11.08.2025
Die Takeaways von Week 1
Die erste Woche der NFL Preseason ist gespielt - und vor allem die Rookie-Quarterbacks haben mit starken Auftritten überzeugt. Dazu sorgte ein deutscher Kicker für Aufsehen, und ein Jaguars-Spieler verpasste nur knapp einen historischen Rekord.

Die Preseason in der NFL ist traditionell die Zeit, in der neue Spieler ihre ersten Spuren in der NFL hinterlassen. In Week 1 gab es gleich mehrere Glanzlichter. Ob Quarterbacks, Wide Receiver, Offensive Linemen oder Special Teams - zahlreiche Rookies nutzten die Chance, um einen starken ersten Eindruck zu hinterlassen.
Der wohl spannendste Blick galt den jungen Quarterbacks. Shedeur Sanders, im Draft überraschend weit gefallen, zeigte mit den Cleveland Browns gegen die Carolina Panthers gleich mehrere Highlights. Zwei Touchdown-Pässe unterstrichen vor allem die Präzision in seinen Würfen.
Auch Jaxson Dart feierte bei den New York Giants ein beeindruckendes Debüt. Beim Sieg gegen die Buffalo Bills warf er für 154 Yards, brachte 12 von 19 Pässen an und krönte seine Leistung mit einem perfekt platzierten Touchdown-Pass über 28 Yards auf Lil'Jordan Humphrey.
Bei den Tennessee Titans überzeugte First Overall Pick Cam Ward. Er brachte fünf seiner acht Pässe an und fand früh eine gute Chemie mit Star-Receiver Calvin Ridley. Nach zwei Drives und einem Touchdown, dem einzigen seines Teams an diesem Abend, war der Arbeitstag von Ward beendet.
Für die New Orleans Saints lief Second Round Pick Tyler Shough erstmals in der NFL auf. Nach einer frühen Interception, die direkt zu einem Pick Six führte, fing er sich schnell und setzte mit einem 54 Yards Touchdown Pass auf Mason Tipton ein Ausrufezeichen. Shough beendete den Abend mit 165 Passing Yards bei 15 von 22 angebrachten Pässen.
Auch Vikings-Quarterback J.J. McCarthy überzeugte in seiner ersten Partie nach der schweren Verletzung. Gegen die Houston Texans zeigte er, warum Head Coach Kevin O’Connell ihm das Vertrauen als Starter schenkt. Vier seiner sieben Würfe fanden ihr Ziel, der Drive wurde mit einem Field Goal von Will Reichard aus 48 Yards Entfernung positiv beendet.
Doch nicht nur die Rookie-Quarterbacks haben überzeugt. Im Spiel gegen die Browns konnten Panthers-Fans erstmals die Verbindung zwischen Bryce Young und Rookie Receiver McMillan bestaunen. Auf einer tiefen Go-Route passten Timing und Abstimmung perfekt.
In New England sorgte First Round Pick Will Campbell für Furore. Der vierte Pick im Draft erhielt von Pro Foootball Fokus eine starke Overall Grade von 85,4. Ein besonderes Highlight war einer seiner Blocks bei einem Laufspielzug über die linke Seite für Running Back TreVeyon Henderson.
Bei den Giants überzeugte Edge-Rusher Abdul Carter. In insgesamt sechs Snaps kam er in drei Pass-Situationen zum Einsatz - und erzeugte jedes Mal Druck gegen die Starting Offensive Line der Bills. Besonders auffällig: ein schneller Sieg im 1-gegen-1-Duell gegen den mehrfachen Pro Bowler Dion Dawkins.
Ein besonderer Blick galt auch Travis Hunter bei den Jaguars. Der Ausnahmespieler, der bereits im College sowohl in der Offense als auch in der Defense aktiv war, blieb dieser Doppelrolle treu: Elf Snaps als Wide Receiver, acht als Cornerback. Seine Statistik: Zwei Catches für neun Yards.
Ein Highlight aus deutscher Sicht: Kicker Lenny Krieg, der bei den Atlanta Falcons um einen Kaderplatz kämpft, verwandelte gleich seinen ersten Field Goal Versuch aus 57 Yards sicher. Beim zweiten Versuch aus 53 Yards fehlte nur knapp die Präzision.
Aus deutscher Sicht bekam Julius Welschof die meisten Snaps in Week 1, insgesamt 45 an der Zahl. Der Outside Linebacker in Diensten der Pittsburgh Steelers sammelte kurz vor der Halbzeitpause einen QB-Hit gegen Nick Mullens von den Jacksonville Jaguars. Auch Offensive Tackle Kilian Zierer machte seine Sache bei den Browns solide, während Tight End Maximilian Mang und Offensive Lineman Leander Wiegand nicht zum Einsatz kamen.
Für Aufsehen sorgte derweil Jaguars-Kicker Cam Little. Er verwandelte ein Field Goal aus sagenhaften 70 Yards - vier Yards weiter als der offizielle NFL-Rekord von Justin Tucker. Da der Kick jedoch in der Preseason erzielt wurde, geht er nicht offiziell in die Rekordbücher ein.
Ein weiterer Hingucker: Patriots' Second Round Pick TreVeyon Henderson erzielte bei seiner allerersten Ballberührung in der NFL direkt einen 100-Yards-Kickoff-Return-Touchdown. Genau diese Explosivität erhoffen sich die Patriots von dem Running Back in der kommenden Saison.
val