25.11.2018
Browns beenden Auswärtsmisere - Meilenstein für Brady
Das Play-off-Rennen in der NFL spitzt sich zu. Die Philadelphia Eagles und die Seattle Seahawks fuhren am Sonntag ganz wichtige Siege ein. Tom Brady erreichte einen weiteren Meilenstein, die Cleveland Browns beendeten eine lange Negativserie - und in Buffalo flogen die Fäuste.
Im Duell mit den Giants brauchte Philadelphia im Kampf um die Play-off-Tickets unbedingt einen Sieg. Doch es sah zunächst gar nicht gut aus für die stark ersatzgeschwächten Eagles, die in der Defense zahlreiche Ausfälle zu verkraften hatten. Rookie-Running-Back Saquon Barkley (fast 100 Rushing Yards vor der Halbzeit) stellte den Titelverteidiger vor unlösbare Aufgaben. Kurz vor der Pause stand es 3:19, ein bitterer Abend aus Eagles-Sicht schien sich abzuzeichnen. Ein Touchdown von Zach Ertz samt erfolgreicher Two-Point-Conversion gestaltete das Halbzeit-Ergebnis aber schon erträglicher (11:19).
Nach der Pause kämpfte sich der amtierende Champion endgültig zurück ins Spiel - und hatte das bessere Ende für sich. Kicker Jake Elliot sorgte mit einem 43-Yard-Field-Goal 22 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung zum 25:22. Zuvor hatte Coach Doug Pederson bei 4-and-1 2:39 Minuten vor Schluss seine Offensive auf dem Feld gelassen - und Quarterback Carson Wentz den Football für ein neues First-down zu Nelson Agholor gebracht. Der Titelverteidiger verbessert seine Bilanz damit auf 5:6 und darf sich in der mittelmäßigen NFC East weiter Hoffnungen auf den Play-off-Einzug machen. Kommenden Montag kommt es zum nächsten Divisionskracher gegen die Washington Redskins (6:5).
Weiter im Geschäft sind auch die Seattle Seahawks, die sich angeführt von einem starken Russell Wilson in einem packenden Duell bei den Carolina Panthers mit 30:27 durchsetzten. Auch hier sorgte ein Field-Goal für die Entscheidung: Sebastian Janikowski traf vier Sekunden vor Schluss aus 31 Yards. Auf der anderen Seite hatte Kicker Graham Gano 1:40 Minuten vor Schluss ein Field Goal aus 52 Yards danebengesetzt, ehe Wilson mit einem 43-Yard-Pass auf Tyler Lockett den Weg für das siegbringende Field Goal ebnete.
Zuvor war es hin und hergegangen. Bei den Panthers lieferte Running Back Christian McCaffrey eine absolute Monster-Performance ab. Mit 239 Yards (125 rushing, 114 receiving) stellte er einen neuen Franchise-Rekord auf. Dreistellige Werte in beiden Yard-Kategorien hatte bei den Panthers zuvor noch nie ein Spieler verbucht. Am Ende reichte es trotzdem nicht für die Panthers, Cam Newton (25/30, 256 Yards, 2 TD, 1 INT) verlor das Quarterback-Duell gegen Wilson (22/31, 339 Yards, 2 TD). Die Panthers (6:5), die nach zuvor zehn Heimsiegen in Folge erstmals wieder zu Hause verloren, sind im freien Fall: dritte Pleite in Serie! Seattle steht ebenfalls bei 6:5 und darf sich in der NFC berechtigte Hoffnungen auf einen der Wild-Card-Plätze machen.
Was war sonst noch los in den frühen Sonntagsspielen der NFL? Tom Brady setzte beim 27:13-Erfolg der New England Patriots gegen die New Jersey Nets mal wieder einen Karriere-Meilenstein: Kein Quarterback hat in der NFL für mehr Yards geworfen (Regular season und Play-offs) wie Brady (jetzt 79.416), der zudem in der 16. Saison in Folge für mindestens 3000 Yards geworfen hat.
Die Cleveland Browns beendeten ihre Auswärtsmisere nach 25 Pleiten in Serie durch einen 35:20-Erfolg bei den Cincinnati Bengals. Beim ersten Sieg in der Fremde seit 2015 legte Rookie-Quarterback Baker Mayfield mit vier Touchdownpässen einen Bestwert seiner noch jungen Karriere hin.
Der 24:21-Heimsieg der Buffalo Bills gegen die Jacksonville Jaguars wurde indes von einer handfesten Auseinandersetzung überschattet, infolge derer das Spiel für Jags-Running-Back Leonard Fournette und Bills-Defensive-End Shaq Lawson vorzeitig beendet war. Die beiden Streithähne setzten ihren Streit sogar im Spielertunnel noch lautstark fort.
ski