23.12.2025
NFL-Wochenende kompakt
Am drittletzten Spieltag der Regular Season gab es im Kampf um die Playoff-Plätze wieder einige Entscheidungen. Während sich die Philadelphia Eagles den Divisiontitel gesichert haben, gelang den Kansas City Chiefs ohne Patrick Mahomes fast nichts. Die Buffalo Bills zitterten sich zum Erfolg, während in Carolina und Detroit die Entscheidung erst spät fiel.

Während die Seahawks im Kampf um die Spitze der gesamten NFC einen Erfolg gesammelt haben, stehen die Philadelphia Eagles als erster Divisionsieger fest. Doch in Week 16 ist bei weitem noch einiges mehr passiert, zumal sich mit Gardner Minshew und J.J. McCarthy zwei Quarterbacks verletzt haben. Die Kansa City Chiefs sahen mit ihrem dritten Quarterback kaum einen Stich gegen die Tennessee Titans, während es in der NFC South ein dramatisches Duell um die Führung gab. Derweil misslang das NFL-Debüt von Dolphins-Quarterback Quinn Ewers.
Seattle schrieb mit dem 38:37 nach Overtime gegen die Rams eines der größten Comebacks der Franchise-Geschichte: Ein 16-Punkte-Rückstand im letzten Viertel wurde in einen Sieg verwandelt, gekrönt von einer Two-Point-Conversion in der Verlängerung. Damit untermauern die Seahawks eindrucksvoll ihren Status als heiß gelaufener Contender.
Tabellarisch war der Sieg mindestens genauso wichtig: Seattle steht nun bei 12-3 und hält damit aktuell den Nummer-1-Seed in der NFC, inklusive Bye Week und Heimvorteil im Playoff-Picture. Die Rams fallen mit 11-4 dagegen vom Top-Seed auf Rang 5 zurück, verlieren die Kontrolle über die Spitze der Conference und müssen die letzten Saisonwochen aus der Verfolgerrolle bestreiten.
Die Philadelphia Eagles haben über weite Strecken des Spiels Probleme mit den Washington Commanders, gewinnen am Ende aber doch souverän mit 29:18.
Mit dem Sieg sichern sich die Eagles den Sieg in der NFC East und sind damit sicher in den Playoffs.
In einer dramatischen Partie gewinnen die Chicago Bears mit 22:16 gegen die Green Bay Packers und machen damit einen großen Sprung in Richtung Titel in der NFC North.
Die Packers mussten eine frühe Verletzung von Love ertragen, die massiven Einfluss auf das Spiel der Packers hatte.
In der ersten Halbzeit lieferten sich die Dallas Cowboys und Los Angeles Chargers einen offenen Schlagabtausch, jeder Drive sorgte für Punkte. Nach der Pause wendete sich jedoch das Blatt. Während die Cowboys offensiv nur wenig zu Stande brachten, setzten sich die Chargers ab und feierten einen ungefährdeten Sieg.
Die Buffalo Bills gewinnen ein enges Spiel mit 23:20 bei den Cleveland Browns. Nach einer starken ersten Halbzeit der Bills, steigern sich die Browns in der zweiten Halbzeit und scheitern im letzten Drive nur knapp an der Überraschung.
Damit verbessern sich die Bills auf eine Bilanz von 11-4, die Browns fallen auf 3-12.
Die Carolina Panthers feiern einen eminent wichtigen Sieg gegen die Tampa Bay Buccaneers. Im Kampf um die Krone der NFC-South entscheidet das Team um Bryce Young mit 23:20 für sich.
Damit übernehmen die Panthers die Führung in der Division, Tampa fällt auf den zweiten Platz und wäre aktuell nicht in den Playoffs. Die Entscheidung im Kampf um die Division fällt dadurch wahrscheinlich in Week 18, wenn beide Teams erneut aufeinandertreffen.
Die Kansas City Chiefs taten sich im ersten Spiel ohne Quarterback Patrick Mahomes extrem schwer. Offensiv lief wenig zusammen, zumal Mahomes-Ersatz Gardner Minshew zu Beginn des zweiten Viertels vom Feld musste. Die Defense hielt zwar noch zunächst, doch die Tennessee Titans übernahmen mit zunehmender Spieldauer die Kontrolle und fügten die Chiefs eine empfindliche Niederlage zu.
In einem Spiel ohne jede Playoff-Bedeutung gewinnen die Minnesota Vikings eine knappe Partie mit 16:13 gegen die New York Giants. Das Spiel wurde durch die Defensiven beider Teams geprägt und konnte nur wenige offensive Highlights setzen.
Die Vikings verbessern ihre Bilanz auf 7-8, die Giants verlieren erneut und fallen auf 2-13.
Im Duell zweier Keller-Teams war beiden Teams anzusehen, warum sie in dieser Saison offensiv zu den schlechtesten Teams der Liga gehören. In der ersten Halbzeit fielen Punkte nur per Field Goals, gleich fünf fanden ihr Ziel.
Nach der Pause gelang den Saints schließlich der erste Touchdown der Partie. Die Jets hingegen leisteten sich gleich drei Turnover, die New Orleans letztlich zu seinen Gunsten nutzte, um den dritten Sieg in Folge einzufahren.
Die Cincinnati Bengals gingen bereits in Führung und setzten die Miami Dolphins von Beginn unter Druck. Die Dolphins konnten zwar zunächst mithalten, doch in der zweiten Hälfte unterliefen Rookie-Quarterback Quinn Ewers gleich zwei Interceptions. Die Bengals bestraften diese Fehler eiskalt und siegten klar.
Die Atlanta Falcons gewinnen ein intensives Spiel gegen die Arizona Cardinals mit 26:29. Überragender Mann war erneut Bijan Robinson, der nach diesem Spiel 2000 Scrimmage Yards vorweisen kann.
Die Falcons verbessern ihre Bilanz auf 6-9, die Cardinals fallen auf 3-12.
Die Denver Broncos verlieren erstmals seit September wieder ein Football-Spiel und müssen sich den Jacksonville Jaguars mit 20:34 geschlagen geben. Trevor Lawrence zeigte dabei eine überragende Leistung und führte sein Team zum verdienten Sieg.
Damit wird der Kampf um den ersten Platz in der AFC nochmals spannend. Die Jaguars verbessern ihre Bilanz auf 11-4, die Broncos fallen auf 12-3.
Die Houston Texans gewinnen eine unerwartet spannende Partie gegen die Las Vegas Raiders mit 23:21. Damit gewinnen die Texans ihr sechstes Spiel in Serie und sind weiter voll im Rennen um die Playoffs, ebenso wie um den Titel in der AFC South.
Damit verbessern die Texans ihre Bilanz auf 10-5, die Raiders fallen auf 2-13.
In der ersten Halbzeit dominierten die Defensiven die Partie. Erst kurz vor der Pause gelang den Detroit Lions der erste Touchdown, die Pittsburgh Steelers konterten umgehend. Nach der Pause übernahmen die Gäste die Partie und setzten sich ab. Die Lions kämpften sich allerdings zurück und hatten noch die Chance auf den Sieg, allerdings erlaubte sich Amon-Ra St. Brown einen entscheidenden Fehler.
Die New England Patriots haben sich mit einem 28:24-Auswärtssieg bei den Baltimore Ravens vorzeitig das Playoff-Ticket gesichert. Drake Maye führte sein Team nach einem zwischenzeitlichen Elf-Punkte-Rückstand mit einem starken Schlussviertel zum Comeback und erzielte 380 Passing Yards sowie zwei Touchdowns.
Überschattet wurde die Partie vom erneuten Ausfall von Lamar Jackson, der zur Halbzeit verletzt ausschied. Baltimore verspielte ohne seinen Star-Quarterback die Führung und steht nach der Niederlage bei 7-8 massiv unter Druck im Playoff-Rennen.
Die San Francisco 49ers haben dank eines überragenden Brock Purdy den fünften Sieg in Serie gefeiert und gewinnen spektakulär mit 48:27 bei den Indianapolis Colts. Purdy erzielte fünf Touchdowns und sorgte damit für einen neuen Bestwert in seiner Karriere.
Die Colts hingegen verlieren zum fünften Mal in Serie und verlieren eine Teilnahme an den Playoffs immer weiter aus den Augen. Die 49ers hingegen sind weiterhin voll im Rennen um den Sieg in der NFC West.
mgs, red