27.01.2022
Denver bedient sich in Green Bay, Chicago in Indianapolis
Kurz nach dem letzten Spieltag der Regular Season waren sowohl die Denver Broncos als auch die Chicago Bears ihre bisherigen Head Coaches losgeworden. Nach etwas verstrichener Zeit der Sondierung wurden beide Teams nun fündig.

An diesem Donnerstag sickerten gleich zwei zukunftsträchtige Entscheidungen abseits des verkündeten Karriereendes von Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger durch: Sowohl die Denver Broncos als auch die Chicago Bears wurden bezüglich neuer Trainer fündig.
Die Broncos aus der AFC West bedienten sich hierbei bei den erst am vergangenen Wochenende dramatisch knapp an den San Francisco 49ers gescheiterten Green Bay Packers. Der dort erst seit 2019 als Offensive Coordinator tätige Nathaniel Hackett, zuvor auch schon bei den Jacksonville Jaguars und Buffalo Bills in gleicher Position tätig, wurde als Ziel der Begierde auserkoren.
In Denver tritt Hackett, der vor allem in den letzten Jahren an der Weiterentwicklung der Packers-Offense um Star-Quarterback Aaron Rodgers sowie Star-Receiver Davante Adams tätig war, die Nachfolge von Vic Fangio an. Der Oldie musste im Anschluss an das letzte Spiel der regulären Saison nach drei Jahren seinen Platz räumen - durchaus überraschend.
Die Bears aus der NFC North ihrerseits hatten sich nach deutlicher Kritik auch von Seiten der Fans von Matt Nagy getrennt. Und das aus nachvollziehbaren Gründen: Hatte Nagy zu seiner Anfangszeit in "Windy City" noch mit einer bärenstarken - und vom damaligen Coordinator Fangio angeführten - Defense eine 12:4-Bilanz inklusive NFC-North-Gewinn plus 26,3 Offensivpunkte im Schnitt pro Partie vorzuweisen, sanken diese Werte zwischen 2019 und 2021/22 auf nur noch 22 Siege neben 27 Niederlagen. Zähler gab es nur 19,7 im Schnitt.
Das alles ändern soll nun Matt Eberflus, der bisherige Defensive Coordinator der Indianapolis Colts (seit 2018 dort im Amt). Und der 51-Jährige, der zuvor auch schon für die Dallas Cowboys und Cleveland Browns gearbeitet hat, steht vor allem für starke Abwehrarbeit. Denn seit 2018 erreichten seine Defenses stolze 107 Takeaways in Form von Interceptions oder Fumbles. Mehr hatten in diesem Zeitraum nur die New England Patriots (116). Nun soll Eberflus dafür sorgen, dass in erster Linie die Bears-Abwehr ihrem Ruf wieder gerecht wird.
Genauso wird er dafür verantwortlich sein, Rookie Justin Fields (2:8 in seinen Spielen als Starter inklusive sieben Touchdown-Pässen, zwei Touchdown-Läufen und zehn Interceptions) richtig an die NFL heranzuführen - und dafür, was dahinter passieren wird. Zuletzt standen in Chicago auch noch Nick Foles und Andy Dalton unter Vertrag.
Witzige Randnotiz: Weil auch Ryan Pace als General Manager entlassen worden war (2015 bis 2021) und dafür Ryan Poles als Nachfolger installiert wurde, sind die Vornamen Matt und Ryan quasi geblieben. Nur eben mit anderen Nachnamen und neuen Gesichtern.
mag