17.12.2019
Week 15: New Orleans überrollt Indianapolis
Meilenstein für Drew Brees: Der Quarterback der New Orleans Saints hat im Monday Night Game den Touchdown-Rekord von Peyton Manning gebrochen. Nicht nur aufgrund der neuen Bestmarke wurde es zu einem Gala-Abend für den 40-Jährigen.

Vor dem Spiel der Saints gegen die Indianapolis Colts hatte NFL-Legende Peyton Manning (2016 zurückgetreten) mit 539 Touchdown-Pässen den Rekord inne, Brees lag bei 537. Bereits in der ersten Hälfte glich der Saints-Spielmacher mit zwei TDs aus. Unmittelbar vor der Halbzeit wähnten sich die Zuschauer bereits als Zeugen des historischen Moments, doch Touchdown Nummer drei wurde wegen einer Offensive Pass Interference von Receiver TreQuan Smith wieder aberkannt.
So musste Brees bis ins dritte Viertel warten, ehe die Bestmarke endgültig fiel: Aus fünf Yards fand der Quarterback seinen Tight End Josh Hill - und die Party konnte steigen: Touchdown-Pass Nummer 540, kein Quarterback der NFL-Geschichte kommt auf mehr. Das Spiel wurde für eine kurze Zeremonie unterbrochen, Brees von Kollegen und Familie ausgiebig gefeiert. Head Coach Sean Payton, der mit Brees seit 2006 bei den Saints zusammenarbeitet, war den Tränen nahe. "Ich wäre hier nicht ohne Sean", bedankte sich Brees. "Das ist ein unglaublicher Moment, eine besondere Nacht. Eine, an die ich mich immer erinnern werde."
Das Spiel zwischen New Orleans und Indianapolis war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, den defensiv wie offensiv überforderten Colts blieb nur die Statistenrolle an einem Gala-Abend für die Saints. Brees ließ auch noch Touchdown Nummer 541 folgen, diesmal zu Multitalent Taysom Hill und kam am Ende des Spiels auf stolze 307 Yards und vier Touchdowns. Die Saints siegten letztlich deutlich mit 34:7, Indianapolis hat dadurch keine Chance mehr auf die Play-offs, für die sich New Orleans bereits vor dem Spiel sicher qualifiziert hatte.
Und Brees? Der muss seinen Rekord nun verteidigen, denn Tom Brady (New England Patriots) liegt mit 538 Touchdowns nur knapp hinter dem Saints-Quarterback. Beim Spiel der Patriots gegen die Cincinnati Bengals am Sonntag hatte es Brady nicht geschafft, seinen ehemaligen Dauerrivalen Manning als erster Spieler zu toppen.
mib