17.03.2025
Auch Higgins unterschreibt
Die Cincinnati Bengals haben ihre beiden Top-Receiver Ja’Marr Chase und Tee Higgins nach zähen Verhandlungen langfristig an sich gebunden. Einer der beiden Verträge sorgt in der NFL für einen neuen Höchstwert.

Die Nachricht dürfte vor allem Quarterback Joe Burrow glücklich machen: Wie Chase und Higgins am Sonntag (Ortszeit) zunächst gegenüber Fox Sports bestätigten, werden beide auf absehbare Zeit weiter im Trikot der Bengals auflaufen. Die Verhandlungen mit beiden Spielern hatten sich bereits über Jahre hingezogen und für einige Verstimmungen gesorgt.
Übereinstimmenden Berichten zufolge erhält Chase einen Vierjahresvertrag über 161 Millionen US-Dollar, von denen 112 Millionen garantiert sind. Mit einem jährlichen Durchschnitt von 40,25 Millionen US-Dollar ist es der höchst dotierte Vertrag, den ein Nicht-Quarterback in der NFL je unterschrieben hat. Zuletzt hatten Maxx Crosby (Las Vegas Raiders, 35,5 Millionen) und Myles Garrett (Cleveland Browns, 40 Millionen) bei ihren Vertragsverlängerungen bereits für neue Rekordwerte gesorgt.
Auch Higgins kommt keineswegs zu kurz. Der Bengals-Receiver Nummer 2 erhält einen Vierjahresvertrag über 115 Millionen US-Dollar, dessen erste beide Jahre garantiert sind. Weitere Details über die Vertragsstruktur wurden noch nicht bekannt.
Chase (25) legte 2024 eine überragende Saison hin. Als fünftem Spieler seit dem sogenannten Merger 1970 gelang ihm eine Triple-Crown-Saison: Er lag bei den Receivern ligaweit in Receptions (127), Receiving Yards (1708) und Receiving Tochdowns (17) vorne. Das brachte dem Receiver seine erste Nominierung für das First-Team All-Pro ein. Chase, im Draft 2021 an Position 5 von den Bengals gewählt, war wegen der Vertragsquerelen nach einem Hold-in erst kurz vor Saisonbeginn wieder eingestiegen.
Higgins (26, Zweitrundenpick 2020) wurde vergangene Saison von mehreren Verletzungen geplagt, gehörte aber dennoch zu den produktivsten Receivern der Liga. Er erzielte zehn Touchdowns in zwölf Spielen und fing 75,9 Yards pro Spiel (Platz 10 in der NFL). Die Bengals hatten unlängst im zweiten Jahr in Folge den Franchise Tag auf Higgins platziert, nachdem dieser vor der vergangenen Saison bereits einen Trade gefordert hatte. Nun kam es jedoch endlich zu einer langfristigen Lösung.
Burrow, der mit Chase bereits auf dem College bei LSU zusammenspielte, hatte sich immer wieder für eine Verlängerung mit seinen gefährlichsten Offensiv-Waffen stark gemacht. "Sie verdienen es, gezahlt zu bekommen, was sie wert sind", sagte er beim Pro Bowl im Januar. Duke Tobin, Director of player personnel bei den Bengals, hatte am Rande des Scouting Combines im Februar angekündigt: "Wir bezahlen Spieler dafür, was sie uns in Zukunft geben werden. Wir bezahlen sie nicht einfach für das, was sie schon getan haben."
Eine der besten Offensiven der Liga stellten die Bengals bereits 2024 - die Play-offs erreichten sie zum zweiten Mal in Folge trotzdem nicht. Das Kunststück wird nun sein, eine schlagkräftige Defensive zu bilden, obwohl ein Großteil des Salary Caps (über 40 Prozent!) durch Burrow, Chase und Higgins gebunden wird. Ihrem wichtigsten Verteidiger, Defensive End Trey Hendrickson, hatten die Bengals zuletzt die Erlaubnis erteilt, sich nach einem Trade-Partner umzusehen.
ski