daran, Lawrence zum Elite-Quarterback weiterzuentwickeln, Pederson war daraufhin am "Black Monday" nach dem letzten Regular-Season-Spiel gefeuert worden.
Nachdem bereits die New York Jets, die Chicago Bears und die New England Patriots einen neuen Trainer für die neue Saison vorgestellt haben, bleiben nach Coens Zusage an die Jaguars noch drei vakante Stellen: Die Dallas Cowboys, New Orleans Saints und Las Vegas Raiders haben noch keinen Head Coach für die neue Saison.
mib