vor 14 Stunden
Skurrile Unterschiede
Größer könnte der Unterschied kaum sein: Mit Markel Bell und Willie Lampkin haben die Philadelphia Eagles zwei Offensive Linemen im Kader, die körperlich nahezu gegensätzliche Voraussetzungen mitbringen. Während Bell mit 2,06 Metern zu den größten Linemen der NFL gehört, misst Lampkin lediglich 1,80 Meter.

Trotz dieser Unterschiede haben sich beide einen Platz im 53-Man-Roster der Eagles erarbeitet. Dabei zeigen Bell und Lampkin auf unterschiedliche Weise, dass Philadelphia bei seinen Offensive Linemen nicht ausschließlich nach klassischen Idealmaßen sucht.
Mit 2,06 Metern und 157 Kilogramm ist Markel Bell bereits optisch kaum zu übersehen. Die Eagles wählten den Offensive Tackle im NFL Draft 2026 an Position 68 aus.
Besonders auffällig ist seine Reichweite. Bells Arme wurden mit 36 3/8 Zoll gemessen, was rund 92 Zentimetern entspricht. Seine gesamte Spannweite liegt bei mehr als 2,20 Metern.
Damit verfügt Bell über körperliche Voraussetzungen, die ihm insbesondere gegen Edge Rusher helfen können. Durch seine langen Arme kann er Verteidiger früh aufnehmen und versuchen, sie vom direkten Weg zum Quarterback fernzuhalten.
Seine enorme Körpergröße bringt allerdings nicht ausschließlich Vorteile. Gerade gegen schnelle und bewegliche Pass Rusher muss Bell darauf achten, seinen Schwerpunkt und seine Technik sauber einzusetzen. Mit 6'9" ist er selbst für einen NFL-Tackle außergewöhnlich groß.
Willie Lampkin bildet körperlich nahezu das komplette Gegenstück. Der Interior Offensive Lineman misst lediglich 1,80 Meter und bringt rund 131 Kilogramm auf die Waage. Die Eagles führen ihn als Center und Guard.
Was auf den ersten Blick wie ein deutlicher Nachteil wirkt, kann Lampkin in bestimmten Situationen für sich nutzen. Durch seinen niedrigen Körperschwerpunkt verfügt er über gute Voraussetzungen, um mit Leverage gegen größere Defensive Tackles zu arbeiten.
Während des Training Camps machte Lampkin insbesondere mit seiner Technik, Balance und seinem Einsatz auf sich aufmerksam. Auch in der Preseason gehörte er gemeinsam mit Bell zu den Spielern aus der zweiten Reihe der Offensive Line, die sich empfehlen konnten.
Bell und Lampkin stehen damit nicht für eine neue Starting-Kombination der Eagles. Vielmehr zeigen ihre Personalien, wie unterschiedlich die körperlichen Voraussetzungen erfolgreicher Offensive Linemen sein können.
Bell bringt außergewöhnliche Länge, Masse und Reichweite mit. Lampkin versucht dagegen, seine geringere Körpergröße durch Technik, Beweglichkeit und einen niedrigen Schwerpunkt auszugleichen.
Beide Ansätze haben während der Vorbereitung offenbar genug überzeugt, um den Sprung in den Kader zu schaffen.
nkr