10.03.2019
Wide Receiver wollte Pittsburgh verlassen
Antonio Brown hat seinen Willen bekommen und darf Pittsburgh verlassen. Der Wide Receiver wurde zu den Oakland Raiders getradet - und nicht nach Buffalo.
Irgendwann wurde es immer seltsamer; was wirklich geschehen war , wer recht hatte und wer nicht, wer Schuld hatte und wer nicht - das wusste eigentlich keiner. Aber es machte die zerfahrene Situation zwischen Antonio Brown und den Pittsburgh Steelers nicht besser. Stattdessen machte der Star-Receiver die Situation von Tag zu Tag unbehaglicher, ließ hier ein dubioses Statement ab, schob dort wem die Schuld zu und wollte plötzlich "Mr. Big Chest" genannt werden.
Eins ist nach dem wochenlangen Theater (endlich) klar: Brown hat seinen Willen bekommen und darf Pittsburgh, darf die Steelers und darf Quarterback Ben Roethlisberger verlassen. Der 30-Jährige wurde laut "ESPN"-Insider Adam Schefter für einen Dritt- und einen Fünftrunden-Pick zu den Oakland Raiders getradet.
Zwei Tage zuvor hatten die Steelers bereits intensive Gespräche mit den Buffalo Bills geführt, sich letztlich aber nicht einigen können. Wohl auch, so heißt es, weil Brown sich geweigert haben soll, ins westliche New York zu wechseln.
Auch wenn es letztlich mehr Drama war als Sport: Mit Brown verlieren die Steelers zweifelsohne einen der besten Receiver der NFL. 2010 an Position 195 gedraftet, kam der in Miami geborene Wideout in neun Jahren in Pittsburgh auf 11.207 Receiving Yards und 74 Touchdowns.
Klar ist laut Schefter auch, dass Brown mit dem Gang nach Kalifornien nicht ganz unzufrieden ist und bei den Raiders, die 2020 nach Las Vegas umziehen, einen neu formierten Vertrag erhält; demnach bekommt er für drei Jahre knapp 50 Millionen Dollar, 30 davon garantiert. Das Team von Head Coach Jon Gruden hat in der vergangenen Saison alles auf einen langfristigen Umbruch ausgelegt, gleich drei Erstrunden-Picks für den Draft im April gesammelt und gilt auch in der kommenden Spielzeit - Stand jetzt - nicht als heißester Play-off-Anwärter. Mit Brown bekommt der Umbruch immerhin mehr Glanz verliehen.
mkr