03.04.2025
Defensive End will neuen Vertag
Trey Hendrickson von den Cincinnati Bengals ist auf der Suche nach einem neuen Vertrag. Doch das gestaltet sich bislang durchaus kompliziert. Nun hat er sich enttäuscht über Äußerungen der Team-Verantwortlichen bei den Bengals gezeigt.

Gemeinsam mit den beiden Wide Receivern Ja'Marr Chase und Tee Higgins galt Defensive End Trey Hendrickson als die spannendste Personalie der Offseason bei den Cincinnati Bengals.
Die Frage, die so ziemlich jeder stellte und auch immer noch stellt: Schaffen es die Bengals, alle drei ihrer Star-Spieler zu halten?
Bislang muss die Antwort auf diese Frage verneint werden. Während Chase und Higgins mit hochdotierten Verträgen vor einigen Wochen im Doppelpack gehalten wurden, wartet Hendrickson nach wie vor. Und es könnte sein, dass er auch noch eine Weile warten muss. Denn dem Anschein nach liegen beide Seiten noch weit auseinander - und das zum Teil auch wegen Hendrickson. So zumindest lassen sich die Aussagen von Bengals-Vizepräsidentin Katie Blackburn deuten.
"Ich denke, er sollte mit bestimmten Angeboten zufrieden sein, von denen er vielleicht nicht glaubt, dass er damit zufrieden wäre", hatte sie vor wenigen Tagen im Zuge des alljährlichen Liga-Meetings verlauten lassen. "Ich denke, es liegt zum Teil an ihm, dass er irgendwann glücklich ist - und wenn er es nicht ist, dann ist es das, was es manchmal aufhält. Es braucht ihn also, um 'Ja' zu etwas zu sagen."
Doch die Antwort von Hendrickson folgte nun sogleich - und der zeigte sich durchaus enttäuscht über die Aussagen. "Zunächst einmal war gestern der 1. April, also wurde ich an alle 31 Teams verkauft und hatte etwa hundert verschiedene Verträge. Ich hatte gehofft, dass es sich bei diesen Aussagen um einen Aprilscherz handelt. Ich habe meinen Agenten angerufen und herausgefunden, dass es nicht so war und das war ein bisschen enttäuschend, weil die Kommunikation in den letzten Monaten schlecht war", kritisierte er in der Pat McAfee Show.
Nach seiner neuen Vertragsunterschrift im Jahr 2023 steht Hendrickson mit einem jährlichen Durchschnittsgehalt von 21 Millionen US-Dollar auf Rang 9 im Ligavergleich. Für die kommende Saison stehen ihm allerdings "nur" noch knapp 16 Millionen Base Salary zu.
Zu wenig für sein Empfinden, vor allem mit Blick auf die anderen Spieler auf seiner Position. Mit Myles Garrett (40 Millionen), Danielle Hunter (35,6) und Maxx Crosby (35,5) hatten erst jüngst drei Akteure ordentlich abkassiert.
"Wir befinden uns auf der Straße der Defensive Ends der National Football League", so Hendrickson, der in den abgelaufenen beiden Saisons jeweils 17,5 Quarterback-Sacks verbuchte (in der letzten Saison sogar der Top-Wert ligaweit). "Der Marktwert dafür steigt, so wie er letztes Jahr für Wide Receiver gestiegen ist. Wo ich auf diesem Weg hinpasse, liegt ganz im Ermessen anderer. Wir sind bereit, über diese Dinge zu sprechen. Aber dafür, dass der Markt weiter steigt, werde ich mich nicht dafür entschuldigen, denn ich habe im Grunde genommen jedes Jahr dasselbe verlangt, nämlich ein Leben lang ein Cincinnati Bengal zu sein."
Ob es noch etwas mit einem neuen Deal wird und er ein Leben lang ein Cincinnati Bengal bleibt, werden die kommenden Wochen zeigen.
fys