18.08.2025
Die Takeaways aus Week 2
Week 2 der NFL Preseason lieferte erste Antworten. Einige Rookies und neue Offenses überzeugten - und auch deutsche Football-Fans hatten Grund zur Freude.

Week 2 der Preseason wird von vielen Teams als Gradmesser für Starter und Neuzugänge gesehen - und diesmal nutzten zahlreiche Coaches die Gelegenheit, ihre Starter zu bewerten.
Dabei wussten einige Spieler und neue Systeme zu überzeugen. Zudem sammelten zwei deutsche Spieler ihre ersten NFL-Snaps.
Die Chicago Bears schickten erstmals in dieser Preseason ihre Starter um Quarterback Caleb Williams aufs Feld - und das sah vielversprechend aus. Williams kam im ersten Drive auf 97 Passing Yards und warf am Ende einen 36 Yards Touchdown auf Olamide Zaccheaus. Ein Auftakt, der Hoffnung auf eine deutlich produktivere Offense macht.
Auch die neue Offense der Seattle Seahawks lieferte gleich im ersten Drive ab. Mit Sam Darnold erstmals im Seahawks-Trikot marschierte die Offense in zehn Plays über 81 Yards und vollendete den Drive mit einem Touchdown-Lauf von Running Back Zach Charbonnet. Darnold brachte dabei alle vier Pässe für 34 Yards an.
Auffällig: Neuzugang Cooper Kupp stand bei sieben der zehn Snaps auf dem Feld, Jaxon Smith-Njigba bei acht - beide also fast gleichwertig eingebunden.
Bei den San Francisco 49ers stand erstmals Brock Purdy auf dem Platz. Der Quarterback brachte fünf von sieben Pässen für 66 Yards an und fand vor allem eine gute Connection zu Ricky Pearsall, der drei Catches für 42 Yards sammelte.
Noch spektakulärer verlief der Abend für den Division-Rivalen: Stetson Bennett, Backup Quarterback der Los Angeles Rams, spielte das komplette Spiel gegen die Los Angeles Chargers. Der zweimalige College-Champion mit den Georgia Bulldogs überzeugte mit 324 Passing Yards und drei Touchdowns bei einer Interception.
Besonders eindrucksvoll: Mit nur 1:28 Minuten auf der Uhr führte Bennett die Rams über 75 Yards in zehn Plays zum spielentscheidenden Touchdown fünf Sekunden vor Schluss - 23:22 der Endstand für die Rams. Ein starkes Signal des Viertrundenpicks von 2023.
Nach einem unauffälligen Debüt in Week 1 meldete sich der Rookie der Las Vegas Raiders, Ashton Jeanty, eindrucksvoll zurück. Der Running Back, an Position sechs im Draft ausgewählt, erlief 33 Yards bei sieben Versuchen - 19 Yards davon nach dem Kontakt. Damit zeigte er genau die Qualitäten, die ihn schon am College auszeichneten: schwer zu Boden zu bringen und immer für Extra-Yards gut.
Erneut auf sich aufmerksam machen konnten zwei Rookies der New England Patriots. TreVeyon Henderson, der bereits im ersten Preseason-Spiel bei seiner allerersten Ballberührung einen spektakulären 100 Yard Kickoff Return Touchdown erzielte, überzeugte diesmal vor allem auf seiner eigentlichen Position als Running Back. Mit vier Carries erlief er 20 Yards und krönte seinen Auftritt mit einem Touchdown.
Doch den größten Eindruck hinterließ Wide Receiver Efton Chism III. Der Undrafted Rookie stahl mit sechs Receptions für 71 Yards und einem Touchdown Henderson die Show. Chism III gehört bislang zu den Überraschungen der Preseason und steigert mit solchen Leistungen seine Chancen erheblich, den Sprung in den 53-Mann-Kader der Patriots zu schaffen.
Für deutsche Football-Fans war Week 2 ebenfalls besonders: Jets-Rookie Leander Wiegand sammelte seine ersten 22 Snaps als Offensive Lineman in der NFL und überzeugte vor allem in der Pass Protection. Auch Tight End Maximilian Mang von den Colts kam zu seinem ersten Einsatz.
Zudem stand Falcons-Kicker Lenny Krieg erneut auf dem Feld. Während sein Teamkollege und Konkurrent Younghoe Koo diese Woche die Field Goals übernahm, war Krieg im Kickoff-Team gefordert.
val