31.08.2025
Clemson verliert Star-Receiver
Die Week 1 im College Football hat für einige Highlights gesorgt. Arch Manning verlor mit Texas im Top-Spiel gegen den Titelverteidiger Ohio State. Während Alabama eine überraschende Niederlage kassiert, sorgt Marlin Klein mit Michigan für einige Highlights.

Mit viel Spannung war auf den großen Auftakt der College-Football-Saison geblickt worden. Nachdem bereits die ersten Spiele für Furore gesorgt haben, gab es auch am Gameday am Samstag viele große Themen.
Vor allem war dabei das Duell von Texas und Ohio State mit Spannung erwartet worden, beide Teams gelten als große Favoriten in diesem Jahr. Zudem waren alle Augen auf Quarterback-Talent Arch Manning gerichtet, denn er gilt als große Hoffnung für die Zukunft. Ein großes Offensiv-Feuerwerk war es jedoch nicht, denn Ohio State setzte sich mit 14:7 gegen Texas durch.
Über weite Teile des Spiels bestimmten die Defenses das Spiel, besonders die Unit von Ex-NFL-Coach Matt Patricia ließ Manning kaum Raum zur Entfaltung. "Ich bin stolz auf unsere Jungs, dass sie sich dieser Herausforderung gestellt haben, und zwar auf ganzer Linie, von vorne bis hinten", sagte er nach dem Spiel.
Das kann er auch sein, denn Manning brachte lediglich 17 von 30 Pässen für 170 Yards, einen Touchdown und eine Interception an. Zudem stoppten die Buckeyes den gegnerischen Quarterback gleich zweimal in der Redzone, einmal davon bei einem Quarterback Sneak. Erst dreieinhalb Minuten vor Schluss gelang den Longhorns der erste Touchdown, Manning bediente Parker Livingstone für 32-Yard-Touchdown.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Ohio State vor heimischen Publikum bereits zwei Touchdowns erzielt. Running Back CJ Donaldson Jr. lief zu Beginn des zweiten Viertels aus kürzester Distanz in die Endzone, Quarterback Julian Sayin legte im Schlussviertel den zweiten TD nach. Dabei bediente er Carnell Tate, der einen 40-Yard-Touchdown erzielte.
Für Sayin, der am Ende 13/20, 126 Yards und einen Touchdown kam, war es kein Highlight-Spiel, aber Ryan Day hatte sich bewusst für einen konservativen Gameplan entschieden. "Ich fand, er hat sich gut geschlagen. Er hat sich um den Ball gekümmert und einige Würfe gemacht, wenn es nötig war. Ein paar Mal, als es nicht ging, hat er es zudem nicht erzwungen", lobte der Head Coach seinen QB.
Zwar hatten die Longhorns in der Schlussphase noch die Chance auf einen Sieg, aber Jack Endries wurde kurz vor der First-Down-Markierung gestoppt. "Das war einfach nicht gut genug", konstatierte Manning. "Ich finde, wir haben uns selbst geschlagen, und das fängt bei mir an. Ich muss besser spielen, damit wir gewinnen können."
Derweil hat ein deutscher Spieler in Week 1 mächtig für Furore gesorgt. Marlin Klein gewann mit Manuel Biegel und Michigan klar mit 34:17 gegen New Mexiko um Landsmann Max Lantzsch.
Während Running Back Justice Haynes mit 159 Yards und 3 Touchdowns nicht aufzuhalten war, sorgte Klein im Passing Game für Furore. Kurz vor der Halbzeit fing der Tight End den ersten Touchdown-Pass vom neuen Quarterback Bryce Underwood - damit ist er nach den St-Brown-Brüder Equanimeous, Amon-Ra und Osiris, Maximilian Mang und Alexander Honig erst der sechste deutsche Spieler, der am College einen Touchdown gefangen hat.
Doch auch darüber hinaus hatte er einen starken Tag: Mit insgesamt sechs Catches für 93 Yards war er der Receiving Leader seines Teams. Damit hat er jetzt schon fast seine Statistiken aus dem Vorjahr übertroffen. In der vergangenen Saison kam er auf 13 Catches für 108 Yards. "Wir alle wissen, wen wir in dieser Einrichtung haben", meinte Klein, der bereits im Blickfeld für ein Award ist, ganz bescheiden. "Jetzt ist es an der Zeit, dass alle da draußen glänzen können."
Derweil sorgte New Mexiko für ein ganz besonderes Highlight. Beim Stand von 0:17 rund zweieinhalb Minuten vor der Pause täuschten die Lobos einen Quarterback Sneak an. Der Ball wurde aber durch die Beine von Quarterback Jack Laney auf Running Back D.J. McKinney gesnappt. Dieser nutze den Überraschungsmoment, um Dorian Thomas für eine 9-Yard-Touchdown-Pass zu finden.
Derweil hat LSU das zweite Duell zwischen zwei gerankten Teams gewonnen. Das Team aus Louisana gewann mit 17:10 bei den Clemson Tigers und feierte damit den ersten Sieg in einem Auftaktspiel, seit Joe Burrow 2019 LSU verlassen hat.
Das Team von Head Coach Brian Kelly kam zunächst nur schwer ins Spiel und lag mit 3:10 gar im Hintertreffen. "Ich habe auf die Anzeigetafel geschaut und da stand, dass Dabo (Dabo Swinney, Head Coach Clemson, Anm. d. Red.) einen Record von 115-11 hat, wenn er zur Halbzeit in Führung liegt. Ich habe mir nur gedacht: Nun wird es wohl die 12. Niederlage geben", sagte Kelly nach dem Spiel.
Genauso kam es, denn nach der Pause drehte seine Offense auf. Quarterback Garrett Nussmeier übernahm die Partie und erzielt die Mehrheit seiner 230 Yards in den letzten beiden Vierteln. Besonders bitter aus Clemson-Sicht: Kicker Nolan Hauser hatte die Chance auf das 13:3, doch sein 48-Yard-Field-Goal ging daneben. Zudem verletzte sich Star-Receiver Antonio Williams im ersten Viertel und kehrte nicht mehr zurück. Swinney konnte nach dem Spiel aber nichts über die Schwere der Verletzung sagen.
Für eine große Überraschung hat Florida State gesorgt. Mit 31:17 bezwangen sie den Favoriten aus Alabama. Mit 230 Rushing Yards überliefen die Seminoles quasi ihren Gegner. "Das ist einer der Gründe, warum ich hierher gekommen bin, für Momente wie diese, für Tage wie diese", jubelte der neue Quarterback Tommy Castellanos nach dem Spiel.
Zwar konnte Alabama nach einem Drive über achteinhalb Minuten nach einem Pass von Quarterback Ty Simpson auf Tight End Josh Cuevas mit 7:0 in Front gehen, doch danach dominierten die Hausherren das Spiel. Während offensiv ihr Running Game wie geschmiert lief, sahen die Crimson Tide RBs kein Land - nur 87 Yards gelangen bei 29 Carries.
"Ich entscheide mich dafür, zu glauben, dass wir ein gutes Football-Team haben“, sagte Head Coach Kalen DeBoer. "Aber wir können nicht auf unseren Hinterbein spielen. Wenn das der Fall ist, werden wir nicht das sein, was wir glauben sein zu wollen."
smu