26.08.2025
Fast 1.200 Entlassungen
NFL-Teams haben ihre finalen Kaderentscheidungen getroffen. Von 90 Spielern mussten sie auf 53 reduzieren - dabei erwischte es auch einige prominente Namen, während andere auf die PUP- oder IR-Liste gesetzt wurden.

Der Roster-Cutdown-Day gehört zu den härtesten Tagen im NFL-Kalender: Rund 1.200 Profis verlieren ihren Platz im aktiven Kader - manche endgültig, andere mit Chancen auf ein Platz im Practice Squad . Auch in diesem Jahr traf es wieder bekannte Namen, die noch vor wenigen Jahren als Starter oder hochgehandelte Draft Picks galten. Parallel verschoben die Teams verletzte Spieler auf diverse Reserve-Listen, um Platz im 53 Mann Kader zu schaffen.
Die New Orleans Saints trennten sich von Running Back Clyde Edwards-Helaire, einem ehemaligen Erstrundenpick der Kansas City Chiefs. Die Seattle Seahawks zogen die Reißleine bei Marquez Valdes-Scantling, der zuvor als Deep-Threat-Receiver bei den Packers und Chiefs bekannt war und von Neu-OC Klint Kubiak aus New Orleans mitgebracht worden war.
In Carolina erwischte es Hunter Renfrow, den einstigen Pro Bowler, der mit seinen Slot-Qualitäten damals bei den Raiders für Furore gesorgt hatte. Die Pittsburgh Steelers trennen sich von Veteran Receiver Robert Woods, der über viele Jahre als verlässlicher Passempfänger galt. Bei den Houston Texans wurde Safety Jalen Mills entlassen, ein ehemaliger Starter bei den Patriots und Eagles. Die New York Giants überraschten mit dem Cut von Tight End Greg Dulcich, der als talentierter Tight End gekommen war und in der Preseason überzeugt hatte.
In Washington fiel die Entscheidung gegen K.J. Osborn, den Wideout, der zuvor mehrere Jahre solide Leistungen in der NFL zeigte. Die Cincinnati Bengals gaben Quarterback Desmond Ridder frei, der vor nicht allzu langer Zeit noch Starter in der NFL war. Die New York Jets setzten den jungen Receiver Malachi Corley auf die Waiver-Liste - er war erst im letzten Jahr in der dritten Runde des Drafts ausgewählt worden. Auch Trent Brown, der erfahrene Offensive Tackle der Texans, musste gehen.
Die Cleveland Browns entließen Wide Receiver Diontae Johnson, der über Jahre in Pittsburgh ein wichtiger Playmaker war, zuletzt aber mehrfach das Team gewechselt hatte. Quarterback Tommy DeVito, Fanliebling bei den New York Giants, musste ebenfalls seinen Platz räumen. Auch Laviska Shenault Jr., einst ein hochgehandelter Draft Pick der Jaguars, schaffte es bei den Buffalo Bills nicht ins finale Roster.
Die Kansas City Chiefs trennten sich von Safety Mike Edwards, der bereits den Super Bowl gewonnen hat. Auch die New England Patriots überraschten: Ihr einstiger First Round Pick Cole Strange wurde entlassen.
In San Francisco traf es gleich mehrere bekannte Receiver - trotz Verletzungssorgen im Kader. Robbie Chosen und Russell Gage schafften es nicht ins finale Roster. Auch die Indianapolis Colts sorgten für einen überraschenden Schritt: Cornerback JuJu Brents, ein ehemaliger Zweitrundenpick, wurde auf die Waiver-Liste gesetzt.
Bei den Tampa Bay Buccaneers müssen gleich zwei bekannte Namen ihre Koffer packen. Quarterback Kyle Trask und Receiver Trey Palmer wurden entlassen. Kyle Trask wurde 2021 zum Ende der zweiten Runde von den Buccs geholt. Die hohen Erwartungen konnte er zu keiner Zeit erfüllen. Trey Palmer muss Tampa ebenfalls verlassen. Emeka Egbuka verstärkte in der ersten Runde des Drafts den ohnehin schon sehr talentierten Receiver-Raum.
Auch abseits der Cuts gab es wichtige Roster-Entscheidungen. Die Saints setzten ihre beiden Tight Ends Taysom Hill und Foster Moreau auf die Reserve/PUP-Liste. Bei den Commanders trifft es Guard Sam Cosmi, während die Cleveland Browns Quarterback Deshaun Watson ebenfalls auf die Reserve/PUP-Liste setzten.
First-Round-Pick Walter Nolen von den Arizona Cardinals wird die Saison ebenfalls auf der PUP-Liste beginnen und damit mindestens die ersten vier Wochen verpassen. Wie bereits erwartet starten auch die 49ers-Spieler Brandon Aiyuk und Malik Mustapha auf PUP.
Der Cutdown-Day bringt jedes Jahr bittere Entscheidungen und neue Chancen mit sich. Für viele bekannte Namen endet das Kapitel bei ihrem aktuellen Team. Auf dem Waiver-Markt und in den Practice Squads werden in den kommenden Tagen noch zahlreiche Weichen gestellt. Klar ist: Überraschungen gehören in dieser Woche fest zum NFL-Alltag.
val