22.12.2025
Duell zwischen Jefferson & Lamb
In Week 16 gab es in der NFL wieder Leistungen, die sich ihren Platz in den Geschichtsbüchern gesichert haben. So ist Drake Maye so gut wie Lamar Jackson, während die Jacksonville Jaguars die vielleicht beste Saison ihrer Franchise-Geschichte spielen. Darüber hinaus gelingt Taysom Hill eine neue Bestmarke, während Travis Kelce mit einer Legende gleichzieht.

In der Week 16 der NFL hat sich der Kampf um die Playoff-Plätze weiter zugespitzt. Während Mike Tomlin als jüngster Head Coach seinen 200. Sieg gefeiert hat, blieben die New York Jets wieder ohne Interception - ein historischer Negativwert.
Doch ist beileibe nicht alles, denn auch andere Spieler und Teams haben wieder Zahlen für Geschichte aufgelegt. football-world hat die verrücktesten Statistiken vom 16. Spieltag.
Im Rennen um den MVP-Titel hat Drake Maye die nächste eindrucksvolle Leistung hingelegt. Beim Erfolg über die Baltimore Ravens feierte er im vierten Primetime-Spiel seiner Karriere seinen vierten Erfolg. Damit ist er der erste Quarterback seit Lamar Jackson, der seine ersten vier Primetime-Spiele gewonnen hat. Zudem ist er der erste QB seit 1950, der in seiner ersten oder zweiten NFL-Saison sieben Auswärtsspiele in Folge als Starter gewonnen hat.
Dabei sorgte Maye für den ersten Comeback-Sieg nach mindestens elf Punkten Rückstand seines Teams seit dem Super-Bowl-Sieg 2017 über die Atlanta Falcons, als die Patriots noch einen 3:28-Rückstand drehten. Der 23-Jährige ist zudem laut Opta Stats der erste Quarterback, der bei einem Auswärtsspiel nicht nur einen Rückstand von mindestens zehn Punkten aufholte, sondern auch auf mindestens 25 Rushing und 300 Passing Yards, 30 Completions sowie 70 Prozent Completion Percentage kam.
Derweil haben sich die Jacksonville Jaguars mit einem sehenswerten Erfolg über die Denver Broncos endgültig in die Diskussion um die besten Teams der NFL geschoben. Der Sieg ist der erste eines Jaguars-Teams gegen einen Gegner, der mindestens neun Siege über einer ausgeglichenen Bilanz liegt. Zudem hat Jacksonville mit dem elften Saisonsieg ihre eigene Franchise-Bestmarke von 2007 eingestellt, als es einen Record von 11-5 hatte.
Gleichzeitig ist es zum sechsten Mal in Folge siegreich vom Feld gegangen, was die zweitbeste Serie ihrer Franchise-Geschichte ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Jaguars mit einer Punktedifferenz von 113 einen neuen Teamrekord aufstellten. So viele Zähler haben sie über sechs Partien noch nie erzählt.
Daran hat auch Quarterback Trevor Lawrence seinen Anteil: Er erzielte in den vergangenen beiden Duellen 10 Rushing und Passing Touchdowns sowie keinen Turnover, das in einem solchen Zeitraum laut ESPN Research bisher nur Josh Allen (2024), Drew Brees (2019) und Patrick Mahomes (2018) gelungen. Zudem ist er der dritte Quarterback neben Joe Burrow (2022) und Kyler Murray (2020 und 2021), der in zwei aufeinanderfolgenden Partien auf mindestens 275 Passing Yards, drei Touchdown Passes sowie einen Rushing TD gekommen ist.
Beim Erfolg der New Orleans Saints über die New York Jets hat sich Taysom Hill in den Vordergrund gespielt. Das Schweizer Taschenmesser der Saints kam auf 38 Passing, 42 Rushing und 36 Receiving Yards. Damit ist er laut ESPN Research der zweite Spieler in den vergangenen 25 Jahren, der in allen drei Kategorien auf mindestens 30 Yards in einer Partie gekommen ist. Ansonsten gelang es nur Christian McCaffrey 2018 und 2022.
Doch damit nicht genug: Hill knackte am Sonntag die Marke von 1000 Receiving Yards. Somit ist er nun der erste Spieler der Super-Bowl-Ära, der mindestens 1000 Passing, Rushing und Receiving Yards in seiner Karriere gesammelt hat.
Die Minnesota Vikings haben auch ohne ihren verletzten Quarterback J.J. McCarthy gegen die New York Giants gewonnen. Dabei hat Wide Receiver Justin Jefferson eine neue Bestmarke aufgestellt. Seit er 2020 in der ersten Runde gedraftet wurde, fing er insgesamt 567 Pässe. Damit hat er den bisherigen Rekord von Jarvis Landry geknackt, der auf 564 Receptions kam. Allerdings liefert sich Jefferson noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit CeeDee Lamb von den Dallas Cowboys, der derzeit bei 565 Catches liegt.
Eine Bestmarke hat derweil Travis Kelce eingestellt. Zwar kam der Tight End der Kansas City Chiefs bei der Pleite gegen die Tennessee Titans nur auf einen Catch für sechs Yards, allerdings durchbrach er damit zum zwölften Mal in Folge die Marke von 800 Receiving Yards. Das ist bisher nur Hall of Famer Jerry Rice, der als der beste Receiver aller Zeiten gilt, gelungen.
Auch über die Seattle Seahawks muss gesprochen werden, war ihr Comeback gegen die Los Angeles Rams doch eines mit historischem Ausmaß. So sind sie das erste Team, das im Schlussviertel oder Verlängerung drei erfolgreiche Two Point Conversions bei einem Sieg erzielt hat. Deutlich bemerkenswerter ist aber die Statistik von Opta Stats: Demnach ist Seattle die erste Truppe, die einen 450-Yard-Passer und 200-Yard-Passer erlaubt sowie keine Turnover oder Sacks produziert hat, und dennoch als Sieger vom Feld gegangen ist.
Auf der anderen Seite hat auch Puka Nacua eine starke Performance abgeliefert, er kam gegen die Seahawks auf zwölf Catches für 225 Yards und zwei Touchdowns. Bereits eine Woche zuvor gelangen dem Rams-Receiver auf neun Catches und 181 Yards gegen die Lions und davor sieben Catches und 167 Yards gegen die Arizona Cardinals. Damit ist er laut Pro Football Talk erst der zweite Spieler der Geschichte, der in drei aufeinander folgenden Partien mindestens 150 Receiving Yards gefangen hat. Als erstem Spieler war es CeeDee Lamb gelungen, der 2023 auf 158, 191 und 151 Yards gekommen war.
smu