01.08.2025
Gespräche mit EFA angekündigt
Die European League of Football kommt derzeit nicht zur Ruhe. Nun kündigt Zeljko Karajica seinen Rückzug als Geschäftsführer an.

Kaum eine Woche vergeht derzeit ohne eine große Nachricht in der European League of Football. Nach dem Rückzug von Commissioner Patrick Esume vor exakt einer Woche hat nun auch Geschäftsführer Zeljko Karajica seinen Rückzug für das Saisonende angekündigt.
"In den kommenden Tagen werden wir einen erfahrenen Co-CEO und Chief Financial Officer (CFO) offiziell vorstellen. Dieser Schritt wurde von allen ELF-Gesellschaftern einstimmig beschlossen", erklärte Karajica in einer Mitteilung der Liga. Laut eigenen Angaben handelt es sich dabei um "einen langfristig vorbereiteten und abgestimmten Prozesses, der eine geordnete Übergabe der Verantwortlichkeiten sowie die Kontinuität innerhalb der Organisation sicherstellen soll".
So wird Karajica bis zum Ende der Saison als Co-CEO bei der ELF verbleiben und sich dann von seinem Amt zurückziehen, wie die ELF auf kicker-Nachfrage bestätigte. Der 54-Jährige, der weiterhin Hauptgesellschafter der Liga ist, will damit einen geordneten Abschluss der Spielzeit und einen reibungslosen Übergang gewährleisten.
Gemeinsam mit Patrick Esume hatte Karajica die Liga 2020 ins Leben gerufen. "Mit Weitblick und unternehmerischem Pioniergeist hat er American Football in Europa neu definiert - durch den Aufbau einer professionellen Liga und einer einzigartigen Plattform für Athleten auf dem gesamten Kontinent", dankt die Liga in einer Mitteilung einem ihrer Gründer.
"Wir haben eine starke Grundlage geschaffen - und ich bin voller Vorfreude auf die kommenden Schritte. Wir bringen American Football in Europa auf ein völlig neues Level", meint derweil der scheidende Commissioner.
Der Nachfolger von Karajica hat eine große Fülle von Aufgaben. Die größte wird dabei sein, die neun Teams, die sich der European Football Alliance (EFA) angeschlossen haben und den Zustand der Liga bemängeln, wieder auf den gemeinsam Pfad zu bringen. "Der neue Co-CEO wird unter anderem in engem Austausch mit der European Football Alliance (EFA) stehen, um zentrale Themen wie Governance, Ligaregelungen und Franchise-Entwicklung voranzutreiben", kündigt die ELF daher bereits an.
Zudem könnte in der kommenden Saison die Liga weiter wachsen. So gibt es aus laut der Liga "konkretes Interesse potenzieller neuer Teams". Ein möglicher Neuzugang könnte dabei aus London kommen. Laut einem Bericht von The Guardian sollen die neuen Eigentümer des englischen Fußball-Drittligisten Leyton Orient Interesse an einer ELF-Franchise besitzen.
smu