05.06.2025
Zusammenarbeit mit Tomlin
Das Interesse war verbürgt, ein Treffen hatte ebenfalls schon vor einer ganzen Weile stattgefunden. Und nun, nach einer kleinen Odyssee an Wasserstandsmeldungen, kam es zum Abschluss: Aaron Rodgers wird neuer Quarterback der Pittsburgh Steelers.

Seit diesem Donnerstagabend ist die Katze aus dem Sack: Aaron Rodgers unterzeichnet in wenigen Tagen einen Einjahresvertrag als neuer Quarterback und vorübergehender Hoffnungsträger der Pittsburgh Steelers. Das berichtet neben bestens informierten Insidern wie Ian Rapoport oder Medienunternehmen wie FOX Sports auch die NFL selbst über die eigenen Kanäle (Social Media, Website).
Demzufolge hat der inzwischen 41-jährige Spielmacher seine Zusage für ein Engagement erteilt, wird am Freitag bereits in die "Steel City" fliegen und dort noch vor dem nächste Woche anstehenden Vorbereitungs-Camp ("minicamp") zur Mannschaft aus der AFC North stoßen.
Nach den Green Bay Packers (2005 bis 2022) und den Jets (2023 bis 2024) heuert der Oldie als noch einmal bei einer Franchise aus der National Football League an - seiner dritten. Klar ist: Rodgers' Aufenthalt in New York war eine (sportliche) Enttäuschung. Er konnte die hiesige "Gang Green" nicht wie erwartet zurück in die Playoffs der NFL führen. Vielmehr verabschiedete sich das Franchise aus dem "Big Apple" trotz namhaftem Roster jeweils früh aus dem Rennen um die Endrunde und setzte so die schon seit 2010/11 andauernde Playoff-Durststrecke - zugleich die längste in den US-amerikanischen Top-Ligen - nahtlos fort.
Immerhin hatte sich "A-Rod" sportlich noch ganz ordentlich von seinem Jets-Abenteuer verabschiedet: Nachdem das langjährige Packers-Aushängeschild direkt in Week 1 seiner Debütsaison 2023/24 einen Achillessehnenriss erlitten hatte, arbeitete er sich zur vergangenen Spielzeit zurück und kam auf 3897 Passing Yards sowie 28 Touchdowns (wie MVP Josh Allen von den Buffalo Bills) bei elf Interceptions.
Sicherlich bei weitem keine Top-Zahlen im Vergleich zu seiner sportlich herausragenden Karriere als einer der besten Quarterbacks der bisherigen Geschichte im American Football, aber noch immer gut genug für die NFL.
Und offensichtlich gut genug, um das Interesse der Pittsburgh Steelers auf sich zu lenken. Das Team um Head-Coach-Ikone Mike Tomlin (seit 2007 im Amt) hatte früh in dieser Free Agency die Fühler nach dem zuvor offiziell von den Jets entlassenen "A-Rod" ausgestreckt und Mitte März auch bereits ein Treffen vereinbart.
Nach etwas Hin und Her, dem Wegbrechen weiterer Rodgers-Optionen (Absage der Minnesota Vikings und Russell Wilsons Wechsel zu den New York Giants) war es nun an diesem Donnerstag (5. Juni) mit den Bestätigungen des Deals soweit. Rodgers entschied sich, wie allgemein längst erwartet worden war, für Pittsburgh als sein neues Team. Seine wie bereits erwähnt dritte NFL-Station nach den Packers (2005-2022 inklusive Super-Bowl-Sieg Anfang 2011 gegen die Steelers um Legende "Big Ben" Roethlisberger) und Jets (2023-2024).
Sportlich darf sich "Steel City" auf jeden Fall Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison machen - genauso wie der in seiner Karriere bei über 500 Touchdowns und nur 116 Interceptions stehende Rodgers selbst.
Head Coach Tomlin hat in seiner Laufbahn als Chef noch nie (!) eine negative Regular-Season-Bilanz vorgewiesen, zudem verfügt sein Team seit jeher über eine ligaweit gefürchtete Defense - und hat sich zuletzt zudem mit dem bulligen Top-Receiver D. K. Metcalf (Seattle Seahawks) verstärkt. Mit diesem hat sich Rodgers vor einigen Wochen zudem schon zu ersten Würfen im privaten Umfeld verabredet.

Los geht es für Rodgers und die Steelers in der kommenden Regular Season übrigens direkt mit einem Highlight. In Week 1 (7. September, 19 Uhr MEZ) gastiert Pittsburgh schließlich bei den New York Jets. So treffen hier sowohl "A-Rod" als auch der neue Jets-Quarterback Justin Fields auf ihre jeweiligen Ex-Teams.
Darüber hinaus darf sich der viermalige MVP Rodgers auf Duelle mit allen NFC-North-Teams, die er aus seinen Green-Bay-Jahren bestens kennt, freuen - gegen die Minnesota Vikings am 28. September (15.30 Uhr, erstes NFL-Gastspiel in Dublin), gegen "seine" Packers (27. Oktober, 1.20 Uhr), bei den von ihm so oft besiegten Chicago Bears (23. November, 19 Uhr) und bei den Detroit Lions (21. Dezember, 22.25 Uhr).
mag