31.10.2025
Erste Konsequenzen nach Fehlstart
Die Miami Dolphins ziehen die erste große Konsequenz aus dem enttäuschenden Saisonstart. Das Franchise aus dem US-Bundesstaat Florida und General Manager Chris Grier haben sich am Freitag "einvernehmlich getrennt".

"Heute Morgen habe ich gemeinsam mit General Manager Chris Grier die Entscheidung getroffen, unsere Wege einvernehmlich zu trennen", wird Dolphins-Owner Stephen M. Ross in einem inzwischen von den Dolphins veröffentlichten Statement zitiert. "Nachdem ich den Zustand des Teams analysiert und mit Chris gesprochen hatte, wurde uns beiden klar, dass Veränderungen dringend notwendig sind. Wir müssen uns verbessern - in den Jahren 2025, 2026 und darüber hinaus - und damit muss jetzt begonnen werden", erklärt der 85-Jährige.
Champ Kelly, zuletzt Interims-GM bei den Las Vegas Raiders, übernimmt nun vorerst die Geschicke und wird maßgeblich die Entscheidungen bis zur Trade Deadline am Dienstag treffen, während man parallel "die Suche nach einem neuen General Manager einleiten" wird, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
Grier war seit 2000 zunächst als Scout Teil der Dolphins und arbeitete sich Schritt für Schritt hoch, bis er 2016 General Manager wurde. In seine Amtszeit fallen drei Playoff-Teilnahmen, allerdings bleibt ein Makel bestehen: Miami hat in dieser Zeit kein einziges Playoff-Spiel gewonnen.
Der Zeitpunkt des Abschieds hängt eng mit der sportlichen Lage zusammen. Zwar konnte Miami in der Vorwoche mit einem starken Auftritt gegen die Atlanta Falcons kurzfristig für Aufatmen sorgen, doch die klare Niederlage im Thurday Night Game gegen die Baltimore Ravens ließ die Stimmung wieder kippen. Die Dolphins stehen nun bei 2-7, die Playoff-Hoffnungen sind bereits nahezu begraben.
Head Coach Mike McDaniel bleibt zunächst im Amt. Laut NFL-Insidern sind keine personellen Änderungen im Coaching Staff geplant. Doch fest steht: Auch der Druck auf McDaniel nimmt zu, denn der neue GM wird langfristig wohl eine eigene Handschrift setzen wollen.
Für Kelly beginnt der Job ohne Schonfrist. Die Dolphins stehen nur wenige Tage vor der Trade Deadline und müssen entscheiden, ob sie retoolen, verkaufen oder für 2026 neu aufbauen. Der neue Interims-General Manager übernimmt damit die Schlüsselrolle in einer Phase, in der die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden.
mhh