26.08.2025
Roster Cut
Mit Julius Welschof hat ein deutscher Hoffnungsträger den Sprung in den 53-Mann-Kader der Pittsburgh Steelers nicht geschafft.

Die Steelers sind dabei, ihren Kader beim Roster Cutdown auf die finale Größe von 53 Spielern zu reduzieren. Dabei traf es auch Julius Welschof, den deutschen Outside Linebacker, der über das International Player Pathway Program (IPP) in die NFL gekommen war.
Für den 28-Jährigen endet damit vorerst das Kapitel Pittsburgh - und das, obwohl er in der Vorbereitung mehrfach positiv auf sich aufmerksam machte.
Welschof bekam in der Preseason ungewöhnlich viele Snaps und nutzte seine Chancen. In drei Spielen kam er auf insgesamt drei Sacks, darunter ein Strip-Sack gegen Panthers-Quarterback Bryce Perkins - ein echtes Highlight.
Mit 140 Snaps gehörte er zu den meist eingesetzten Spielern im Kader. Doch am Ende reichte die Leistung nicht aus, um sich im Linebacker-Room gegen die Konkurrenz durchzusetzen.
Welschofs Weg in die NFL ist außergewöhnlich. Aufgewachsen in Deutschland, lernte er mit 16 Jahren während eines USA-Trips den Football kennen. Schon damals mit 1,98 Metern und 120 Kilo körperlich prädestiniert, begann er in deutschen Clubs zu spielen.
Schließlich erhielt er ein Stipendium an der University of Michigan, wo er mehrere Jahre als Defensive Lineman eingesetzt wurde. Seinen Abschluss machte er 2023 an der University of Charlotte.
Nach dem College kam Welschof als Undrafted Free Agent zu den Pittsburgh Steelers - mit einer Roster-Exemption über das International Player Pathway Program.
Bereits im Sommer 2024 hinterließ er Eindrücke im Training und in der Preseason. Verletzungspech stoppte ihn damals, ehe die Steelers ihn im November zurück auf die Practice Squad holten. 2025 sollte nun sein Jahr werden - am Ende wurde er jedoch beim Cutdown-Tag aussortiert.
Am Ende entschieden Konkurrenz und Kaderbalance gegen Welschof. Mit etablierten Linebackern wie Payton Wilson, Patrick Queen oder Malik Harrison und dem Rookie Carson Bruener war der Konkurrenzkampf enorm.
Head Coach Mike Tomlin und sein Staff schätzten Welschof zwar als wertvollen Trainingsspieler und Special-Teams-Kandidat, doch für das finale Roster fehlte die Überzeugung.
Dennoch könnte Welschof wieder im Kader der Steelers landen. Sollte er auf der Waiver Wire nicht geholt werden, kann er einen Platz im Practice Squad bekommen. Für die internationalen Spieler gibt es dabei sogar eine Ausnahmeregelung.
mgs