23.11.2018
Dallas wieder dick im Play-off-Rennen - Saints siegen weiter
Die Dallas Cowboys haben sich an Thanksgiving wieder dick im Play-off-Rennen zurückgemeldet. Durch einen 31:23-Erfolg über Divisionsrivale Washington Redskins zogen sie an der Spitze der NFC East mit diesem gleich. Die New Orleans Saints ließen sich auch von Atlanta nicht aufhalten.
Den so wichtigen Erfolg gegen Washington sicherten sich die Cowboys mit einer Leistungssteigerung nach der Halbzeit. Zum Matchwinner schwang sich Amari Cooper auf, der zwei Touchdowns verbuchte. Den ersten über 40 Yards feierte er mit einem Basketball-Freiwurf, nach dem zweiten über 90 (!) Yards fehlte ihm zum Feiern wohl die Luft. Es war der längste Receiving-Touchdown der laufenden NFL-Saison! Insgesamt verbuchte Cooper, der vor einem Monat im Tausch für einen First-Round-Pick aus Oakland gekommen war, 180 Yards Raumgewinn. Auch Quarterback Dak Prescott (22/31, 289 Yards, 2 TD) legte nach der Pause zu, im Schlussviertel lief er nach einem Beinahe-Sack aus fünf Yards sogar einmal selbst in die Endzone.
Bei den Redskins verlebte Quarterback Colt McCoy, bei seinem ersten Start nach dem Beinbruch von Alex Smith , einen am Ende durchwachsenen Abend. Insgesamt leistete sich der 32-Jährige (22/34, 254 Yards, 2 TD) drei Interceptions. Durch den dritten Sieg in Folge melden sich die Cowboys, um deren Play-off-Chancen es bei 3:5 nicht gut ausgesehen hatte, endgültig in der NFC East zurück. Gleichauf mit Washington (beide 6:5) liegen sie nun an der Spitze der Division.
Den Redskins steht in Week 13 das nächste Divisionsduell beim strauchelnden Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles (4:6) bevor, die Cowboys dürfen erneut zu Hause ran. Mit den New Orleans Saints wird allerdings das wohl heißeste Team der NFL in Texas vorstellig. Das Team um Star-Quarterback Drew Brees feierte gegen die Atlanta Falcons den zehnten Sieg in Folge. Auf dem Weg zum 31:17-Erfolg leistete sich Brees zwar eine Interception, lieferte mit vier Touchdown-Pässen aber erneut eine ganz starke Vorstellung ab.
Brees (15/22, 171 Yards, 4 TD, 1 INT) verließ sich diesmal auf seine unerfahrenen Receiver, womit die Falcons wohl nicht unbedingt gerechnet hatten. Tommylee Lewis und Austin Carr verbuchten genauso Touchdowns wie Rookie-Tight-End Dan Arnold und Rookie-Receiver Keith Kirkwood. Alle Vier waren in den letzten Jahren als ungedraftete Rookies in die NFL gekommen. "Ich liebe diese Statistik", meinte Brees, der in dieser Saison Touchdown-Pässe zu 13 verschiedenen Receivern geworfen hat: "Es macht Spaß zu sehen, wie sie besser und selbstbewusster werden."
Die Falcons erlaubten sich zu viele Fehler gegen die Saints, genauer gesagt drei Fumbles tief in der gegnerischen Hälfte. Einer davon unterlief Quarterback Matt Ryan (25/47, 377 Yards, 2 TD, 1 INT), den die Saints-Defense unter Dauerdruck setzte. Atlanta verbuchte lediglich 26 Rushing-Yards, bei den Saints waren es 150, wobei der Großteil wie gewohnt auf das Konto von Alvin Kamara (89) und Mark Ingram (52) ging.
Mit einer Bilanz von 10:1 liegt New Orleans weiterhin souverän an der Spitze der NFC South. Die Falcons (4:7) können die Division nun nicht mehr gewinnen. Ihre immer kleiner werdenden Play-off-Hoffnungen hängen am Rennen um einen der Wild-Card-Plätze.
Begonnen hatte der Football-Tag an Thanksgiving traditionell in Detroit , wo sich die Chicago Bears bei den Lions durchsetzten .
ski