16.02.2019
Nach Rechtsstreit
Die NFL hat im Rechtsstreit mit den beiden Spielern Colin Kaepernick und Eric Reid eine außergerichtliche Einigung erzielt. Dies bestätigte die US-Profiliga am Freitag (Ortszeit) in einer Mitteilung.
"Die Parteien haben sich dazu entschlossen, im anhaltenden Rechtsstreit eine Lösung herbeizuführen. Die Einigung unterliegt einer Stillschweigepflicht und wird daher von keiner Seite weiter kommentiert werden", erklärte die Liga.
Kaepernick, der im Jahr 2016 als erster Spieler während der Nationalhymne an der Seitenlinie protestiert hatte, reichte im Oktober 2017 Klage gegen die Liga wegen unlauterer Absprache ein. Der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers beschuldigt die NFL darin einer internen Absprache, aufgrund derer er keine weitere Beschäftigung in der Liga erhalten habe. Reid schloss sich Kaepernicks Klage im Mai 2018 an.
Bei den Protestaktionen knieten Kaepernick und andere Spieler während der Nationalhymne und hatten damit eine landesweite Debatte losgetreten, in die sich schließlich auch Präsident Donald Trump einschaltete. Trump hatte die NFL-Klubs sogar aufgefordert, alle "Hurensöhne" zu feuern, die nicht für die Nationalhymne aufstünden. Kaepernicks Aktionen führten vereinzelt auch zu Protesten in anderen Sportligen.
dpa