12.10.2020
Morris übernimmt als Interimscoach
Die Atlanta Falcons haben sich nach dem schwachen Start in die NFL-Saion von Head Coach Dan Quinn und General Manager Thomas Dimitroff getrennt. Als Interimstrainer wurde Raheem Morris installiert.

Krasse Führungen hatten die Atlanta Falcons in dieser Regular Season gleich mehrmals verspielt und damit auch Erinnerungen an das Super-Bowl-Trauma vom 5. Februar 2017 geweckt, als das offensivgewaltige Team um Quarterback Matt Ryan einen 28:3-Vorsprung gegen die New England Patriots noch hergab (28:34 in der Overtime).
Offensivgewaltig kommt die Truppe übrigens immer noch daher, schließlich sind neben "Matty Ice" am Abzug auch noch Star-Recevier Julio Jones oder auch Passempfänger Calvin Ridley vorhanden. Und doch haben es die Falcons auch im fünften Spiel dieser Saison nicht hinbekommen, ein Spiel zu gewinnen - 16:23 gegen die Carolina Panthers (Normalform hat eigentlich nur Running Back Todd Gurley mit 121 Yards erreicht). 0:5, das hat es seit 1997 nicht mehr gegeben - und hätte niemand für möglich gehalten. Erst recht nicht die Bosse um Besitzer Arthur Blank. Mindestens eine Saison mit einer positiven Bilanz ist das Ziel gewesen, eben weil der Angriff allein grundsätzlich zum Besten gehört.
Doch so klappt das nicht. Nicht mit dieser sicherlich auch durch Verletzungen angeschlagenen Defense, und ganz sicher nicht mehr mit Head Coach Dan Quinn. Der 50-Jährige, seit 2015 im Amt und zuvor als Defensive Coordinator bei den Seattle Seahawks erfolgreich unterwegs, wurde nach der Pleite am Sonntag genauso entlassen wie General Manager Thomas Dimitroff. Insgesamt kam Quinn seit 2018, also nach der Super-Bowl-Pleite, auf eine schwache Quote von 14:23 Siegen.
Am Montagvormittag (Ortszeit) gab das Franchise bekannt, dass Raheem Morris zunächst die Verantwortung an der Seitenlinie übertragen bekommt. Morris (44) war schon einmal Head Coach in der NFC South (2009 bis 2011 bei den Bucs) und übernahm Mitte der letzten Saison das Defensive Playcalling vom nun geschassten Quinn.
Nach Bill O'Brien, der bereits bei den Houston Texans vergangene Woche seinen Hut genommen hat, ist Quinn die zweite Trainerfreistellung in der noch jungen NFL-Saison sein.
mag