22.08.2025
Neues Format
Die SEC passt ihren Spielplan an. Ab 2026 stehen statt acht künftig neun Conference-Duelle auf dem Programm - ein Schritt, der Tradition und Wettbewerb gleichermaßen sichern soll.

Die Southeastern Conference passt ihren Spielplan an und zieht damit mit den anderen Top-Ligen des College Football gleich.
Ab der Saison 2026 werden alle Teams der Conference neun Spiele innerhalb der Liga austragen - ein bedeutender Schritt, der die Wettbewerbsbalance stärken, Rivalitäten sichern und die Chancen auf die Playoffs erhöhen soll.
Nach der jüngsten Reform des Playoff-Formats und der Verschärfung der Ranglistenkriterien ist dies die nächste große Veränderung im College Football.
Die Entscheidung fiel auf Empfehlung der Sportdirektoren der Universitäten und wurde von den Präsidenten und Kanzlern der SEC-Universitäten bestätigt.
"Das Hinzufügen eines neunten SEC-Spiels unterstreicht das Bekenntnis unserer Universitäten, den wettbewerbsfähigsten Spielplan im College Football zu liefern", erklärte SEC-Commissioner Greg Sankey bei der offiziellen Bekanntgabe. "Dieses Format schützt Rivalitäten, erhöht die Balance im Wettbewerb und sorgt - gepaart mit unserer Vorgabe, ein zusätzliches Spiel gegen einen Power-Gegner zu bestreiten - dafür, dass SEC-Teams bestens vorbereitet in die College Football Playoffs gehen".
Die Umstellung ist ein historischer Schritt, denn seit 1992 absolvierte die SEC nur acht Conference-Duelle pro Saison. Mit der neuen Struktur zieht sie nun mit der Big Ten und der Big 12 gleich, die seit Jahren auf ein Neun-Spiele-Modell setzen. Lediglich die ACC bleibt als letzte Power Conference beim Acht-Conference-Spiele-Format.
Auslöser der Änderung im Spielplan ist das neue Playoff-Format, das Siege gegen Top-Gegner stärker honoriert und Niederlagen weniger hart bestraft. "Es geht darum, hochwertige Gegner zu spielen. Wir müssen den Auswahlprozess für die Postseason weiter verbessern", sagte Sankey bei der Paul Finebaum Show.
Künftig spielt jedes Team gegen drei feste Rivalen und sechs wechselnde Gegner. Außerdem bleibt ein jährliches Duell mit einem Power-Programm oder Notre Dame Pflicht. Das erhöht die Attraktivität für Fans, aber auch den Druck auf die Teams. "Nicht alle sind einverstanden. Unsere Coaches sind über die Wettbewerbsbelastung besorgt", räumte der Commissioner ein.
Parallel bleibt die Frage nach der künftigen Größe des Playoffs. Die SEC bevorzugt ein 16-Team-Format mit fünf automatischen Qualifikationen und elf At-Large-Plätzen. Radikalere Modelle mit 24 oder 28 Teams hält Sankey für unausgereift: "Da braucht es noch viel Arbeit, bevor man so einen Schritt geht."
mgs