22.04.2025
Zwei volle Runden in der Prognose von Adrian Franke
Das monatelange Analysieren, Spekulieren und Prognostizieren hat in dieser Woche ein Ende: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag steigt der NFL Draft 2025, kicker-Experte Adrian Franke gibt euch seine aktuellsten Prognosen mit allen jüngsten Gerüchten im Mock Draft - und das nicht nur für Runde 1, sondern auch für die komplette zweite Runde.

Es wäre an diesem Punkt ein echter Schocker, wenn Ward hier nicht der Pick wäre.
Die Titans haben ihre ganze Offseason darauf ausgerichtet, mit dem Nummer-1-Pick einen Quarterback zu draften: Die Offensive Line wurde mit mehreren Startern verstärkt, auf der Quarterback-Position wurden nur Backups verpflichtet. Und Ward scheint nicht nur im NFL-Konsens, sondern auch spezifisch bei den Titans der klare Nummer-1-Quarterback zu sein.
Eine Weile lang galt hier Abdul Carter als der Favorit, aber schon seit einigen Wochen hat sich das Blatt gewendet. Die Gerüchteküche geht hier mittlerweile klar Richtung Travis Hunter, von dem nicht zuletzt GM Andrew Berry seit einer Weile schwärmt.
Die Tendenz in Cleveland wäre wohl, dass Hunter primär Receiver spielt, aber weiterhin auf beiden Seiten des Balls Snaps bekommt. Vom Talentlevel her könnte Hunter sehr schnell Clevelands Nummer-1-Receiver werden.
Die Quarterback-Frage wäre damit weiterhin offen. Aber der Draft bietet ungewöhnlich viele interessante Optionen an Tag 2 - von denen auch einige mit den Browns in Verbindung gebracht werden - und ich halte nach wie vor einen "Notfall-Plan" mit Kirk Cousins, der günstig via Trade zu haben wäre, für denkbar.

Dieser Draftverlauf ist realistisch - und bringt die Giants in eine interessante Situation. Denn es gibt dieses Jahr einen vermeintlich klaren Nummer-1-Quarterback, und eine vermeintlich klare Top-2 was die Non-Quarterbacks angeht, mit einer deutlichen Lücke zum Rest der Klasse. Das sind Travis Hunter und Abdul Carter, doch während Carter ein sehr gutes Prospect ist, erfüllt er nicht unbedingt einen zentralen Need bei den Giants.
Zwei Gedanken dazu: Kein Team hatte jemals zu viele gute Edge-Rusher, und die Zukunft von Kayvon Thibodeaux über die kommende Saison hinaus ist offen. Das beste Edge-Prospect der Klasse hier zu picken, wäre also keineswegs eine schlechte Idee. Der andere Punkt: Ein Regime, das mehr Zeit hat und langfristiger denken kann, könnte hier einen Trade-Down als sehr attraktive Option nutzen. Ich erwarte nicht, dass die handelnden Akteure in New York diesen Luxus haben.
Campbell wäre mit seiner Armlänge und insbesondere seiner Wingspan ein deutlicher Outlier für einen NFL-Tackle. Patriots-Coach Mike Vrabel hat bereits klargemacht, dass er Campbell angesichts seines Erfolgs auf der Position in der SEC als Tackle sieht - und dann erfüllt Campbell den klarsten Need der Patriots und ist ein idealer Charakter-Fit für Vrabel.
Hier gab es lange Konsens hinsichtlich Mason Graham. Und Graham wäre ein passender Pick, aber nicht nur die Gerüchtelage verändert sich hier; ich halte es für denkbar, dass Jacksonville hier einen Playmaker für die Offense pickt. Das wäre Ashton Jeanty, der Liam Coens Run Game im Vergleich zum aktuellen Backfield der Jaguars signifikant verbessern würde.
Bei den Raiders überlege ich zwischen drei Spielern: Jeanty, Graham und Cornerback Will Johnson. Jeanty ging hier gerade vom Board, bei Johnson gehen die Gerüchte in den letzten Tagen eher Richtung Mitte bis Ende Runde 1.
Mit Graham würden die Raiders eine klare Identität zum Start der Pete-Carroll-Ära aufbauen: Eine dominante Defensive Line mit Maxx Crosby, Christian Wilkins, Malcolm Koonce und Graham auf dem vakanten zweiten Interior-Spot.
Tight End wird hier als Alternative gehandelt, aber Membou passt viel besser. Auch zu der Art und Weise, wie Aaron Glenn das Roster-Building in Detroit miterlebt hat.
Membou wäre direkt der Starting-Right-Tackle und würde damit die Line komplettieren. Damit hätten die Jets hier eine sehr gute Ausgangslage auch für das Run Game, das sicher eine zentrale Rolle einnehmen wird, sowie für Justin Fields, der auf eine starke Line angewiesen ist.
Ein Pick, der sich so beharrlich hält, dass ich überrascht wäre, wenn Walker hier nicht der Pick ist - es sei denn, er geht noch höher. Ein explosiver Rusher mit überraschender Power, der bei Georgia Off-the-Ball und auf Edge eingesetzt wurde. Ich sehe ihn in der NFL primär als Pass-Rusher, ein großer Need bei den Panthers, mit der Flexibilität, für QB-Spy- und Rush-Snaps auch Off-the-Ball zu spielen.
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Die Saints sind die erste große, richtungsweisende Wildcard. Quarterback war hier spätestens nach den Berichten über die Schulterverletzung von Derek Carr eine starke Tendenz. Aber alle Saints-Insider legen nahe, dass New Orleans hier keinen Quarterback picken wird, sondern eher an Tag 2. Wenn überhaupt.
Receiver und Tight End sind legitime Alternativen, ich vermute aber, dass die Edge-Rusher-Position hier Priorität genießen könnte. Die Saints haben mit Carl Granderson und Chase Young, mit dem sie verlängert haben, eine gute Basis. Williams aber könnte perspektivisch die Nummer 1 dieser Gruppe werden und bringt als Run-Defender direkt einen starken Floor mit. Bei ihm geht der Trend auch deutlich nach oben, er wird zunehmend klar als Top-10-Pick prognostiziert.
Auch die Bears sind eine Wildcard, nachdem sie ihre Interior Offensive Line in der Free Agency einmal komplett ausgetauscht und auch ihren zweiten Edge-Spot adressiert haben. Ein weiterer Edge- oder Defensive-Tackle-Pick ist hier trotzdem möglich, ein offensiver Playmaker ebenfalls. Tyler Warren oder Colston Loveland wären hier eine spannende Ergänzung zu DJ Moore und Rome Odunze.
Dieser Pick aber ist in erster Linie eine Reaktion auf die jüngsten Gerüchte. Und ich kann sehen, wie Banks in Ben Johnsons Offense-Idee passt: Die jüngsten Gerüchte legen nahe, dass Banks höher gehen wird, als ursprünglich gedacht. Was Sinn ergibt - talentierte Offensive Tackles gehen in aller Regel eher früher als später.
Und wenn Braxton Jones vom neuen Regime eher als Swing Tackle eingestuft wird, wäre Banks das Upgrade auf der final noch offenen Line-Position.
Die Vermutung ist, dass hier entweder die Defensive Line, oder die Secondary adressiert wird. Ersteres ist die noch größere Baustelle, gleichzeitig aber sind Defensive Tackle und Edge vergleichsweise tiefe Positionen in diesem Draft.
Jahdae Barron wäre hier interessant, weil ich ihn mir unter Robert Saleh auch Outside vorstellen könnte. Aber die Niners priorisieren meist die Trenches früh im Draft, und Nolen ist schon jetzt ein sehr guter Allrounder, der San Francisco sofort mehr Stabilität gegen den Run geben sollte und der auch Upside als Pass-Rusher mitbringt.
Viel Konsens bei den Berichten rund um die Cowboys. Wide Receiver gilt als Prio, und Golden soll im internen Ranking über Tetairoa McMillan stehen.
Das ergibt zumindest schematisch auch ein wenig Sinn. Golden würde mehr Speed und vertikales Playmaking-Element in die Offense bringen. Eine sinnvolle Ergänzung zu CeeDee Lamb, der tendenziell eher ähnliche Bereiche des Feldes besetzt wie die, die ich von McMillan erwarte.
Viele Großbaustellen in Miami. Aber Offensive Line, Defensive Tackle und Cornerback sind die Top-Prioritäten. Corner umso mehr, wenn der Trade von Jalen Ramsey, an dem gerade gearbeitet wird, Realität wird.
Barron ist ein echter Playmaker. Für manche Defenses - oder manche Matchups - ist er zu klein, um außen zu spielen, kann dann aber problemlos in den Slot rücken. Er ist ein physischer Run-Defender, der tolle Movement-Skills hat.
Tight End scheint bei den Colts ganz weit oben auf der Liste zu stehen, und Warren ist die Art offensiver Playmaker, der eine Offense vielschichtig macht. Nicht nur mit dem, was er als Blocker kann, sondern auch mit der Flexibilität in der Art und Weise, wie er offensiv eingesetzt wird.
Warren ist vermutlich der Wunschkandidat. Ist der weg, sehe ich, basierend auf den Berichten rund um die Colts, drei alternative Kandidaten: Guard Tyler Booker, Linebacker Jihaad Campbell - und Colston Loveland.
Der Edge-Rush muss die Priorität sein. Das dachten wir schon letztes Jahr, als uns Atlanta mit dem Michael-Penix-Pick überraschte.
Jetzt aber wirklich!
Je nachdem, wie das Board fällt, ist ein Corner-Pick hier alternativ denkbar. Defensive Tackle erwarte ich nach den beiden Picks letztes Jahr (Orhorhoro, Dorlus) nicht. Stewart bringt gigantische athletische und physische Upside mit - wenn er jetzt noch lernt, wie er die in zählbare Erfolge ummünzt, könnte er einer der besten Defensive Linemen dieser Klasse werden.
Noch ein Spieler, dessen Prognose eine sehr weite Bandbreite bietet. Das reine Tape ist sehr gut, einfach nur sportlich betrachtet halte ich Simmons für den besten Offensive Tackle in diesem Draft.
Aber Simmons kommt nicht nur von einer schweren Knieverletzung zurück, er gilt auch charakterlich als unklare Evaluation. Das muss man mit aller Vorsicht sagen, da diese Berichte manchmal auch keinerlei echte Grundlage haben. Wenn Teams in dieser Hinsicht grünes Licht geben, erwarte ich, dass Simmons hoch geht.
Arizona ergibt in zweifacher Hinsicht Sinn. Hier müsste Simmons erst 2026 starten, was in seine Timeline passt. Berichten vom Montag zufolge rechnen Teams damit, dass er infolge seines Patellasehnenrisses erst im August zu 100 Prozent medizinisch grünes Licht bekommt. Die Team-Untersuchungen im Draft-Prozess sollen aber positiv gewesen sein, und bei Ohio States Pro Day konnte er schon einige Übungen absolvieren.
Die Cardinals haben zudem gerade Ohio States Offensive Line Coach verpflichtet. Kein Team dürfte also charakterlich mehr Insights haben. Das Top-Quartett auf Arizonas Board an 16 würde ich nach wie vor defensiv prognostizieren: Mykel Williams, Shemar Stewart, Will Johnson, Derrick Harmon. Vielleicht sogar in exakt dieser Reihenfolge. Williams und Stewart könnten aber schon weg sein, und Johnson und Harmon haben medizinische Fragezeichen.
Edge wäre hier eine logische Alternative, und falls Trey Hendrickson doch noch getradet wird, umso mehr. Aber zwei Punkte dazu: Gut möglich, dass in der ersten Hälfte der ersten Runde alle Edge-Rusher vom Board gehen, die Cincinnati auf dem Zettel hätte. Und: Es halten sich Berichte rund um die Bengals, dass sie selbst Safety dieses Jahr mit hoher Priorität auf dem Zettel haben und dass Safety und Defensive Tackle höher auf der Liste stehen als Edge-Rusher.
Emmanwori ist der größte Upside-Safety der Klasse. Ein athletischer Freak, der noch schneller spielen und verlässlicher antizipieren muss. Dann aber kann er ein echter Difference Maker werden. Und die Bengals wissen, welchen Effekt ein Elite-Safety auf eine Defense haben kann.
Es gibt im Kern zwei Herangehensweisen, wenn man versucht, die Seahawks dieses Jahr zu prognostizieren. Denkbar ist, dass John Schneider mit den Trades von Geno Smith und DK Metcalf viel riskiert hat, und jetzt sein Draft-Kapital mit starkem Need-Fokus einsetzen muss. Dann wäre hier ein Interior Offensive Lineman die erste Wahl.
Oder aber er denkt in einer anderen Timeline - und anderer Priorität was einzelne Positionen angeht. Dann könnte Pick 18 eine spannende Option sein, um wirklich den besten verfügbaren Spieler auf dem Board zu picken, um dann an Tag 2 mit dem ganzen Kapital dort mehr Need-Fokus zu legen.
Ich tendiere zu Letzterem. Und wenn ein Spieler wie McMillan, oder auch Colston Loveland, hier verfügbar ist, könnte das der Offense ein noch dringend benötigtes Size-Playmaking-Element geben.
Nicht unbedingt der prototypische Edge-Pick der Bucs in den letzten Jahren, Tampa hatte hier einige Male Fokus auf Größe und Physis gelegt. Das ist nicht Ezeiruakus Spezialität, dafür bringt er ein großes Pass-Rush-Arsenal mit, ist quick und agil, und wäre eine sehr gute Ergänzung für die Front, sowie auch der perspektivische Ersatz für Haason Reddick.
Es gibt im zweiten Teil der ersten Runde nicht viele Mock-Konsens-Picks. Hampton nach Denver ist einer davon: Die Broncos haben ihre größten Baustellen in der Free Agency geschlossen und könnten mit Blick auf die überraschenden Erfolge der Vorsaison eine Chance sehen, ein Titelfenster zu öffnen.
Das würde den vergleichsweise kurzsichtigen Running-Back-Pick erklären, zumal es kein Geheimnis ist, dass Sean Payton viel Wert auf das Run Game legt. In meiner reinen Spieleranalyse sehe ich TreVeyon Henderson besser und halte ihn auch tatsächlich für den besseren Fit innerhalb der Offense. Aber die Insider-Berichte sind sehr klar Richtung Hampton.
Das ist für mich ein Full-Circle-Pick. Denn über Sanders nach Pittsburgh hatte ich in meinem ersten Mock vor der Combine spekuliert, seitdem war seine Draft-Aktie eine echte Achterbahnfahrt. Einst schien er der Pick spätestens an Nummer 3 zu den Giants zu sein, seitdem haben die Giants Jameis Winston und Russell Wilson verpflichtet.
Die Browns scheinen ebenfalls einen anderen Quarterback-Weg zu wählen, und die Saints haben Sanders wohl nicht als Top-10-Pick auf dem Board.
Dann gibt es drei Optionen: Ein "Überraschungsteam" wie Seattle oder Indianapolis pickt ihn. Ein Team tradet aggressiv für ihn aus der zweiten Runde hoch. Oder aber die Steelers lassen das Board zu sich kommen und picken Sanders, wenn er da ist. Wenn ich die Gerüchtelage dieser Woche sondiere, ist das letzte Szenario das, welches ich am häufigsten sehe.
Es braucht immer nur ein Team, insbesondere bei einem Quarterback, das sich in ein Prospect verliebt und alles in Bewegung setzt, um ihn zu bekommen. Sanders scheint aber nicht dieser Spieler zu sein. Und ich mag den Fit in Pittsburgh, auch um zeitnah zu starten.
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Die Chargers könnten hier definitiv auch Richtung Defensive Line schauen, brauchen gleichzeitig aber auch Playmaker. Loveland ist im Vergleich mit Tyler Warren als Receiver deutlich dynamischer und kann auch einen vertikaleren Route Tree bespielen, und während er nicht auf dem gleichen Level als stationärer In-Line-Blocker ist, so ist er doch ein funktionaler Move-Blocker mit ausreichender Länge, um hier und da auch innen zu bestehen.
Hairston ist ein Spieler, der zunehmend intensiv mit den Packers in Verbindung gebracht wird. Hat jede Menge Speed, wäre ein guter Scheme-Fit und würde einen klaren Need adressieren.
Sollte das Board so fallen, wäre es eine spannende Diskussion: Sehen die Packers Hairston über Will Johnson? Ich denke, es gibt einen legitimen Case dafür: Hairston wäre der bessere Scheme-Fit, Johnson ist für mich in erster Linie ein Off-Zone-Corner. Und die Verletzungen werden Johnson auf einigen Boards deutlich abrutschen lassen. Vielleicht auch bei den Packers, die zuletzt nicht gerade Glück mit verletzten Cornerbacks hatten.
Mit dem wenigsten Draft-Kapital ligaweit würde Minnesota hier sicher nur zu gerne runter traden. Vielleicht will jemand für einen Quarterback hoch, vielleicht gibt es noch einen Uptrade für einen Offensive Tackle.
Johnson wäre an 24 ein guter Pick: Ein Playmaking-Cornerback, der schematisch passt und der in Minnesotas aggressiver Defense ein Turnover-Magnet werden könnte.
Johnson ist eine schwierige Mock-Draft-Prognose. Eine nicht unerhebliche Verletzungsvorgeschichte, kein Top-Speed und überschaubare Länge machen ihn zu einem Spieler, bei dem es schwer ist, abzuschätzen, wie jedes Team ihn beurteilt.
Ich denke, dass seine Range realistisch bei den Dolphins beginnt - und potenziell bis zu den Vikings hier an 24 reicht. Sofern Minnesota den Pick nicht tradet, sollte das aber auch sein Floor sein.
Ich vermute, dass Houston mit einem dieser drei Spieler aus der ersten Runde gehen wird: Kelvin Banks, Emeka Egbuka oder Tyler Booker. Wir wissen, dass sie sehr viel Wert auf Leadership und Locker-Room-Präsenz legen, was Egbuka und Booker zu klaren Fits macht. Banks war ebenfalls Team-Captain bei den Longhorns und galt zum Ende seiner College-Zeit als Leader, zudem könnte er im ersten Jahr Guard spielen, um dann 2026 auf Left Tackle zu übernehmen.
Doch wenn die jüngsten Gerüchte stimmen, ist Banks hier keine realistische Option mehr, weil er deutlich früher geht. Dann ist meine Vermutung Booker, bei dem die Gerüchte mehr und mehr klarmachen, dass er trotz seiner schwachen athletischen Tests nicht aus der ersten Runde fallen wird. Er ist ein Leader, und er ist der in meinen Augen beste Interior-Pass-Blocker der Klasse.
Glaubt man den aktuellsten Berichten, dann haben die Saints mehr Interesse an Dart als an Sanders - und erwägen beide aber nicht mit dem Nummer-9-Pick. Das muss keine Hürde darstellen: New Orleans hat zwei Picks in Runde 3 (71, 93) und zwei in Runde 4 (112, 131), zusätzlich zum eigenen Zweitrunden-Pick.
Ein Uptrade von 40 nochmal hoch in die erste Runde ist also durchaus denkbar. Und wäre vermutlich auch notwendig, um vor die Browns und Giants zu Beginn der zweiten Runde zu springen. Die Rams auf der anderen Seite haben keinen Pick in Runde 2, und könnten so ihr Tag-2-Draftkapital gehörig aufstocken.
Dart sollte idealerweise nicht direkt starten, ob die Saints diesen Spagat in dem Szenario hinbekommen, bleibt abzuwarten. Das wäre aber auch der Pick, um perspektivisch den Derek-Carr-Vertrag aus den Büchern zu bekommen und zumindest eine Art Umbruch einzuleiten.
Die Ravens machen das, was sie immer machen. Sie lassen das Board zu sich kommen, warten ab, und picken dann einen Spieler, den viele vorher früher erwartet hatten.
Starks ist nicht der Monster-Athlet, aber er ist ein unheimlich smarter Safety, der in Baltimore Kyle Hamilton entlasten kann und die Defense schnell stabiler machen wird.
Ein Uptrade für einen Edge-Rusher ist denkbar, insbesondere Shemar Stewart soll es den Entscheidungsträgern in Detroit angetan haben. Hier fällt das Board so, dass kein Edge, den ich bei den Lions sehe, verfügbar ist - dafür aber ein sehr spannender Offensive Lineman.
Zabel wäre die Versicherung auf Guard für den Fall, dass Christian Mahogany noch nicht bereit ist. Er wäre alternativ auch die perspektivische Nachfolge für Graham Glasgow auf dem anderen Guard-Spot. Oder aber die für Frank Ragnow, sollte der jetzt vermehrt mit Verletzungen zu kämpfen haben.
Zabel bringt die Athletik und Physis mit, die ihn zum Scheme-Fit machen, und die Vielseitigkeit, die einen Pick in Runde 1 rechtfertigen.
Green ist eine der größeren individuellen Wildcards in diesem Draft. Das reine Talent legt einen Top-15-Pick nahe, aber zwei Vorwürfe sexueller Gewalt aus seiner Vergangenheit werfen einen Schatten über sein Profil.
Green hat bei der Combine offen darüber gesprochen und alle Anschuldigungen von sich gewiesen, aber es ist auch so kurz vor dem Draft ein komplettes Rätsel, wie die Teams das einschätzen. Auf manchen Boards soll er gar nicht stehen, bei anderen ist unklar, ob er jetzt zum Team-Visit vor Ort war, oder doch nicht.
Ganz zum Ende der ersten Runde dürfte die Bereitschaft der GMs, hier ein gewisses Risiko einzugehen, zumindest größer sein. Und während ich mir Green als explosiven, extrem produktiven Pass-Rusher ab San Francisco mit dem elften Pick vorstellen könnte, ist dieser Bereich der ersten Runde wohl realistischer. In Washington würde er einen klaren Need abdecken.
Cornerback dürfte eine realistische Prognose sein - bleibt die Frage, welcher. Amos mit seiner Länge, Physis und Flexibilität halte ich für einen passenden Pick, der auch in Buffalos Corner-Schema passt. Sein Tape ist gut genug, dass ein später Erstrunden-Pick genau seine Range sein dürfte.
Defensive Line ist immer noch ein Thema in Kansas City, und Grant ist ein spektakulärer Fit. Ein Pocket-Pusher mit Power, der die Run-Defense stabilisiert und der eine für einen Nose Tackle spektakuläre Explosivität mitbringt. Sein Spiel muss konstanter werden, dann aber hat er das Potenzial, der beste Interior Lineman dieser Klasse zu werden.
Die Eagles suchen schon seit einer Weile einen Nummer-3-Receiver. Egbuka könnte ideal in diese Rolle passen: Als dominanter Slot- und Yards-after-Catch-Receiver in einer Offense, in der er nicht häufig Man Coverage schlagen muss, und stattdessen mehr Räume Underneath bearbeiten kann.
Räume, die im Zuge eines möglichen Dallas-Goedert-Trades umso mehr vakant sein werden. Und Egbuka kann sogar dessen Blocking-Part übernehmen.

Die Gerüchte rund um Shough reißen nicht ab. Selbst legitimer Erstrunden-Hype bleibt ein Thema bei ihm. Daran glaube ich nicht, aber dass die Browns ihn zum Start in den zweiten Tag nehmen, halte ich mittlerweile für durchaus realistisch.
Shough hat ein ungewöhnliches Profil: Er ist ein sehr altes Prospect, mit dafür aber vergleichsweise wenig Spielerfahrung, auch aufgrund mehrerer Verletzungen. Aber er hat einen guten Arm, er hat einen NFL-Pocket-Passer-Frame und es ist gut möglich, dass Kevin Stefanski hier einen Quarterback sieht, der seine Offense gut umsetzen kann.
Mit Russell Wilson und Jameis Winston haben die Giants zumindest ausreichend vorgesorgt, damit ein Rookie-Quarterback nicht sofort spielen muss. Das wäre mit Milroe eine Grundvoraussetzung, denn Milroe wird Zeit brauchen.
Das physische Potenzial aber ist unbestreitbar, und vielleicht ist Brian Daboll der richtige Coach, um dieses Potenzial aus ihm herauszukitzeln. Vorausgesetzt natürlich, er bekommt genug Zeit.
Ohne die Schulterverletzung, die wohl auch Campbells Rookie-Saison beeinträchtigen wird, wäre Campbell viel früher vom Board. Saints, Cardinals, Bengals und Seahawks sehe ich als mögliche frühere Fits.
Fällt er verletzungsbedingt tatsächlich aus der ersten Runde? Eigentlich ist dafür das Talent zu groß, und dafür ist auch der Abstand zwischen ihm und dem Rest der Klasse zu deutlich. Aber Red Flags wegen Verletzungen sorgen im Draft immer wieder für Überraschungen.
Für die Colts wäre das ein enormer Homerun. Campbell ist eine echte Überlegung auch schon mit dem Nummer-14-Pick.
Gleichzeitig ist es ein offenes Geheimnis, dass die Titans nach Tag 1 gerne ein wenig zusätzliches Kapital reinholen würden.
Tendenz hier ist klar Defense, und das macht den Pick in dieser Übung einfach. Harmon bringt gute Physis und Länge und ein ausgefeiltes Pass-Rush-Arsenal mit, er wäre mehr als ein guter Trostpreis dafür, dass Jacksonville in diesem Szenario in Runde 1 auf Mason Graham verzichtet.
Bei Harmon soll es unerwartete medizinische Bedenken geben, das ist auch der einzige Grund dafür, dass er hier noch zu haben ist. Das Talent würde einen Pick auch zehn bis 15 Spots höher rechtfertigen.
Seattle hat vier Picks in der Top-100, darunter die Picks 50 und 52. Es würde mich sehr wundern, wenn sie letztlich wirklich dort picken. Wahrscheinlicher ist, dass sie einen dieser beiden Picks nutzen, um an Tag 2 hoch zu klettern - vielleicht für einen Starting-Outside-Corner? Revel hat sehr gutes Tape, kommt aber von einem Kreuzbandriss zurück. Ansonsten wäre er ein legitimer First-Round-Kandidat.
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Left Tackle und Wide Receiver sind die beiden größten Baustellen der Patriots, hier adressieren sie exakt diese beiden Positionen zum Start in den Draft. Ayomanor ist noch roh als Route Runner, aber seine Physis als Blocker und seine Quickness trotz der Größe kann ich mir in New England sehr gut vorstellen.
Auch nach den Free-Agency-Investitionen in die Defensive Line haben die Bears hier noch Nachholbedarf. Scourton ist ein Power-Rusher, der zum Start die ideale Nummer 3 in Chicagos Edge-Rotation wäre.
Bei Taylor gibt es späten Draft-Buzz, sogar so weit, dass er als möglicher dritter Tight End in der ersten Runde gehandelt wird. Das würde mich schon sehr wundern, weil ich dafür zu viele Fragezeichen hinsichtlich seiner Blocking-Qualitäten habe. Aber als dynamische Receiving-Option könnte er genau das sein, was die Rams suchen - und was sie vielleicht alternativ gerne mit Colston Loveland in der ersten Runde gehabt hätten.
Nach zwei weiteren Verstärkungen für die Trenches bekommt Ben Johnson sein offensives Spielzeug, und holt sich die Explosivität in die Offense. Henderson könnte zumindest in Teilen die Jahmyr-Gibbs-Rolle besetzen und ist zudem ein exzellenter Pass-Blocker.
Abgesehen von Garrett Wilson sind viele Fragezeichen in der Receiver-Gruppe der Jets. Bech wäre ein Big Slot mit viel Blocking-Qualitäten, der ins offensive Scheme und auch in die Football-Philosophie von Aaron Glenn passen sollte.
Extremer Fall für Pearce, der vor einem Jahr als künftiger Top-5-Pick gehandelt wurde. Es gibt Fragezeichen hinsichtlich seiner Motivation und dahingehend, inwieweit er ein "guter" Locker-Room-Spieler ist. Das Tape zeigt einen explosiven Speed-Rusher, dem es aber häufig an Power mangelt und der mit seiner Länge häufig zu steif spielt. Als Nummer 2 in San Francisco könnte dieser Spielertyp aber sehr gut funktionieren - sofern die Niners Pearce charakterlich mögen.
Zwei Picks, zwei Playmaker für die Cowboys. Judkins und Matthew Golden adressieren zwei große Baustellen im Kader der Cowboys, und während Judkins nicht der spektakulärste Back ist, bringt er doch ein sehr komplettes Skillset mit und ist ein echter 3-Down-Back mit einem hohen Floor.
An Tag 2 ein paar Spots runter zu gehen, zusätzliche Munition für Runde 3 mitzunehmen - die Titans haben ihren Drittrunden-Pick infolge des L’Jarius-Sneed-Trades nicht - und dann trotzdem noch einen Playmaker für Cam Ward zu bekommen, halte ich für ein ideales Titans-Szenario.
Die Kirsche auf der Sahne ist die Tatsache, dass Williams, ein explosiver Playmaker und spektakulärer Route Runner, und Ward in Washington bereits zusammengespielt haben.
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Schwesingers Aktien gingen zuletzt merklich hoch, und mich würde es nicht wundern, wenn Atlanta seine beiden ersten Picks in Front-Seven-Spieler investieren würde. Schwesinger ist kein physischer Spieler, aber er verfügt über enorme Reichweite in Coverage und passt in das moderne Bild vieler NFL-Defenses auf der Position.
Eine Mischung aus Offensive Line, Defensive Tackle und Corner ist meine Vermutung für die ersten Cardinals-Picks. Williams ist ein explosiver Nose Tackle mit jeder Menge Power, der in Arizonas Front erst einmal in die Rotation rutscht und von Dalvin Tomlinson lernen kann, ehe er perspektivisch startet.
Alternative an dieser Stelle: Cornerback Darien Porter, bei dem ich mir vorstellen kann, dass Arizona genug Upside sieht, um ihn in der zweiten Runde zu picken.
Conerlys Draft-Range beginnt schon deutlich früher; vielleicht geht er sogar in Runde 1. Conerly hat sehr gute Movement Skills und könnte bei den Dolphins zunächst innen spielen, um, wenn nötig, perspektivisch auf die Left-Tackle-Position zu wechseln.
Guard ist ein klarer Need. Es würde mich wundern, wenn Cincinnati diese Position in Runde 1 schon adressieren würde - Jackson als sehr guter Allrounder aber wäre eine gute Alternative an Tag 2, sollte er hier noch zu haben sein. Hatte zuletzt auch Erstrunden-Hype.
Running Back wäre eine Alternative, aber Wide Receiver ist ein ähnlich großer Need. Und Higgins wäre eine sehr gute Ergänzung zu dem, was die Raiders bereits haben. Er könnte die X-Receiver-Rolle übernehmen und bringt Größe mit in den Receiver Room.
Sollte Denver seinen Draft mit einem Running Back eröffnen, sind hier sehr viele Szenarien denkbar. Norman-Lott passt nicht in jede Defense, aber für Denvers aggressives, attackierendes Scheme wäre er ein sehr guter Fit.
Gut möglich, dass sie es in Runde 1 nicht machen. Aber spätestens an Tag 2 muss die Interior Offensive Line adressiert werden. Ratledge hat einen unheimlich hohen Floor und hat mit seinen athletischen Tests überrascht. Das hilft dabei, ihn als Scheme-Fit in der neuen Seahawks-Offense zu sehen.
Guter Man-Corner, der höher gehen würde, hätte er nicht eine ausgeprägte Verletzungsvorgeschichte. Zwei Hüft-OPs, insbesondere auf dieser Position, sind eine heftige Hypothek. Ich halte das für Morrisons realistische Range, und in Tampa Bays Defense passt er super rein.
Was die Packers wirklich brauchen, ist ein Nummer-1-Edge und ein Nummer-1-Receiver - beides ist außerhalb der Top 10 im Draft eher schwierig. Harris halte ich für einen vernünftigen Shot auf einen solchen Receiver: Ein X-Receiver mit guten Movement-Skills und Playmaking-Qualitäten, der eine Nummer 1 werden kann.
Das wäre ein beachtlicher Drop für Burden, bei dem ich aber zumindest schon seit einer Weile keinen First-Round-Hype gesehen habe. Und bei dem es wohl Fragezeichen hinsichtlich seines Football-Characters gibt. Dazu ist er ein sehr spezifischer Receiver, und diese Kombination könnte dafür sorgen, dass er später geht, als lange gedacht.
Burden braucht eine gute Rolle, ist vielleicht zu Beginn auch ein Gadget-Target. Aber er bringt eine beachtliche Dynamik in eine Offense: Burden ist ein explosiver Playmaker, der Underneath, aber auch vertikal eine Rolle spielen wird. Die Chargers brauchen dringend offensive Explosivität, und holen sie sich in diesem Draft mit Burden und Loveland gleich doppelt.
Die Bills haben viel Munition in diesem Draft, und spätere Upside-Picks Richtung Defensive Line und Wide Receiver halte ich für sehr realistisch. Dass die ersten beiden Picks in die Secondary fließen, ist aber ebenfalls gut möglich. Winston kommt von einem Kreuzbandriss zurück, deshalb sind seine Draft-Aktien nicht ganz so robust. Das Profil abgesehen von der Verletzung geht für mich Richtung Top-50-Pick, und insbesondere die Bills-Defense hatte ihre besten Jahre, als sie ein sehr gutes Safety-Duo auf dem Feld hatte.
Edge, Defensive Back, Receiver, das sind die drei zentralen Needs der Panthers. Edge wurde mit Jalon Walker adressiert, und auf Receiver würde ich eher einen X-Outside-Receiver sehen. Der ist hier aber nicht auf dem Board. Watts als Deep Safety ist eine gute Alternative.
Neben der Offensive Line scheint Houston Wide Receiver in den Fokus zu rücken. Noel kann gemeinsam mit Christian Kirk neben Nico Collins funktionieren, und dann 2026 Kirk als vertikaler Slot-Receiver beerben.
Edge ist ein echter Need in Baltimore, und die Ravens könnten mit Jackson spät in der zweiten Runde einen Upside-Pick landen. Jackson ist groß mit langen Armen und scheint sich noch an den gigantischen Frame zu gewöhnen. Könnte perspektivisch auch etwas weiter innen spielen.
Die Lions scheinen noch einen Power-Edge haben zu wollen, und wenn sie den in Runde 1 nicht bekommen können, wird es in Runde 2 Alternativen geben. Tuimoloau ist genau so eine, ein Power-Rusher der die Front sofort stabiler gegen den Run macht.
Washington hat mit seinen Trades der letzten Wochen und Monate klargemacht, wie sie sich selbst sehen: Die Commanders sehen ein Win-Now-Fenster, dafür wurden Deebo Samuel, Laremy Tunsil und Marshon Lattimore geholt, und Spieler wie Bobby Wagner und Zach Ertz nochmal gehalten.
In diese Strategie passt ein Running-Back-Pick hier. Skattebo könnte als Receiver die Austin-Ekeler-Rolle übernehmen, und mit seiner Physis ist er ein Tone-Setter für eine Offense.
Drei Bills-Picks, alle drei in die Defense - ich halte das für durchaus realistisch. Swinson hat Upside und müsste in Buffalo erst einmal nicht starten, könnte aber als Rotationsspieler insbesondere als Pass-Rusher direkt eine Rolle spielen.
Einen Playmaker an Tag 2 für die Chiefs kann ich mir vorstellen, und Arroyo wäre eine spannende Ergänzung. Ein guter Receiving-Tight-End, der als Blocker mehr Upside hat, als ihm mitunter zugesprochen wird. Und vielleicht die perspektivische Nachfolge für Travis Kelce.
Sanders kann als Power-Rusher eine Rolle spielen, hat aber auch einen starken Anker gegen den Run. Sollte Philadelphia in Runde 1 nicht in die Defensive Line investieren, gehe ich stark davon aus, dass diese Position hier adressiert wird.
Adrian Franke